Ich freue mich, eine ganz besondere Lesung ankündigen zu können:
Premierenlesung aus „Der Parfümeur aus der Glockengasse, der ein Blumenmädchen liebte“ von Arabella Meran
Erleben Sie die BILD-Bestseller-Autorin und gebürtige Kölnerin Arabella Meran bei einer ganz besonderen Buchpremiere: In „Der Parfümeur aus der Glockengasse, der ein Blumenmädchen liebte – Die Anfänge einer Duftdynastie“ wird der Aufstieg der Kölnisch Wasser Fabrikanten Mülhens im 19. Jahrhundert lebendig. Im Zentrum des bewegenden Romans stehen Ferdinand Mülhens, der die Firmenleitung im Jahr 1873 übernimmt, und seine große Liebe Ottilie Riedl, eine Wiener Blumenverkäuferin, die im Siebengebirge neue Wurzeln schlägt. In der Talstation der Drachenfelsbahn bringt die Autorin Ihnen am historischen Schauplatz die Geschichte der Familie Mülhens näher, deren Wirken bis heute in der Region spürbar ist. Die Lesung wird begleitet von Fotos aus der Recherche der Autorin und das Publikum wird zur Duftverkostung des Eau de Cologne eingeladen. Für Getränke und einen Büchertisch wird der Kaufmannsladen Königswinter sorgen.
Wann: Samstag, 26. September 2026 um 20:00 Uhr
Wo: Talstation der Drachenfelsbahn, Drachenfelsstr. 51, 53639 Königswinter
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten: Per E-Mail an info@drachenfelsbahn.de oder telefonisch unter 02223 / 9209-0.
Heute möchte ich euch einen Einblick ins Lektorat geben. Dieses hat im April und Mai 2026 stattgefunden. Ich muss zugeben: Es hat mir einiges abverlangt. Denn wie schon Stephen King so treffend als goldene Regel für die Textüberarbeitung formuliert hat: „Kill your darlings!“
So musste ich mich unter gewissen Qualen von einigen Lieblings-Passagen verabschieden. Denn das von mir eingereichte Manuskript hat mit 572 Normseiten (inklusive eines Nachwortes zu Fakten und Fiktion und historischer Einordnung) den avisierten Umfang beträchtlich überstiegen. So lautete die Devise im Lektorat: Kürzen!
In Zahlen heißt das: Meine Lektorin im Gmeiner Verlag hat mit chirurgischer Präzision den Textumfang um mehr als 20 Prozent reduziert, nämlich von rund 128.000 Wörtern auf 106.000 Wörter.
Praktisch führt die Lektorin ihre Eingriffe in den Text im Word-Dokument im Änderungsmodus durch. Meine Aufgabe als Autorin ist es, diese Änderungen entweder anzunehmen oder abzulehnen. Wenn ich eine Änderung abgelehnt habe, so habe ich meist an dieser Stelle eine eigene verbesserte Formulierung eingefügt. So bleibe ich auch im Lektorat die Herrin über meinen Text.
Zu meiner Erleichterung hat die Lektorin keine Szene komplett gestrichen. Meine dramaturgische Struktur und Figurenentwicklung sind erhalten geblieben. Wenn man sich den Text als ein Haus vorstellt, so sind die tragenden Elemente stehengeblieben, doch so mancher Stuck wurde abgeschlagen und einiges Mobiliar entrümpelt. Dazu gehören:
– fantasievolle Ausschmückungen
– zu detaillierte Beschreibungen (z.B. von Architektur und Essenszubereitung)
– blumige Vergleiche und Metaphern
– inhaltliche Wiederholungen
– Füllwörter („Staubfänger“)
Füllwörter sind zum Beispiel: also, auch, schon, sicherlich, wieder, immer, irgendwie, natürlich, leider, wohl, eigentlich, ziemlich, nämlich, vielleicht, sogar, ein wenig, nun, beinahe, wirklich, ganz, dann, noch.
Füllwörter
Um dir ein Beispiel einer Ausschmückung zu geben, die der Schere zum Opfer gefallen ist, darfst du die folgende Passage lesen, in der es um den Alkoven in Marthas Bauernhaus im Weinberg unter dem Drachenfels geht:
Das einzige Einzelbett befand sich im Alkoven in der Wohnstube. Das war im Winter der wärmste Platz. Diesen besten Platz bekam immer der älteste Junge, der noch im Haus wohnte. Seit letzten Herbst war Fritz in diese Stelle aufgerückt, nachdem Otto in die Lehre gegangen war.
„Wer im Alkoven schläft, muss auch die Einbrecher bekämpfen“, brüstete sich Fritz gerne und legte sich immer einen Feuerhaken neben die Matratze, um seine Ritterlichkeit zu beweisen. Martha und Mimi versteckten sich manchmal heimlich im Alkoven. Im Spiel war der Bettschrank ein Boot, das auf einem gefährlichen Meer trieb. Aber in der Nacht wollte Martha nicht gerne alleine dort schlafen und gegen Einbrecher kämpfen – auch wenn sich noch nie ein solcher Räuber an ihrem Haus zu schaffen gemacht hatte.
Nach Abschluss des Lektorats habe ich das gute Gefühl, dass der Text nun dichter und besser geworden ist – und so soll es sein.
Druckfahne
Danach wurde der Text „gesetzt“, d.h. so formatiert, wie er im Buch gedruckt werden soll. Diese Druckfahne habe ich zur Überprüfung zugesendet bekommen. Hierfür habe ich den gesamten Text noch einmal von A bis Z aufmerksam gelesen. Dabei sind mir punktuell noch letzte kleine Fehler aufgefallen, die ich korrigiert habe, um zum Schluss die Druckfreigabe zu erteilen.
Im letzten Herbst hat der Gmeiner-Verlag mich nach meinen Ideen für das Cover gefragt. Also habe ich meine Vision schriftlich mitgeteilt: Als Motiv habe ich mir das Stammhaus in der Glockengasse mit einer Frauenfigur davor gewünscht, die vom Aussehen her meiner Hauptfigur Ottilie Riedl ähnlich sein sollte, von der es ein historisches Porträtfoto gibt: Dunkles Haar in einer kunstvollen Flechtfrisur zum Kranz aufgesteckt. Ihr Kleid sollte mit Korsett und Tournüre der Mode der 1870er Jahre entsprechen.
Ottilie Riedl. Bildnachweis: Das historische Foto stammt aus der Ausstellung zur Familiengeschichte Mülhens in der Talstation der Drachenfelsbahn (Königswinter).
Was die farbliche Gestaltung anging, habe ich Bremerblau und Gold vorgeschlagen, um so eine Assoziation zu den ikonischen Etiketten des Kölnisch Wassers zu wecken.
Basierend auf meinen Vorschlägen hat meine Lektorin ein Briefing an den Cover-Designer des Verlags weitergegeben.
Für mich begann dann eine Zeit des Wartens und der Ungewissheit voller Bangen und Hoffnung, denn das Buchcover ist für mich wie das Gesicht eines Menschen, bei dem ich mich entweder auf den ersten Blick angezogen fühle oder eher auf Abstand gehe. Für meinen Roman wünsche ich mir natürlich ein Cover, in das ich mich „verlieben“ kann, schließlich werde ich mein Buch noch oft bei Lesungen in meinen Händen und in die Kamera halten.
Kreative Arbeit und interne Abstimmung im Verlag
Im Verlag lief währenddessen im Februar und März intern ganz viel ab, bis ich das fertige Cover am 1. April 2026 zum ersten Mal gesehen habe. Ich war sofort hellauf begeistert, das Cover hat meine Erwartungen übertroffen! Am nächsten Tag hat mich der Marketing- und Vertriebsleiter des Verlags angerufen und mir die spannenden Hintergründe zur Genese des Covers berichtet. Hierbei wirken verschiedene Abteilungen im Verlag (Programmleitung, Lektorat, Marketing und Vertrieb) mit, die alle ein Wörtchen mitreden. So viel darf ich dir verraten:
Zu entscheiden war, ob für das Stammhaus in der Glockengasse das historische Bild aus den 1870ern (Zeit der Romanhandlung) oder ein Bild vom heutigen Dufthaus (nach Zerstörung im Krieg komplett neu aufgebaut) verwendet wird. Damit die Einheimischen und Tourist*innen das Haus wiedererkennen, fiel die Entscheidung für den heutigen Look.
Das Bild stammt vom Deckel einer historischen Reisekiste, die in der Dauerausstellung im Dufthaus 4711 in der Glockengasse in Köln zu sehen ist. (Foto: privat)Das Stammhaus in der Glockengasse in Köln heute. Bildnachweis: Foto aus der Programmvorschau für Herbst 2026 des Gmeiner-Verlags.
Auch bei der Auswahl der Coverfrau hat sich das Team über 100 Frauengestalten angeschaut, um genau die Richtige zu finden, die von ihrem Aussehen und ihrem Ausdruck dem Blumenmädchen Ottilie am besten entspricht. Die Frau, die du jetzt auf dem Cover siehst, verkörpert „meine“ Ottilie perfekt in ihrer Sanftmut. Auch der Lavendel-Ton ihres Kleides fügt sich als warmes Element bestens in die Farbpalette ein. Kurz: Ich bin sehr glücklich mit dieser Wahl!
Als historisches Element wurde eine Pferdekutsche eingefügt. Der goldene Rahmen und die geschwungene Typographie runden das Gesamtbild ab.
Buchcover von „Der Parfümeur aus der Glockengasse, der ein Blumenmädchen liebte – Die Anfänge einer Duftdynastie“. Der Roman erscheint am 9. Septermber 2026 im Gmeiner-Verlag.
Welche Vibes kommen bei dir an, wenn du das Cover betrachtest?
Nun weißt du, wie viele Schritte und Entscheidung nötig waren, um das perfekte Cover für meinen Roman zu finden. Als Autorin spiele ich hierbei eine wichtige Rolle, indem ich mit meinen Eingaben das Fundament lege. Die verschiedenen Abteilungen im Verlag sorgen mit ihrer Expertise dafür, darauf aufzubauen und das Beste für die Vermarktung des Buches herauszuholen.
„Der Parfümeur aus der Glockengasse, der ein Blumenmädchen liebte – Die Anfänge einer Duftdynastie“ von Arabella Meran
Ich selbst finde das Cover wunderschön und habe mich auf den ersten Blick darein verliebt. Wie gefällt es dir?
Und wie findest du den Buchtitel? Einen Preis für den längsten Titel unter all meinen bisherigen Romanen hat er auf jeden Fall verdient.
Darum geht es in meiner rheinischen Unternehmens- und Familiengeschichte:
Köln, 1873: Als der junge Parfümeur Ferdinand Mülhens die Leitung des Dufthauses in der Glockengasse übernimmt, muss er sein Kölnisch Wasser gegen den ärgsten Konkurrenten Farina verteidigen. Auf einer Reise nach Wien trifft er die Blumenverkäuferin Ottilie, deren Wärme und Mut ihn tief berühren. Sie folgt ihm nach Köln, wo sie von der Familie Mülhens als nicht standesgemäße Braut abgelehnt wird. Erst fernab gesellschaftlicher Zwänge, im Siebengebirge, findet sie mit Ferdinand ein stilles Glück. Doch eine geschäftliche Niederlage zwingt Ferdinand zu einer radikalen Veränderung, durch die sein Duftwasser die Welt erobern wird.
Der Roman erscheint am 9. September 2026 im Gmeiner-Verlag. Ich kann es kaum erwarten und hoffe, du freust dich auch aufs Lesen dieser Herzens-Geschichte aus meiner Geburtsstadt Köln.
Roman jetzt schon vorbestellen
Du kannst meinen Roman jetzt schon online in den gängigen Shops vorbestellen:
Selbstverständlich kannst du das Buch auch im lokalen Buchhandel bei dir in der Nähe bestellen.
Da ich im Rheinland aufgewachsen bin, habe ich einen besonderen Bezug zu dieser Region und zur Lebensart der Menschen dort, was in meine Geschichte eingeflossen ist.
Als gebürtige Kölnerin ist Arabella Meran mit dem berühmten Duftwasser aus Köln aufgewachsen und hat so manchen Karnevalsumzug mit der Posaune begleitet. Umgeben von der inspirierenden Landschaft und den Sagen des Siebengebirges hat sie schon in jungen Jahren Geschichten geschrieben. Nach zehn Jahren als Anwältin hat sie den Sprung in ihren Traumberuf gewagt und 2020 einen Masterabschluss im »Biografischen und Kreativen Schreiben« an der ASH Berlin erworben. Seither folgt sie ihrer Berufung als Autorin und Schreiblehrerin. Sie ist Mitglied in der Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautorinnen und -autoren (DELIA).
Arabella Meran bei der Recherche im Dufthaus in der Glockengasse Nr. 4711 in Köln.