Artikel in der Federwelt von mir: Kann sich beim Streit um den Buchtitel die Kunstfreiheit gegen das Markenrecht behaupten?

Ich freue mich, dass wieder ein Artikel von mir in der „Federwelt – Das Magazin rund ums Schreiben“ erschienen ist. 

Autorin Arabella Meran mit dem Magazin Federwelt, August 2026

Darum geht es in meinem 4-seitigen Artikel:

Ist das Kunst? Oder landet das vor Gericht?

Folge 3: Buchtitel: Kann sich die Kunstfreiheit gegen das Markenrecht behaupten? Überlegungen einer Volljuristin am Beispiel von „Haribo – So schmeckt das Glück“.

Enthält ein Buchtitel einen Markennamen, kann das zum Streit mit dem Markenrechtsinhaber führen. Entweder Verlag (oder Selfpublisherin) und Firma einigen sich im Vorfeld der Veröffentlichung, ob und unter welchen Bedingungen der Name genutzt werden darf, oder der Fall landet vor Gericht. Im Streitfall wird zwischen Kunstfreiheit und Markenrecht abgewogen.

Vielen Dank an dieser Stelle an die Chefredakteurin Anke Gasch für die tolle Zusammenarbeit.

Im August-Heft Nr. 179 findest du viele weitere lehrreiche und inspirierende Artikel. Zum Beispiel:

Es ist nie zu spät für Veränderungen: Wie ich mir als Bestsellerautorin und Lektorin ein neues Tätigkeitsfeld erschlossen habe. Von Sabine Steck 

Im Selfpublishing zu einer internationalen Lesereise: Celina Keute bestreitet 30 bis 40 Lesungen pro Jahr in sieben Ländern mit ihrem Selfpublishing-Titel »Schüsse in der Stille«. Ein Erfahrungsbericht 

Als Introvertierte*r auf die Lesebühne?: Dieser Erfahrungsbericht von Anja Schenk zeigt, wie sie als eher introvertierte Autorin Lesungen hält, die zu ihrem Temperament passen, und beschäftigt sich mit der Antwort auf die Frage: Genüge ich?

Ich selbst lese die Federwelt schon seit einiger Zeit und finde die Artikel jedes Mal ausgesprochen unterhaltsam und informativ. Auch in der aktuellen Ausgabe gibt es wieder viele spannende Einblicke in das Autor*innenleben und die Buchbranche.

Wenn du auf diese Beiträge gespannt bist und das vielseitige Magazin kennenlernen möchtest, kann du es im Zeitschriftenladen kaufen oder online hier bestellen.

Arabella Meran

 

Wie sind Titel und Klappentext meines Romans entstanden? Habe ich als Autorin ein Mitspracherecht dabei?

Am 9. September 2026 erscheint mein neuer historischer Roman. In den nächsten Monaten bis zur Veröffentlichung möchte ich dir einige Einblicke hinter die Kulissen gewähren.

Hast du dich schon mal gefragt, wie der Titel für einen Roman festgelegt wird? Wie viel Mitspracherecht hat eine Autorin?

Heute erzähle ich dir, wie der Gmeiner-Verlag den Titel für meinen neuen Roman entwickelt hat, der lautet: „Der Parfümeur aus der Glockengasse, der ein Blumenmädchen liebte – Die Anfänge einer Duftdynastie“.

Arbeitstitel ist nicht gleich finaler Buchtitel

Wenn ich an einem Manuskript schreibe und es bei einer Agentur oder einem Verlag vorstelle, trägt es noch den sogenannten Arbeitstitel. Den vergebe ich selbst und versuche dabei, möglichst prägnant und bestenfalls auch wohlklingend die Essenz meiner Geschichte auszudrücken.

Bei meinen bisherigen beiden historischen Romanen lauteten die Arbeitstitel „Das Lachen der Pinguine“ und „Im Takt ihrer Träume“. Wie du merkst: Diese Arbeitstitel haben dem Verlag so gut gefallen, dass sie als finale Buchtitel übernommen worden sind. Das ist jedoch eher die Ausnahme.

Der Arbeitstitel für meinen Kölnisch-Wasser-Roman lautete: „Die Kölner Duft-Dynastie.

Nachdem ich im September 2025 den Verlagsvertrag mit Gmeiner geschlossen und das Manuskript im November eingereicht habe, begannen die Rädchen im Verlags-Getriebe zu laufen: Die Abteilungen Marketing und Vertrieb ebenso wie das Lektorat haben sich Gedanken über die Vermarktung meines Romans gemacht, der vom Verlag als überregionaler Spitzentitel im Herbstprogramm 2026 platziert wird.

Du musst wissen, dass die Entscheidungshoheit über den Buchtitel und die werblichen Texte beim Verlag liegt, denn dieser hat die Rechte am Manuskript gekauft und trägt auch das finanzielle Risiko, ob ein Buch im Verkauf die Produktionskosten wiedereinspielt.

Doch niemand kennt den Inhalt des zu verkaufenden Buches besser, als die Autorin / der Autor, sodass der Verlag diese eng miteinbezieht: Ich durfte einen Fragebogen ausfüllen. Darin habe ich Vorschläge für verschiedenartige Texte (u.a. den Klappentext) formuliert. Aus meinen Vorschlägen hat die Lektorin zusammen mit der Marketing-Abteilung dann die werblichen Texte erstellt, die in der Programmvorschau des Verlags und für den Buchhandel verwendet werden.

Buchtitel

Die Marketingprofis wissen: Der Buchtitel ist sehr wichtig, denn darin stecken wesentliche Infos: worum es geht (Person, Ort) und die Emotion und Atmosphäre (je nach Genre darf der Buchtitel auch rätselhaft klingen und neugierig machen).

So hat der Verlag auch am perfekten Titel länger getüftelt, bis die Wahl schließlich darauf gefallen:

Der Parfümeur aus der Glockengasse, der ein Blumenmädchen liebte – Die Anfänge einer Duftdynastie“.

Das Stammhaus in der Glockengasse in Köln.

Nun weißt du, dass der Buchtitel und die dazugehörigen werblichen Texte für meinen Roman in enger Zusammenarbeit zwischen mir und dem Verlag entstanden sind.

Wie geht es dir als Lesebegeisterte? Was nimmst du bei einem Buch als Erstes wahr?

Hier siehst du, wie mein Roman in der Gmeiner-Programmvorschau für den Herbst 2026 präsentiert wird:

Aus der Programmvorschau für Herbst 2026 des Gmeiner-Verlags