Meine Collage Nr. 1 zum Roman „Der Parfümeur aus der Glockengasse“

Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, habe ich diesen Sommer meine Leidenschaft für das Kreieren von Collagen entdeckt. Alle meine Collagen erstelle ich in Handarbeit mit Papier, Schere und Klebstoff (KI-Assistenten kommen mir bei meiner kreativen Arbeit nicht ins Haus!).

Nun hat es mich natürlich in den Fingern gekitzelt, eine Collage zu meinen Roman „Der Parfümeur aus der Glockengasse, der ein Blumenmädchen liebte – Die Anfänge einer Duftdynastie“ zu erstellen. Hier ist das Ergebnis:

Collage Nr. 1 von Arabella Meran: Ottilie auf dem Wintermühlenhof und in Köln in der Glockengasse und im Karneval.

Oben links siehst du den Wintermühlenhof im 19. Jahrhundert, der für Ferdinand und Ottilie ihr Rückzugsort im Siebengebirge war. Das Porträt zeigt Ottilie Riedl, das Blumenmädchen aus Wien, in das Ferdinand sich unsterblich verliebt und die ihm in seine rheinische Heimat folgt.

In der Mitte links ist der historische Moment abgebildet, in dem das Haus der Familie Mülhens in der Glockengasse die Hausnummer 4711 erhält. Unter der Herrschaft von Napoléon wurden nämlich alle Häuser in Köln neu und durchlaufend nummeriert. Dieses Bild mit dem französischen Reiter, der die Nr. 4711 ans Haus schreibt, stammt aus der Werbung aus den 1960er Jahren und macht daraus eine Legende.

Mittig rechts siehst du die Mülhens-Fabrik in Köln Ehrenfeld, wo seit 1874 mit modernster Technik produziert wurde (das Eau de Cologne und andere Körperpflegeprodukte wie Duftseife).

Ganz unten sind Szenen vom Kölner Karneval aus dem 19. Jahrhundert abgebildet (das Gemälde stammt aus dem Jahr 1836, selbst fotografiert im Karnevalsmuseum in Köln). Der Rosenmontagsumzug fand in dieser Zeit immer auf dem Kölner Neumarkt statt. In meinem Roman nehmen auch Ottilie, Martha und Ferdinand an diesen jecken Festivitäten teil.

Zudem siehst du einige historische Eau de Cologne-Flakons: Oben rechts eine „Kropf-Molanus-Flasche“ aus dem Jahr 1885.

Hier zeige ich dir einige Vorstufen im Entstehungsprozess der Collage.

Meine Auswahl an Bildmotiven für die Collage.
Hier habe ich auf der rechten Seite schon eine engere Auswahl und Anordnung getroffen (nur gelegt, nicht geklebt). Auf der linken Seite die Elemente, die ich vielleicht noch verwende oder für später aufhebe.

Wie gefällt dir die fertige Collage? Bist du auch gerne mit den Händen kreativ?

Warum die „11“ magisch für mich und meinen „Parfümeur“-Roman ist

In drei Tagen erscheint „Der Parfümeur aus der Glockengasse, der ein Blumenmädchen liebte – Die Anfänge einer Duftdynastie“ und meine Aufregung steigt. Bald schon werdet ihr, meine lieben Leserinnen und Leser, den Roman entdecken können. Ich bin sehr gespannt auf eure Eindrücke!

Heute möchte ich euch erzählen, warum die „11“ magisch für mich ist und für meinen Roman eine besondere Rolle spielt.

Manuskript Nr. 11

„Der Parfümeur aus der Glockengasse, der ein Blumenmädchen liebte“ ist das 11. Manuskript, das ich geschrieben habe. Dabei ist es der 6. Roman, der veröffentlicht wird. Die weiteren Manuskripte stehen schon in den Startlöchern zur Veröffentlichung oder warten noch auf einen Verlagsvertrag.

Die Hausnummer 4711

Das Stammhaus der Kölnisch-Wasser-Fabrikanten Mülhens befand sich in der Glockengasse Nr. 4711. Das war die französische Hausnummer, die das Haus unter Napoléon erhalten hatte. Wer die geniale Idee hatte, diese Hausnummer zum Markennamen des Eau de Cologne zu machen, erfährst du in meinem „Parfümeur“-Roman.

Karnevalszahl: 11.11. um 11:11 Uhr

Wie du wahrscheinlich weißt, hat die 11 für den rheinischen Karneval eine besondere Bedeutung. Die sogenannte „5. Jahreszeit“ der Narren wird traditionell am 11.11. um 11:11 Uhr eingeläutet. Warum das so ist? Hier ein Auszug aus meinem „Parfümeur“-Roman:

»Hat es mit der Zahl Elf was Bestimmtes auf sich?«, wollte Ottilie wissen.

»Die Elf ist halt die magische Zahl der Jecken.«

»Warum?«, hakte sie nach. Resi guckte sie an, als wäre das eine ganz dumme Frage.

»Na, weil die Elf nach der Zehn kommt!« Sie lachte gackernd, offenbar tat der Eierlikör seine Wirkung. Ottilie verstand immer noch nicht.

»Die Elf bedeutet Narrenfreiheit, weil man sich nicht mehr an die Zehn Gebote aus der Bibel halten muss«, mischte sich Frau Eichborn mit nüchterner Miene ein.

»Ach«, entfuhr es Ottilie. War der Karneval also eine Art moralischer Ausnahmezustand, in dem alles erlaubt war? Ihre Vorgesetzte schien Bestürzung aus ihrem Gesicht gelesen zu haben.

»Aber am Aschermittwoch ist die sittliche Ordnung wiederhergestellt«, ergänzte Frau Eichborn, »und jeder gute Christ übt sich beim Fasten in Demut und Gottesfurcht. Trotzdem gelten auch während des Karnevals einige Regeln, die das Festkomitee festgelegt hat.«

»Man muss es einfach mal miterlebt haben«, meinte Resi lauthals. »Ich nehme dich mit zum Maskenzug am Rosenmontag und leihe dir ein Kostüm aus«, versprach die Kollegin überschwänglich. Ottilie stimmte zu und war gespannt, was sie erwarten würde.

Die 11 Paragrafen des Kölschen Grundgesetzes

In den 11 Paragrafen des „Kölschen Grundgesetzes“ sind mundartliche Redensarten festgehalten, die die kölsche Mentalität bestens einfangen. Einige davon kommen auch in meiner Geschichte vor. Lass dich überraschen.

Als Kind des Rheinlandes liegt mir der kölsche Optimismus im Blut und ich glaube fest daran, dass die magische 11 meinem Roman Glück bringen wird.

Hast du auch eine Glückszahl?