Premierenlesung aus „Der Parfümeur“ in der Talstation der Drachenfelsbahn in Königswinter

Ich freue mich, eine ganz besondere Lesung ankündigen zu können:

Premierenlesung aus „Der Parfümeur aus der Glockengasse, der ein Blumenmädchen liebte“  von Arabella Meran

Erleben Sie die BILD-Bestseller-Autorin und gebürtige Kölnerin Arabella Meran bei einer ganz besonderen Buchpremiere: In „Der Parfümeur aus der Glockengasse, der ein Blumenmädchen liebte – Die Anfänge einer Duftdynastie“ wird der Aufstieg der Kölnisch Wasser Fabrikanten Mülhens im 19. Jahrhundert lebendig. Im Zentrum des bewegenden Romans stehen Ferdinand Mülhens, der die Firmenleitung im Jahr 1873 übernimmt, und seine große Liebe Ottilie Riedl, eine Wiener Blumenverkäuferin, die im Siebengebirge neue Wurzeln schlägt. In der Talstation der Drachenfelsbahn bringt die Autorin Ihnen am historischen Schauplatz die Geschichte der Familie Mülhens näher, deren Wirken bis heute in der Region spürbar ist. Die Lesung wird begleitet von Fotos aus der Recherche der Autorin und das Publikum wird zur Duftverkostung des Eau de Cologne eingeladen. Für Getränke und einen Büchertisch wird der Kaufmannsladen Königswinter sorgen.

Wann: Samstag, 26. September 2026 um 20:00 Uhr

Wo: Talstation der Drachenfelsbahn, Drachenfelsstr. 51, 53639 Königswinter

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten: Per E-Mail an info@drachenfelsbahn.de oder telefonisch unter 02223 / 9209-0.

Artikel in der Federwelt von mir: Kann sich beim Streit um den Buchtitel die Kunstfreiheit gegen das Markenrecht behaupten?

Ich freue mich, dass wieder ein Artikel von mir in der „Federwelt – Das Magazin rund ums Schreiben“ erschienen ist. 

Autorin Arabella Meran mit dem Magazin Federwelt, August 2026

Darum geht es in meinem 4-seitigen Artikel:

Ist das Kunst? Oder landet das vor Gericht?

Folge 3: Buchtitel: Kann sich die Kunstfreiheit gegen das Markenrecht behaupten? Überlegungen einer Volljuristin am Beispiel von „Haribo – So schmeckt das Glück“.

Enthält ein Buchtitel einen Markennamen, kann das zum Streit mit dem Markenrechtsinhaber führen. Entweder Verlag (oder Selfpublisherin) und Firma einigen sich im Vorfeld der Veröffentlichung, ob und unter welchen Bedingungen der Name genutzt werden darf, oder der Fall landet vor Gericht. Im Streitfall wird zwischen Kunstfreiheit und Markenrecht abgewogen.

Vielen Dank an dieser Stelle an die Chefredakteurin Anke Gasch für die tolle Zusammenarbeit.

Im August-Heft Nr. 179 findest du viele weitere lehrreiche und inspirierende Artikel. Zum Beispiel:

Es ist nie zu spät für Veränderungen: Wie ich mir als Bestsellerautorin und Lektorin ein neues Tätigkeitsfeld erschlossen habe. Von Sabine Steck 

Im Selfpublishing zu einer internationalen Lesereise: Celina Keute bestreitet 30 bis 40 Lesungen pro Jahr in sieben Ländern mit ihrem Selfpublishing-Titel »Schüsse in der Stille«. Ein Erfahrungsbericht 

Als Introvertierte*r auf die Lesebühne?: Dieser Erfahrungsbericht von Anja Schenk zeigt, wie sie als eher introvertierte Autorin Lesungen hält, die zu ihrem Temperament passen, und beschäftigt sich mit der Antwort auf die Frage: Genüge ich?

Ich selbst lese die Federwelt schon seit einiger Zeit und finde die Artikel jedes Mal ausgesprochen unterhaltsam und informativ. Auch in der aktuellen Ausgabe gibt es wieder viele spannende Einblicke in das Autor*innenleben und die Buchbranche.

Wenn du auf diese Beiträge gespannt bist und das vielseitige Magazin kennenlernen möchtest, kann du es im Zeitschriftenladen kaufen oder online hier bestellen.

Arabella Meran

 

Was ich als Autorin alles für die Promotion meines Romans tun muss

Um mein Buch zu veröffentlichen, muss ich mehr tun, als es zu schreiben – ich muss es auch promoten. 

Hier verrate ich euch, wie ich mich in den Monaten vor dem Release für meinen neuen Roman einsetze. 

Seit April rühre ich die Werbetrommel für „Der Parfümeur aus der Glockengasse, der ein Blumenmädchen liebte – Die Anfänge einer Duftdynastie“ (erscheint am 9. September 2026 bei Gmeiner) und bereite alles Mögliche vor.

Lesungen

Damit ein Buch sichtbarer wird und sein Publikum findet, sind Lesungen wichtig. Also habe ich mich dahinter geklemmt, einige Lesungen für mich an Land ziehen. Dafür habe ich über 30 Mails an Buchhandlungen und Bibliotheken geschrieben. Einige davon wurden ignoriert, andere haben mir Absagen geschickt. Doch umso mehr freue ich mich über die Zusagen aus Königswinter, Siegburg und Troisdorf.

Wenn die Zusage eines Veranstalters kommt, dann sind einige Mails mit Austausch zu den Konditionen erforderlich. Es gilt, den Termin abzustimmen, ein Honorar zu vereinbaren und weitere Rahmenbedingungen abzusprechen. Steht das alles fest, wende ich mich an meinen Verlag und bestelle Lesungsplakate und Werbematerial.

Aktuell stehen drei Lesungen in meinem Kalender. Besonders aufgeregt und glücklich bin ich, dass ich meine Premierenlesung in der Talstation der Drachenfelsbahn abhalten darf, die mein Protagonist Ferdinand Mülhens im Jahr 1912 erworben hat, die im Familienbesitz blieb und heute von Fiona Streve-Mülhens Achenbach betrieben wird. Sie ist die Ur-ur-Enkelin von Ferdinand und hat mich auch bei meiner Recherche so hilfreich unterstützt. Gerne folge ich ihrer Einladung ins Siebengebirge, um meinen Roman auf den Spuren der Geschichte vorzustellen.

Pressearbeit

Außerdem habe ich mich in der Pressearbeit engagiert und ein Selbst-Interview verfasst: 10 Fragen an Arabella Meran. Darin erzähle ich einiges Persönliches zu mir, wie ich im Rheinland aufgewachsen bin (mit Eselsritt auf den Drachenfels und Karnevalsumzügen) und was an meinem Roman typisch kölsch ist.

Ab sofort steht diese Pressemappe auf der Verlagsseite von Gmeiner zum Download zur Verfügung: Pressemappe_Der Parfümeur aus der Glockengasse

Zudem wird die Presseabteilung des Verlags die Mappe im Vorfeld des Erscheinens von „Der Parfümeur…“ an einige Medien im Rheinland versenden.

Ich hoffe, dass dieser Einsatz einige Früchte in Form von Artikeln in der Lokalpresse tragen wird.

Gehst du gerne auf Lesungen? Hast du dir schon einmal ein Buch aufgrund eines Presseartikels gekauft?

Arabella Meran bei der Arbeit: Die Werbetrommel rühren für „Der Parfümeur aus der Glockengasse, der ein Blumenmädchen liebte – Die Anfänge einer Duftdynastie“

Jonas Kaufmann besingt das Wiener Lebensgefühl mit komödiantischer Spielfreunde, Genuss und einer guten Portion schwarzem Humor

Wien, 9. Juli 2026

An diesem lauen Sommerabend sind die Stühle im Theater im Park des Belvedere fast bis auf den letzten Platz besetzt und das Abendrot scheint durchs Blätterdach, als Jonas Kaufmann beschwingt im dunkelblauen Anzug mit weißem Hemd und leger offenstehendem Kragen die Bühne betritt und von freudigem Applaus empfangen wird. Zusammen mit seinem langjährigen Klavierbegleiter Helmut Deutsch präsentiert der Startenor an diesem Abend einen Streifzug durch die Wiener Musikgeschichte von der schwelgerischen Operette bis zum Lied mit kabarettistischem Einschlag.

Theater im Park. Foto: Arabella Meran.
Eine langjährige musikalische Partnerschaft: Helmut Deutsch und Jonas Kaufmann. Foto: Lena Wunderlich, Sony Music.
Teil 1: Operette

Im ersten Teil huldigt der Tenor musikalisch der Schönheit der Donaumetropole und der Wienerinnen mit dem Operettenstück „Grüß mir mein Wien“ (von Emmerich Kálmán aus „Gräfin Mariza“), gefolgt von „Draußen in Sievering“ (von Johann Strauss) und schwärmt mit „Es muss was Wunderbares sein“ von der Liebe. Dabei versteht es Kaufmann bestens, seine goldene Stimme geschmeidig einzusetzen und an passenden Stellen tenorale Stahlkraft aufblitzen zu lassen.

Im melancholischen „Zwei Märchenaugen“ (von Emmerich Kálmán aus „Die Zirkusprinzessin“) besingt er ergreifend die Flüchtigkeit und den Schmerz der Liebe, wobei der Tenor sich in der Mitte des Operettenstücks im Text vertut und unterbrechen muss (mit Bitte an den Tontechniker, ihm mehr Rückschall aus den Boxen auf der Bühne zu geben, damit er sich selbst besser hören könne) und dann wieder einsetzt, als wäre nichts gewesen. Einen Vollprofi wie Kaufmann bringt jedoch so schnell nichts aus der Ruhe, er bleibt gut gelaunt und locker.

Zwischen den Liedern moderiert er souverän. So schickt er dem Stück „Gern hab‘ ich die Frau’n geküsst“ (von Franz Lehár aus „Paganini“) voraus, dass der Text heutzutage „nicht mehr politisch korrek“ sei und er hoffe, dass die Leute auch bis in die letzte Reihe verstünden, dass er diesen mit einem Augenzwinkern singe und der Inhalt nicht ernst gemeint sei. Sonst befürchte er, am nächsten Tag eine Anzeige zu bekommen. Denn dort wird ein sexuell übergriffiges Verhalten eines Mannes gegenüber einer Frau in verharmlosender Weise beschrieben:

Gern hab′ ich die Frau’n geküsst,
hab′ nie gefragt, ob es gestattet ist;
dachte mir: nimm sie dir,
küss sie nur, dazu sind sie ja hier!“

In Kaufmanns gesanglicher Interpretation kommt dieses angekündigte Augenzwinkern charmant rüber. „Zur Versöhnung“ gibt er dann quasi als Zugabe (was nicht auf dem Programmzettel steht) noch „Du bist die Welt für mich“ (von Richard Tauber), um seinen tiefen Respekt für die Frauen auszudrücken.

In diesem ersten Teil des Programms kämpfen die Akteure noch ein wenig mit technischen Schwierigkeiten: So klappt das elektronische Notenwenden nicht remote wie bei der Probe, sodass ein Notenassistent neben dem Pianisten Platz nehmen muss, um das Blättern händisch auf den Tabletts durchzuführen. Da zeigt sich die moderne Technik doch anfälliger für Pannen, als die althergebrachten Notenblätter auf Papier, die unter freiem Himmel höchstens dem Verwehen durch den Wind ausgesetzt waren. Doch Kaufmann rettet diese kleinen Hänger mit seinem Charme und das Verständnis des Publikums ist ihm und seinen Mitspielern gewiss.

Bühne mit Piano und Mikrofonen im Theater im Park. Foto: Arabella Meran.
Jonas Kaufmann wurde am 10. Juli 1969 in München geboren. Mittlerweile lebt er mit seiner Familie in Salzburg und hat neben der deutschen auch die österreichische Staatsbürgerschaft. Foto: Gregor Hohenberg, Sony Music.
Teil 2: Lieder von Georg Kreisler

Der zweite Teil steht ganz im Zeichen der Lieder von Georg Kreisler (1922-2011, österreichischer Komponist, Pianist, Sänger und Dichter). Dessen kabarettistischen Lieder bietet der Tenor mit schalkhafter Freude und bester Diktion mit Wienerischem Einschlag dar. Im „Frühlingslied“ geht das lyrische Ich seinem morbiden Hobby des Taubenvergiftens nach und in „Mein Weib will mich verlassen“ träumt er davon, dass seine grässliche Ehefrau ihn endlich verlässt. Was für einiges Amüsement im Publikum sorgt. Danach stellt Kaufmann jedoch ganz ernst fest: „Das ist nicht von mir“, was man als indirekt Liebeserklärung an seine Ehefrau Christiane Lutz verstehen kann, denn mit der Opernregisseurin ist er seit 2018 nach eigenem Bekunden glücklich verheiratet.

Umso makabrer geht es in den weiteren Liedern zu, in denen der Sänger zunächst von „Wien ohne Wiener“ fabuliert und in einem weiteren Stück seinen sämtlichen Freundinnen den Tod an den Hals wünscht.

Das aberwitzige Highlight unter diesen schwarzhumorigen Liedern ist jedoch „Opernboogie“, in dem der Sänger sämtliche Opernklischees lustvoll durch den Kakao zieht und seine selbst komponierte „Große Oper in drei Akten: Der Ritter und die Ritterin haben einen Schwips oder: Kiss me, Kater“ mit hanebüchender Handlung vorträgt, einschließlich der Pausen („Manche geh′n nach Hause, Manche essen jause“) mit dem Geraunze des Publikums, das es genießt „in einen Käse zu beißen und gleichzeitig Opern zu verreißen!“:

Was sagen Sie nur zu dem Tenor?
Der kommt mir wirklich schrecklich vor
Was reden Sie da? Der ist wunderbar!
Aber nicht so gut, wie er einmal war!
Was halten Sie von seinem hohen C?
Das war doch kein C, das war ein B!“

Was besonders witzig ist, da Kaufmann es mit solchem Schalk und Selbstironie vorträgt, der als Tenor sicherlich selbst schon die Zielscheibe solcher Kritik gewesen ist. Der Sänger gerät während des Stücks so sehr in Fahrt, dass er zwischen dem 2. und 3. Akt mit dem Klavier außer Takt gerät und über den Hinweis zum Rauchverbot im Text stolpert („Das gibt es heute gar nicht mehr“, wirft er ein) und dann spontan einen Witz einbaut, sein Pianist spiele so schnell, er sei schon im 3. Akt. Helmut Deutsch lächelt milde dazu. Er untermalt die Lieder den ganzen Abend über einfühlsam und spielt sich nicht in den Vordergrund (anders im Schubert-Repertoire, wo der Pianist stärker als musikalischer Dialogpartner des Tenors in Erscheinung tritt). Neustart für den dritten Akt und dann rauscht Kaufmann durch bis zum fulminanten Finale mit einem wahren Zungenbrecher in hohem Tempo:

Na, ist das nicht besser als Liszt und Puccini
Chopin, Schostakowitsch, Ravel, Paganini
Gounod, Debussy oder Leoncavallo
Und Smetana, Schubert, Suppé und De Falla
Menotti, Rossini, Rachmaninoff, Händel
Vivaldi und Weber, Scarlatti und Mendelssohn
Gluck, Donizetti, Glinka und Delius
Bruckner, Respighi, Tschaikowsky, Sibelius?“

Was der Tenor jedoch virtuos und textverständlich meistert. Der Text sorgt für einiges Gelächter im Publikum. Hier kann Kaufmann sein komödiantisches Talent voll ausspielen, was bei seinen überwiegend dramatischen Rollen auf den großen Opernbühnen meist ungenutzt bleibt.

Jonas Kaufmann gehört zu den gefragtesten Tenören seiner Generation und ist auf den besten Opernbühnen der Welt zuhause. Foto: Gregor Hohenberg, Sony Music.
Teil 3: HimmliSches Wien 

Nach der Pause preist Kaufmann musikalisch die Kaffeehauskultur Wiens („In einem kleine Café in Hernals“ von Hermann Leopoldi) und besingt die „Mehlspeis“ (von Ralph Benatzky) und die Powidltatschkerln“ (ebenfalls von Leopoldi) so herrlich, dass einem beim Zuhören das Wasser im Mund zusammenläuft und man gleich seine Bestellung aufgeben möchte.

Nach diesen Gaumenfreuden lädt der Tenor zu einem Spaziergang im Helenental ein („Ich kenn ein kleines Wegerl im Helenental“ aus Steinbrechers Operette „Brillanten aus Wien“).

Die ultimative Liebeserklärung an Wien gibt es im beschwingten „Heut‘ kommen d’Engerln auf Urlaub nach Wien“ (von Franz Josef Hub und Franz Ferry Wunsch), in dem es der größte Wunsch der Engel ist, Urlaub in Wien zu machen, was ihnen glücklicherweise von Petrus per Urlaubsschein gewährt wird.

Zugaben

In der ersten von fünf Zugaben schlägt Kaufmann einen sanft-melancholischen Ton an in „Wenn der Herrgott net will, nutzt es gar nix“ von Hans Moser, um sich in den nächsten vier Liedern ganz dem alkoholischen Rausch hinzugeben: Nach dem „Bier ist das liebste mir“ bringt ein eifriger Kellner dem Tenor ein Bier auf die Bühne, damit der seine Kehle anfeuchten kann. Kaufmann trinkt einige Schlucke und meint: „Da kommt der Münchner in mir durch“.

Im nächsten Lied wackelt der Dackel seinem betrunkenen Herrn auf dem Heimweg führend voran. Der nächste Trinker meint, ein guter Tropfen sei die beste Medizin und es sei „praktisch, du saufst heut‘ profilaktisch“. Den trunkenen Höhepunkt bildet „Ich bin a stiller Zecher“ (von Leopoldi), den Kaufmann zunehmend lallend und leicht torkelnd darbietet und das Publikum damit zum Lachen und Mitklatschen bringt.

Dann ist es 22 Uhr und die akustische Sperrstunde hat geschlagen. Kaufmann sagt, er habe noch vier weitere Zugaben geplant, aber die dürfe er nun nicht mehr anstimmen, sonst würden sich die Nachbarn beschweren wie zuvor im Lied des stillen Zechers besungen. So endet das Konzert unter jubelndem Applaus und die Leute gehen mit einem Lächeln auf den Lippen nach Haus.

Das Konzert wurde für das Fernsehen aufgezeichnet und wird am 26. Juli um 20:15 Uhr auf ORF III ausgestrahlt.

Die Kameras des ORF. Foto: Arabella Meran.

Ein Interview des ORF mit Jonas Kaufmann im Vorfeld des Liederabends kann man sich hier ansehen: Dort spricht er über seine Vorliebe für das Wiener Lied und den legendären Schmäh.

Startenor Jonas Kaufmann

Exklusive Einblicke ins Lektorat von „Der Parfümeur aus der Glockengasse“

Heute möchte ich euch einen Einblick ins Lektorat geben. Dieses hat im April und Mai 2026 stattgefunden. Ich muss zugeben: Es hat mir einiges abverlangt. Denn wie schon Stephen King so treffend als goldene Regel für die Textüberarbeitung formuliert hat: „Kill your darlings!“

So musste ich mich unter gewissen Qualen von einigen Lieblings-Passagen verabschieden. Denn das von mir eingereichte Manuskript hat mit 572 Normseiten (inklusive eines Nachwortes zu Fakten und Fiktion und historischer Einordnung) den avisierten Umfang beträchtlich überstiegen. So lautete die Devise im Lektorat: Kürzen!

In Zahlen heißt das: Meine Lektorin im Gmeiner Verlag hat mit chirurgischer Präzision den Textumfang um mehr als 20 Prozent reduziert, nämlich von rund 128.000 Wörtern auf 106.000 Wörter.

Praktisch führt die Lektorin ihre Eingriffe in den Text im Word-Dokument im Änderungsmodus durch. Meine Aufgabe als Autorin ist es, diese Änderungen entweder anzunehmen oder abzulehnen. Wenn ich eine Änderung abgelehnt habe, so habe ich meist an dieser Stelle eine eigene verbesserte Formulierung eingefügt. So bleibe ich auch im Lektorat die Herrin über meinen Text.

Zu meiner Erleichterung hat die Lektorin keine Szene komplett gestrichen. Meine dramaturgische Struktur und Figurenentwicklung sind erhalten geblieben. Wenn man sich den Text als ein Haus vorstellt, so sind die tragenden Elemente stehengeblieben, doch so mancher Stuck wurde abgeschlagen und einiges Mobiliar entrümpelt. Dazu gehören:

– fantasievolle Ausschmückungen

– zu detaillierte Beschreibungen (z.B. von Architektur und Essenszubereitung)

– blumige Vergleiche und Metaphern 

– inhaltliche Wiederholungen

– Füllwörter („Staubfänger“)

Füllwörter sind zum Beispiel: also, auch, schon, sicherlich, wieder, immer, irgendwie, natürlich, leider, wohl, eigentlich, ziemlich, nämlich, vielleicht, sogar, ein wenig, nun, beinahe, wirklich, ganz, dann, noch.

Füllwörter

Um dir ein Beispiel einer Ausschmückung zu geben, die der Schere zum Opfer gefallen ist, darfst du die folgende Passage lesen, in der es um den Alkoven in Marthas Bauernhaus im Weinberg unter dem Drachenfels geht:

Das einzige Einzelbett befand sich im Alkoven in der Wohnstube. Das war im Winter der wärmste Platz. Diesen besten Platz bekam immer der älteste Junge, der noch im Haus wohnte. Seit letzten Herbst war Fritz in diese Stelle aufgerückt, nachdem Otto in die Lehre gegangen war.

„Wer im Alkoven schläft, muss auch die Einbrecher bekämpfen“, brüstete sich Fritz gerne und legte sich immer einen Feuerhaken neben die Matratze, um seine Ritterlichkeit zu beweisen. Martha und Mimi versteckten sich manchmal heimlich im Alkoven. Im Spiel war der Bettschrank ein Boot, das auf einem gefährlichen Meer trieb. Aber in der Nacht wollte Martha nicht gerne alleine dort schlafen und gegen Einbrecher kämpfen – auch wenn sich noch nie ein solcher Räuber an ihrem Haus zu schaffen gemacht hatte.

Nach Abschluss des Lektorats habe ich das gute Gefühl, dass der Text nun dichter und besser geworden ist – und so soll es sein.

Druckfahne

Danach wurde der Text „gesetzt“, d.h. so formatiert, wie er im Buch gedruckt werden soll. Diese Druckfahne habe ich zur Überprüfung zugesendet bekommen. Hierfür habe ich den gesamten Text noch einmal von A bis Z aufmerksam gelesen. Dabei sind mir punktuell noch letzte kleine Fehler aufgefallen, die ich korrigiert habe, um zum Schluss die Druckfreigabe zu erteilen. 

Druckfahne
Das gedruckte Buch

Mein Roman „Der Parfümeur aus der Glockengasse, der ein Blumenmädchen liebte – Die Anfänge einer Duftdynastie“ wird nun als Paperback 448 Seiten haben und ich hoffe, dass die Lektüre für dich eine vergnügliche Reise in die Welt der Düfte und der großen Gefühle wird. 

Liest du gerne dicke Bücher oder sind dir dünne lieber?

Wie ist das Cover meines Romans „Der Parfümeur aus der Glockengasse“ entstanden?

Heute möchte ich dir Einblicke in die Entstehung des Buchcovers von Der Parfümeur aus der Glockengasse, der ein Blumenmädchen liebte – Die Anfänge einer Duftdynastie geben.

Mein Input zum Cover

Im letzten Herbst hat der Gmeiner-Verlag mich nach meinen Ideen für das Cover gefragt. Also habe ich meine Vision schriftlich mitgeteilt: Als Motiv habe ich mir das Stammhaus in der Glockengasse mit einer Frauenfigur davor gewünscht, die vom Aussehen her meiner Hauptfigur Ottilie Riedl ähnlich sein sollte, von der es ein historisches Porträtfoto gibt: Dunkles Haar in einer kunstvollen Flechtfrisur zum Kranz aufgesteckt. Ihr Kleid sollte mit Korsett und Tournüre der Mode der 1870er Jahre entsprechen.

Ottilie Riedl. Bildnachweis: Das historische Foto stammt aus der Ausstellung zur Familiengeschichte Mülhens in der Talstation der Drachenfelsbahn (Königswinter).

Was die farbliche Gestaltung anging, habe ich Bremerblau und Gold vorgeschlagen, um so eine Assoziation zu den ikonischen Etiketten des Kölnisch Wassers zu wecken.

Basierend auf meinen Vorschlägen hat meine Lektorin ein Briefing an den Cover-Designer des Verlags weitergegeben.

Für mich begann dann eine Zeit des Wartens und der Ungewissheit voller Bangen und Hoffnung, denn das Buchcover ist für mich wie das Gesicht eines Menschen, bei dem ich mich entweder auf den ersten Blick angezogen fühle oder eher auf Abstand gehe. Für meinen Roman wünsche ich mir natürlich ein Cover, in das ich mich „verlieben“ kann, schließlich werde ich mein Buch noch oft bei Lesungen in meinen Händen und in die Kamera halten.

Kreative Arbeit und interne Abstimmung im Verlag

Im Verlag lief währenddessen im Februar und März intern ganz viel ab, bis ich das fertige Cover am 1. April 2026 zum ersten Mal gesehen habe. Ich war sofort hellauf begeistert, das Cover hat meine Erwartungen übertroffen! Am nächsten Tag hat mich der Marketing- und Vertriebsleiter des Verlags angerufen und mir die spannenden Hintergründe zur Genese des Covers berichtet. Hierbei wirken verschiedene Abteilungen im Verlag (Programmleitung, Lektorat, Marketing und Vertrieb) mit, die alle ein Wörtchen mitreden. So viel darf ich dir verraten:

Zu entscheiden war, ob für das Stammhaus in der Glockengasse das historische Bild aus den 1870ern (Zeit der Romanhandlung) oder ein Bild vom heutigen Dufthaus (nach Zerstörung im Krieg komplett neu aufgebaut) verwendet wird. Damit die Einheimischen und Tourist*innen das Haus wiedererkennen, fiel die Entscheidung für den heutigen Look.

Das Bild stammt vom Deckel einer historischen Reisekiste, die in der Dauerausstellung im Dufthaus 4711 in der Glockengasse in Köln zu sehen ist. (Foto: privat)
Das Stammhaus in der Glockengasse in Köln heute. Bildnachweis: Foto aus der Programmvorschau für Herbst 2026 des Gmeiner-Verlags.

Auch bei der Auswahl der Coverfrau hat sich das Team über 100 Frauengestalten angeschaut, um genau die Richtige zu finden, die von ihrem Aussehen und ihrem Ausdruck dem Blumenmädchen Ottilie am besten entspricht. Die Frau, die du jetzt auf dem Cover siehst, verkörpert „meine“ Ottilie perfekt in ihrer Sanftmut. Auch der Lavendel-Ton ihres Kleides fügt sich als warmes Element bestens in die Farbpalette ein. Kurz: Ich bin sehr glücklich mit dieser Wahl!

Als historisches Element wurde eine Pferdekutsche eingefügt. Der goldene Rahmen und die geschwungene Typographie runden das Gesamtbild ab.   

Buchcover von „Der Parfümeur aus der Glockengasse, der ein Blumenmädchen liebte – Die Anfänge einer Duftdynastie“. Der Roman erscheint am 9. Septermber 2026 im Gmeiner-Verlag.

Welche Vibes kommen bei dir an, wenn du das Cover betrachtest?

Nun weißt du, wie viele Schritte und Entscheidung nötig waren, um das perfekte Cover für meinen Roman zu finden. Als Autorin spiele ich hierbei eine wichtige Rolle, indem ich mit meinen Eingaben das Fundament lege. Die verschiedenen Abteilungen im Verlag sorgen mit ihrer Expertise dafür, darauf aufzubauen und das Beste für die Vermarktung des Buches herauszuholen.

Hörbuch zu meinem Wien-Roman „Im Takt ihrer Träume“ erscheint im September 2026

Heute kann ich endlich das neue Cover für das Hörbuch zu „Im Takt ihrer Träume“ mit euch teilen. Ich bin ganz verliebt in dieses wunderschöne Cover, das meine Protagonistin Johanna vor der Wiener Oper zeigt.

Hörbuch „Im Takt ihrer Träume“ von Arabella Meran, gelesen von Karolin Pape, erscheint im September 2026 bei Saga Storify

Wie gefällt dir das Cover?

Das Hörbuch wird von Saga Storify produziert und erscheint am 2. September 2026.

Ich bin sehr glücklich, dass wir für diese Produktion wieder die wunderbare Sprecherin Karolin Pape gewinnen konnten, die bereits „Das Lachen der Pinguine“ so einfühlsam eingesprochen hat.

Ich kann es kaum erwarten, das fertige Hörbuch bald selbst zu genießen.

Darum geht es in „Im Takt ihrer Träume“:

Eine Dirigentin inmitten der glamourösen Opernwelt und der kultivierten Salons, wo schillernde historische Persönlichkeiten der Goldenen Zwanziger ihren Auftritt haben

Eine starke Frau, die es mit Begabung und Mut in die männerbesetzte Welt der Wiener Oper schafft

Eine Frau als Dirigent? Undenkbar an der Wiener Oper 1925. Doch die junge Johanna brennt für die Musik. Für ihren Lebenstraum zwängt sie sich in die Verkleidung eines Mannes. Als »Johann« dirigiert sie die Wiener Philharmoniker und feiert mit den glamourösen Stars der Opernwelt große Erfolge.

Gleichzeitig findet sie in ihrer Mitbewohnerin Dana eine gute Freundin, mit der sie ausgeht und so manchen Nachmittag im Kaffeehaus genießt. Dabei muss sie stets befürchten, in ihrem Doppelleben entlarvt zu werden. Erst recht, als sie sich vom Charme des temperamentvollen Dirigenten Eduardo bezaubern lässt und eine leidenschaftliche Liebesnacht mit ihm verbringt. Als sie kurz darauf merkt, dass sie schwanger ist, steht sie vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens.

Warst du schon mal in Wien?

Wie sind Titel und Klappentext meines Romans entstanden? Habe ich als Autorin ein Mitspracherecht dabei?

Am 9. September 2026 erscheint mein neuer historischer Roman. In den nächsten Monaten bis zur Veröffentlichung möchte ich dir einige Einblicke hinter die Kulissen gewähren.

Hast du dich schon mal gefragt, wie der Titel für einen Roman festgelegt wird? Wie viel Mitspracherecht hat eine Autorin?

Heute erzähle ich dir, wie der Gmeiner-Verlag den Titel für meinen neuen Roman entwickelt hat, der lautet: „Der Parfümeur aus der Glockengasse, der ein Blumenmädchen liebte – Die Anfänge einer Duftdynastie“.

Arbeitstitel ist nicht gleich finaler Buchtitel

Wenn ich an einem Manuskript schreibe und es bei einer Agentur oder einem Verlag vorstelle, trägt es noch den sogenannten Arbeitstitel. Den vergebe ich selbst und versuche dabei, möglichst prägnant und bestenfalls auch wohlklingend die Essenz meiner Geschichte auszudrücken.

Bei meinen bisherigen beiden historischen Romanen lauteten die Arbeitstitel „Das Lachen der Pinguine“ und „Im Takt ihrer Träume“. Wie du merkst: Diese Arbeitstitel haben dem Verlag so gut gefallen, dass sie als finale Buchtitel übernommen worden sind. Das ist jedoch eher die Ausnahme.

Der Arbeitstitel für meinen Kölnisch-Wasser-Roman lautete: „Die Kölner Duft-Dynastie.

Nachdem ich im September 2025 den Verlagsvertrag mit Gmeiner geschlossen und das Manuskript im November eingereicht habe, begannen die Rädchen im Verlags-Getriebe zu laufen: Die Abteilungen Marketing und Vertrieb ebenso wie das Lektorat haben sich Gedanken über die Vermarktung meines Romans gemacht, der vom Verlag als überregionaler Spitzentitel im Herbstprogramm 2026 platziert wird.

Du musst wissen, dass die Entscheidungshoheit über den Buchtitel und die werblichen Texte beim Verlag liegt, denn dieser hat die Rechte am Manuskript gekauft und trägt auch das finanzielle Risiko, ob ein Buch im Verkauf die Produktionskosten wiedereinspielt.

Doch niemand kennt den Inhalt des zu verkaufenden Buches besser, als die Autorin / der Autor, sodass der Verlag diese eng miteinbezieht: Ich durfte einen Fragebogen ausfüllen. Darin habe ich Vorschläge für verschiedenartige Texte (u.a. den Klappentext) formuliert. Aus meinen Vorschlägen hat die Lektorin zusammen mit der Marketing-Abteilung dann die werblichen Texte erstellt, die in der Programmvorschau des Verlags und für den Buchhandel verwendet werden.

Buchtitel

Die Marketingprofis wissen: Der Buchtitel ist sehr wichtig, denn darin stecken wesentliche Infos: worum es geht (Person, Ort) und die Emotion und Atmosphäre (je nach Genre darf der Buchtitel auch rätselhaft klingen und neugierig machen).

So hat der Verlag auch am perfekten Titel länger getüftelt, bis die Wahl schließlich darauf gefallen:

Der Parfümeur aus der Glockengasse, der ein Blumenmädchen liebte – Die Anfänge einer Duftdynastie“.

Das Stammhaus in der Glockengasse in Köln.

Nun weißt du, dass der Buchtitel und die dazugehörigen werblichen Texte für meinen Roman in enger Zusammenarbeit zwischen mir und dem Verlag entstanden sind.

Wie geht es dir als Lesebegeisterte? Was nimmst du bei einem Buch als Erstes wahr?

Hier siehst du, wie mein Roman in der Gmeiner-Programmvorschau für den Herbst 2026 präsentiert wird:

Aus der Programmvorschau für Herbst 2026 des Gmeiner-Verlags

Dank Jonas Kaufmann springt der Funke der Operette über und reißt das Publikum in der Alten Oper Frankfurt von den Sitzen

Frankfurt, 9. Mai 2026

Im fulminanten Abschlusskonzert seiner Operetten-Tournee erweist sich Star-Tenor Jonas Kaufmann als wahrer Botschafter dieses Repertoires, das heutzutage fast in der Versenkung verschwunden ist. Das mitreißende Programm mit Stücken von ungarischen Komponisten wie Emmerich Kálmán, Franz Lehár, Karl Goldmark und Paul Abraham bietet eine große Bandbreite von Gefühlen. Mal wird in melancholischen Tönen die Heimatliebe besungen, dann übernimmt die Sehnsucht nach einem Ort der rosaroten Glückseligkeit. Zudem schwelgen Tenor und Sopran mit einigem Herzschmerz in der Liebe und nicht zuletzt jubilieren und tanzen sie voller Ausgelassenheit und vermitteln pure Lebensfreude, wobei das Publikum begeistert mitgeht.

Malin Byström und Jonas Kaufmann. Foto © Andreas Etter.

Dabei wird das ungarisches Flair spürbar, so wie es die damaligen Komponisten in nostalgischer Verklärung ihrer Heimat gezeichnet haben. Denn sie wollten sich mit ihrer Musik gegen die kulturelle Dominanz der Donaumonarchie behaupten. Gleich die erste Arie „Mondd meg, hogy imádom a pesti nőket“ (Wenn es Abend wird / Grüß mir mein Wien) singt Jonas Kaufmann mit schwärmerischer Samtigkeit auf Ungarisch.

Danach begrüßt der Tenor sein Publikum und erklärt, warum gerade dieses Stück in seiner Ursprungssprache dargeboten werden müsse, weil es eine Hommage an Budapest und die ungarischen Frauen sei, anders als in der deutschen Übersetzung, in der das Loblied der Donaumetropole und den reizenden Frauen aus Wien gilt. Eloquent und einnehmend vermittelt Kaufmann seine Begeisterung für das Operetten-Repertoire, dem er sein neues Album „Magische Töne“ gewidmet hat. Die dazu passende Tournee hat ihn und seine musikalische Begleitung in diesen Wochen durch 13 Städte in Europa geführt. Frankfurt ist an diesem Abend das letzte Konzert und der Tenor bekennt, dass ihn heute einige Wehmut überkommt und er sein geliebtes Operetten-Repertoire vermissen wird und sich gleichzeitig schon auf seine nächste Tournee freut (die er im Frühjahr 2027 mit einem Verdi-Programm bestreiten wird).

Jonas Kaufmann. Magische Töne Album. Foto: Sony Classical 2026_c_Dario Acosta

Lebensfreude und Feierlaune versprühen die dargebotenen Arien und Duette, die in eine sorgenfreie Welt entführen „wo die Rosen blühn“ („Komm mit nach Varasdin“), wo Kaufmann und seine Bühnenpartnerin, die Sopranistin Malin Byström verspielt dazu tanzen – mit Bewegungen, die an den Charleston erinnern. Die Tanzfreude setzt sich fort im Duett „Tanzen möcht ich … Tausend kleine Engel singen“, bei dem Tenor und Sopran schwungvoll im Walzertakt über die Bühne zu fegen. In der letzten Zugabe „Die Juliska aus Budapest“ hüpfen und klatschen beide ausgelassen und Kaufmann nimmt am Ende sogar den Platz des Dirigenten Jochen Rieder ein, der zuvorkommend sein Podest geräumt hat, und dirigiert die finalen Takte des Orchesters mit jungenhaftem Vergnügen.

Auch den Musizierenden der Philharmonie Baden-Baden merkt man an, dass der Enthusiasmus von Kaufmann und die mitreißende Musik im Laufe der Tournee auf sie übergesprungen ist: So erheben sich die ersten Geiger bei den Tanzeinlagen der Solisten ebenfalls von ihren Stühlen und schwingen mit in dieser Feierlaune.

Malin Byström und Jonas Kaufmann. Foto © Andreas Etter.

Mit dieser musikalisch zelebrierten Glückseligkeit trifft Kaufmann auch den Nerv seines Publikums. In der heutigen Zeit, in der wir täglich mit Nachrichten von Kriegen und Katastrophen konfrontiert werden, kommt eine solche Weltflucht gerade gelegen. Wer möchte nicht für kurze Zeit seine Sorgen vergessen?

So ist es nicht verwunderlich, dass dieses Repertoire seine Glanzzeit im Nachkriegsdeutschland und im Österreich der 1950er und 60er Jahre erlebt hat. Diese Stücke dürften einigen Menschen von den Schallplatten von Rudolf Schock bekannt sein, der sie seinerzeit zu Gassenhauern gemacht hat. Auch heute zaubert diese Musik den Zuhörenden ein Lächeln auf die Lippen.

Doch es gibt auch leise und innige Momente an diesem Abend. Besonders ergreifend interpretiert Jonas Kaufmann „Immer nur lächeln“, was den Zwiespalt zwischen der Sehnsucht nach Glück und Zufriedenheit und der Realität bestens zum Ausdruck bringt. Geht es in dem Lied nur um eine Frau, deren Liebe der Sänger nicht gewinnen kann, so dringt das Gefühl der Melancholie und einer bitteren Wahrheit jedoch tiefer.

Wenn es im Text heißt: „Lächeln trotz Weh und tausend Schmerzen, Doch wie’s da drin aussieht, geht niemand etwas an“, dann wundere ich mich nicht, dass dieses Lied geradezu als Lebensmotto der Menschen von damals gelten konnte, die vom 2. Weltkrieg traumatisiert waren und über ihre schlimmen Erinnerungen und ihre Schuld möglichst den Mantel des Schweigens gehüllt haben. Da kamen diese gutgelaunten Lieder mit viel Zuckerguss gerade recht. Man wollte eine heile Welt beschwören, die es nie gegeben hat – auch nicht, als diese Musik entstanden ist. Denn wenn man genau hinhört, schwingt auch viel Traurigkeit in diesen Stücken mit.

So macht Kaufmann im „Wolgalied“ (Allein, wieder allein) die Einsamkeit eines Soldaten, der auf verlorenem Posten für sein Vaterland kämpft auf eindringliche Weise spürbar. Dabei zeigt Kaufmann die vielen Schattierungen seiner Stimme, die in der Mittellage balsamisch weich und warm klingt.

Zwischen den Stücken erweist sich Kaufmann als spontaner und charmanter Moderator. Das Stück „Mint száműzött, ki vándorol … Hazám, hazám, te mindenem“ sei quasi die inoffizielle Nationalhymne der Ungarn, das Wort „Hazám“ bedeute „Heimat“ erklärt er. Diese Musik drücke das Selbstverständnis der Ungarn als eigenständiges Land aus, auch wenn es sich damals als Königreich in der Donaumonarchie dem mächtigen Kaiserreich Österreich unterordnen musste. Was wir heute über diese Zeit wüssten, stamme aus dem „Bildungsfernsehen mit Romy Schneider“ witzelt der Tenor und sorgt damit für einige Lacher bei den Leuten, die wohl alle mit den schnulzigen „Sissi“-Filmen groß geworden sind.

Das Programm bietet auch große romantische Gefühle, so in der schwärmerischen Arie eines frisch verliebten Jünglings „O Mädchen, mein Mädchen“ aus Friederike. Hier stellt Kaufmann in der Anmoderation den Bezug zu Frankfurt her, denn der Held dieser Operette ist kein geringerer als Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe, ein Kind dieser Stadt, dessen erste große Liebe hier für „süße“ Unterhaltung sorge.

Ein besonders magischer Moment des Abends ist die Arie „Magische Töne, berauschender Duft“ aus Die Königin von Saba, die Kaufmann zart und betörend mit Kopfstimme singt und dabei in eine sphärische Welt aus Goldstaub entführt. Begleitet wird der Tenor dabei von den himmlischen Klängen der Harfe.

Jonas Kaufmann beweist an diesem Abend seine Vielseitigkeit als Interpret und setzt seine Stimmfarben und sein goldenes Timbre schmeichlerisch und gefühlvoll ein, doch auch die schwungvollen und heroischen Momente gelingen ihm bestens.

Auch die Schwedin Malin Byström vermag mit ihrem dramatischen Sopran das Publikum zu begeistern. An der Seite von Kaufmann erweist sie sich als selbstbewusste und stimmstarke Duettpartnerin. Zwar wirkt das ungarische Temperament auf mich ein wenig aufgesetzt. Doch mit der letzten Arie „Meine Lippen, sie küssen so heiß“ gelingt ihr ein feuriger Höhepunkt.

Jonas Kaufmann (Tenor), Malin Byström (Sopran) und Jochen Rieder (Dirigent) beim Schlussapplaus. Foto © Andreas Etter.

Der Star-Tenor und die Sopranistin bieten einen mitreißenden und bewegenden Musikgenuss auf höchstem Niveau, auch die Philharmonie Baden-Baden unter der Leitung von Jochen Rieder trägt ihren Teil zu diesem gelungenen Abend bei. Das Publikum in der Alten Oper Frankfurt gibt begeisterte Standing Ovations und wird mit fünf Zugaben belohnt.

PROGRAMM

Emmerich Kálmán (1882–1953)

Ouvertüre

Wenn es Abend wird (Grüß mir mein Wien) / Mondd meg, hogy imádom a pesti nőket

aus: Gräfin Mariza

Franz Lehár (1870–1948)

Hör’ ich Cymbalklänge

aus: Zigeunerliebe

Franz Lehár

Allein, wieder allein (Wolgalied)

aus: Der Zarewitsch

Emmerich Kálmán

So verliebt kann ein Ungar nur sein (Tief wie der Bergsee)

aus: Der Teufelsreiter

Johann Strauß (Sohn) (1825–1899)

Einzugsmarsch

aus: Der Zigeunerbaron

Emmerich Kálmán

Komm mit nach Varasdin

Komm, Zigány

aus: Gräfin Mariza

Ferenc Erkel (1810–1893)

Mint száműzött, ki vándorol … Hazám, hazám, te mindenem

aus: Bánk bán

Pause nach ca. 45 Minuten

Franz Lehár

Ouvertüre

Immer nur lächeln

Wer hat die Liebe uns ins Herz gesenkt

aus: Das Land des Lächelns

Franz Lehár

O Mädchen, mein Mädchen

aus: Friederike

Karl Goldmark (1830–1915)

Nacht-und Festmusik

Magische Töne, berauschender Duft

aus: Die Königin von Saba

Emmerich Kálmán

Heia, heia, in den Bergen ist mein Heimatland

Tanzen möcht ich … Tausend kleine Engel singen

aus: Die Csárdásfürstin

ZUGABEN

Paul Abraham, Will dir die Welt zu Füßen legen, aus: Die Blume von Hawaii
Franz Lehár, Meine Lippen, die küssen so heiß, aus: Giuditta
Franz Lehár, Schön wie die blaue Sommernacht, aus: Giuditta
Paul Abraham, Nur ein Mädel gibt es auf der Welt, aus: Viktoria und ihr Husar
Fred Raymond, Die Juliska aus Budapest, aus: Maske in Blau

„Immer nur lächeln“ singt Jonas Kaufmann und entführt das Hannoveraner Publikum in die heile Welt der ungarischen Operette

Hannover, 26. April 2026

Hannover war an diesem Wochenende für Klassik-Stars und -Fans der „place to be“. So trafen sich am Sonntagmorgen beim Frühstück im Hotel zwei der bekanntesten Tenöre der Welt: Jonas Kaufmann und Rolando Villazón, der am Abend zuvor sein Konzert im HCC gegeben hatte und seinen Kollegen dort bereits schriftlich ein herzliches „Toi toi toi“ hinterlassen hatte. Auch die beiden Sopranistinnen Malin Byström und Camilla Nylund waren mit von der Partie bei diesem „Klassenfoto“ aus dem Frühstücksraum des Hotels, das sie via Social Media mit ihren Fans geteilt haben.

Rolando Villazón (Tenor), Malin Byström (Sopran), Jonas Kaufmann (Tenor), Camilla Nylund (Sopran) und Jochen Rieder (Dirigent). Foto: Instagram von Jonas Kaufmann.
Jonas Kaufmann trifft Rolando Villazón. Foto: Instagram von Jonas Kaufmann (26.04.2026).
Rolando Villazón wünscht Jonas und Malin „toi toi toi“. Fotos: Instagram von Rolando Villazón (25.04.2026)

Am Abend präsentierte sich Jonas Kaufmann dann im festlichen Frack im gut gefüllten Kuppelsaal und begeisterte sein Publikum mit einem heutzutage fast in der Versenkung verschwundenen Programm aus der ungarischen Operette von Komponisten wie Emmerich Kálmán, Franz Lehár, Karl Goldmark und Paul Abraham.

Star-Tenor Jonas Kaufmann. Foto-Credit: Sören L. Schirmer / Deutsche Klassik

Gleich die erste Arie „Mondd meg, hogy imádom a pesti nőket“ (Wenn es Abend wird / Grüß mir mein Wien) singt er mit schwärmerischer Samtigkeit auf Ungarisch. Danach begrüßt der Tenor sein Publikum und erklärt, warum gerade dieses Stück in seiner Ursprungssprache dargeboten werden müsse, weil es eine Hommage an Budapest und die ungarischen Frauen sei, anders als in der deutschen Übersetzung, in der das Loblied der Donaumetropole und den reizenden Frauen aus Wien gilt. Eloquent und mit viel Charme vermittelt Kaufmann seine Begeisterung für das Operetten-Repertoire, dem er sein neues Album „Magische Töne“ gewidmet hat. Die dazu passende Tournee führt ihn und seine musikalische Begleitung in diesen Wochen durch 13 Städte in Europa. In Hannover wird heute mit Station Nr. 7 sozusagen das Bergfest gefeiert.

Jonas Kaufmann. Foto-Credit: Sören L. Schirmer / Deutsche Klassik

Lebensfreude und Feierlaune versprühen die dargebotenen Arien und Duette, die in eine sorgenfreie Welt entführen „wo die Rosen blühn“ („Komm mit nach Varasdin“) und wo man ausgelassen tanzt, was Tenor und Sopran auch zum Anlass nehmen, schwungvoll im Walzertakt über die Bühne zu fegen (in „Tanzen möcht ich … Tausend kleine Engel singen“ ) und in der letzten Zugabe ausgelassen zu hüpfen und zu klatschen („Die Juliska aus Budapest“).

Jonas Kaufmann und Malin Byström. Foto von Arabella Meran

In der heutigen Zeit, in der wir täglich mit Nachrichten von Kriegen und Katastrophen konfrontiert werden, kommt eine solche Weltflucht gerade gelegen. Wer möchte nicht für kurze Zeit seine Sorgen vergessen?

So ist es nicht verwunderlich, dass dieses Repertoire seine Glanzzeit im Nachkriegsdeutschland und im Österreich der 1950er und 60er Jahre erlebt hat. Diese Stücke dürften einigen Menschen von den Schallplatten von Rudolf Schock bekannt sein, der sie seinerzeit zu Gassenhauern gemacht hat. Auch heute zaubert diese Musik den Zuhörenden ein Lächeln auf die Lippen.

Jonas Kaufmann. Foto-Credit: Sören L. Schirmer / Deutsche Klassik

Besonders ergreifend interpretiert Jonas Kaufmann an diesem Abend „Immer nur lächeln“, was den Zwiespalt zwischen der Sehnsucht nach Glück und Zufriedenheit und der Realität bestens zum Ausdruck bringt. Geht es in dem Lied nur um eine Frau, deren Liebe der Sänger nicht gewinnen kann, so dringt das Gefühl der Melancholie und einer bitteren Wahrheit jedoch tiefer.

Wenn es im Text heißt: „Lächeln trotz Weh und tausend Schmerzen, Doch wie’s da drin aussieht, geht niemand etwas an“, dann wundere ich mich nicht, dass dieses Lied geradezu als Lebensmotto der Menschen von damals gelten konnte, die vom 2. Weltkrieg traumatisiert waren und über ihre schlimmen Erinnerungen und ihre Schuld möglichst den Mantel des Schweigens gehüllt haben. Da kamen diese gutgelaunten Lieder mit viel Zuckerguss gerade recht. Man wollte eine heile Welt beschwören, die es nie gegeben hat  auch nicht, als diese Musik entstanden ist. Denn wenn man genau hinhört, schwingt auch viel Traurigkeit in diesen Stücken mit.

So macht Kaufmann im „Wolgalied“ (Allein, wieder allein) die Einsamkeit eines Soldaten, der auf verlorenem Posten für sein Vaterland kämpft auf eindringliche Weise spürbar.

Auch in „Mint száműzött, ki vándorol … Hazám, hazám, te mindenem“ bekommt die Traurigkeit ihren Raum und der Tenor lässt mit seiner gefühlvollen Interpretation das Flehen und Leiden eines Mannes im Exil, der sich verzweifelt nach seiner Heimat sehnt, dramatisch aufflackern. Dabei zeigt Kaufmann die vielen Schattierungen seiner Stimme, die in der Mittellage balsamisch weich und warm klingt.

Das Programm bietet auch große romantische Gefühle, so in der schwärmerischen Arie eines frisch verliebten Jünglings „O Mädchen, mein Mädchen“ aus Friederike.

Jonas Kaufmann und Malin Byström. Foto von Arabella Meran

Auch in den Duetten mit der schwedischen Sopranistin Malin Byström wird die Liebe betörend heraufbeschworen, so in „Wer hat die Liebe uns ins Herz gesenkt“.

In einigen Solo-Stücken („Hör’ ich Cymbalklänge“ aus Zigeunerliebe) zeigt die Sopranistin ihre Stimmstärke und interpretiert mit großer Imbrunst, sowohl im Gesang als auch in der Mimik, was für meinen Geschmack jedoch zu dramatisch für dieses Repertoire wirkt. Doch das Publikum reagiert begeistert, vor allem mit „Meine Lippen, sie küssen so heiß“ aus Giuditta kann sie punkten.

Malin Byström. Foto-Credit: Sören L. Schirmer / Deutsche Klassik

Jonas Kaufmann beweist an diesem Abend seine Vielseitigkeit als Interpret und setzt seine Stimmfarben und sein goldenes Timbre schmeichlerisch und gefühlvoll ein. Einzig bei den dramatischen Höhen klingt seine Stimme nicht ganz so kraftvoll, wie man es von ihm gewohnt ist. Hier fehlt es seiner Stimme an diesem Abend ein wenig an Frische, was sicherlich am fordernden Tour-Programm liegt, das von ihm (und allen Mitwirkenden) Auftritte an jedem zweiten Abend verlangt. Dazwischen liegt immer ein Reisetag (oft mit dem Flugzeug, gerade kommt das Ensemble aus Budapest), was einer echten Erholung und Regeneration der Stimmbänder sicherlich nicht zuträglich ist. Umso erstaunlicher, mit wie viel Energie und Freude sich Tenor und Sopran hier präsentieren.

Eine solche Tournee mit Orchester erfordert einiges an Logistik. Hier die Transportboxen der großen Instrumente. Foto: Arabella Meran.
Eine reiselustiges Team. Foto: Instagram von Jonas Kaufmann.

Ein besonders magischer Moment des Abends ist die Arie „Magische Töne, berauschender Duft“ aus Die Königin von Saba, die Kaufmann zart und betörend mit Kopfstimme singt und dabei in eine sphärische Welt aus Goldstaub entführt. Begleitet wird der Tenor dabei von den himmlischen Klängen der Harfe.

Besonders zauberhaft ist das Spiel der Harfistin. Foto: Arabella Meran.

Der Star-Tenor und die Sopranistin bieten einen mitreißenden und bewegenden Musikgenuss auf höchstem Niveau, auch die Philharmonie Baden-Baden unter der Leitung von Jochen Rieder trägt ihren Teil zu diesem gelungenen Abend bei. Das Publikum im Kuppelsaal applaudiert begeistert und wird mit fünf Zugaben belohnt.

Jonas Kaufmann, Jochen Rieder und die Philharmonie Baden-Baden. Foto-Credit: Sören L. Schirmer / Deutsche Klassik
Jonas Kaufmann und Malin Byström. Foto von Arabella Meran
Jochen Rieder und die Philharmonie Baden-Baden. Foto-Credit: Sören L. Schirmer / Deutsche Klassik
Konzertplakat im Foyer des HCC. Foto: Arabella Meran.

PROGRAMM

Emmerich Kálmán (1882–1953)

Ouvertüre

Wenn es Abend wird (Grüß mir mein Wien) / Mondd meg, hogy imádom a pesti nőket

aus: Gräfin Mariza

Franz Lehár (1870–1948)

Hör’ ich Cymbalklänge

aus: Zigeunerliebe

Franz Lehár

Allein, wieder allein (Wolgalied)

aus: Der Zarewitsch

Emmerich Kálmán

So verliebt kann ein Ungar nur sein (Tief wie der Bergsee)

aus: Der Teufelsreiter

Johann Strauß (Sohn) (1825–1899)

Einzugsmarsch

aus: Der Zigeunerbaron

Emmerich Kálmán

Komm mit nach Varasdin

Komm, Zigány

aus: Gräfin Mariza

Ferenc Erkel (1810–1893)

Mint száműzött, ki vándorol … Hazám, hazám, te mindenem

aus: Bánk bán

Pause nach ca. 45 Minuten

Franz Lehár

Ouvertüre

Immer nur lächeln

Wer hat die Liebe uns ins Herz gesenkt

aus: Das Land des Lächelns

Franz Lehár

O Mädchen, mein Mädchen

aus: Friederike

Karl Goldmark (1830–1915)

Nacht-und Festmusik

Magische Töne, berauschender Duft

aus: Die Königin von Saba

Emmerich Kálmán

Heia, heia, in den Bergen ist mein Heimatland

Tanzen möcht ich … Tausend kleine Engel singen

aus: Die Csárdásfürstin

ZUGABEN

Paul Abraham, Will dir die Welt zu Füßen legen, aus: Die Blume von Hawaii

Franz Lehár, Meine Lippen, die küssen so heiß, aus: Giuditta

Franz Lehár, Schön wie die blaue Sommernacht, aus: Giuditta

Paul Abraham, Nur ein Mädel gibt es auf der Welt, aus: Viktoria und ihr Husar

Fred Raymond, Die Juliska aus Budapest, aus: Maske in Blau

Kuppelsaal Hannover. Foto: Arabella Meran.