Lernwelten – eine Kurzgeschichte

Kurzgeschichte „Lernwelten 2030“: Überblick und Wegweiser

Einladung zur Diskussion

Die Kurzgeschichte „Lernwelten 2030“ aus der Feder von Ulrike Günther und Dorit Günther entwirft ein Zukunftsszenario zum Studieren an einer fiktiven deutschen Hochschule im Jahr 2030 im Kontext der Digitalisierung. Die Geschichte greift Trendprognosen und Themen aus dem aktuellen wissenschaftlichen Diskurs rund um (virtualisierte) Lernarchitekturen, zukunftsweisende Lehr-Lernszenarien, heterogene Bildungsbiografien sowie die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf die Lebens- und Bildungswelt auf. Einige Aspekte werden zugespitzt dargestellt, um Diskussionsanlässe zu schaffen.

Mit der Kurzgeschichte möchten die Autorinnen diesen Themen ein menschliches Gesicht geben und die interessierte Community zur Diskussion über die Potenziale und Grenzen der Digitalisierung einladen. Dafür ist dieser Blog Gastgeber für eine Blogparade vom 1. März bis zum 30. April 2020. Moderatorin: Kerstin Liesegang

Personen und Schauplätze

Inhaltsverzeichnis und Themen

Kapitel 1 – Zukunftsträume fliegen von einer afrikanischen Bastmatte nach Berlin

Kenia: Ein Dorf bei Murang’a, Kibes Zuhause – 4. Februar 2030, 6:45 Uhr – Kibe frühstückt mit seiner Mutter und macht sich auf die Reise nach Berlin

  • Personen: Kibe (Kenianer, 25 Jahre), seine Mutter Mukami
  • Themen: digitalisierte Lebenswelt im ländlichen Kenia (Vermutung für das Jahr 2030); Traditionen (kulturelle Identität); Zugangsbarrieren zur Bildung (Kosten, Logistik) am Beispiel von Schulen in Kenia um 2013 und 2030

 

Kapitel 2 – Zukunftsträume in Berlin mit Bongos aus Afrika

Deutschland: Berlin Dahlem, Fionas Zuhause – 4. Februar 2030, 6:55 Uhr – Fiona frühstückt mit ihrem Vater und geht zum Campus

  • Personen: Fiona (deutsche Studentin, 21 Jahre), ihr Vater Steven Frankenfels (K.I.-Entwickler, 53 Jahre), KIM (künstlich intelligente Assistentin am Smartphone)
  • Themen: Künstliche Intelligenz im Lebensalltag (Wohnen, Arbeiten/Studieren); Planung der eigenen Lern- und Bildungsbiografie (teils durch K.I. unterstützt)

 

Kapitel 3 – Ein Learning Center mit vielen Gesichtern

Berlin: Am Campus der Ada Lovelace Universität – 8. Februar 2030, 10 Uhr – Kibe lernt Fiona und den Campus kennen

  • Personen: Fiona, Kibe, Nele (ebenfalls Studentin)
  • Themen: physische und virtuelle Lernarchitekturen (mit Überlagerungen und Übergängen) am Campus einer fortschrittlichen deutschen Hochschule, Lernräume eines Learning Centers; Studierende als Mitgestaltende der Hochschule; die Collage als (didaktische) Methode; Vernetzung der Hochschule mit anderen Einrichtungen

 

Kapitel 4 – Virtuelle Wörterwelten: Wissenschaft und Magie

Berlin: Am Campus der Ada Lovelace Universität – 12. Februar 2030, 11 Uhr – Fiona und Kibe besuchen die Learning Library

  • Personen: Fiona, Kibe, der Wizard (künstlich intelligenter Literaturrecherche-Assistent der virtuellen Bibliothek), Nele (ebenfalls Studentin, 21 Jahre)
  • Themen: klassische versus virtualisierte Bibliothek; Überfachliche Kompetenzen; Manipulierbarkeit von K.I.; Seilbahn als innerstädtisches Verkehrsmittel der Zukunft

 

Kapitel 5 – Wege entstehen im Gehen

Berlin: Am Campus der Ada Lovelace Universität – 22. Februar 2030, 14 Uhr – Fiona in der Studienberatung bei Birgit Lindenbaum, Professorin für Pädagogik

  • Personen: Fiona, Birgit Lindenbaum (Professorin für Pädagogik, Studienberaterin, 60 Jahre)
  • Themen: Gestalten der eigenen Bildungsbiografie; Bedeutung von Studienberatung; Arten von Studienleistungen und Prüfungsformen

 

Kapitel 6 – Lernwege und Vorbilder

Berlin Spandau: Innovation Hub der Firma FUTURA – 8. Mai 2030

I. Fiona und Kibe im Workshop von Dozent Steven Frankenfels – 11 Uhr

II. Kibe holt Rat bei Steven Frankenfels ein und erzählt von seinem Bildungsweg – 14 Uhr

III. Steven Frankenfels hat einen neuen Werbeauftrag für die Kunstfigur „Estello“ – 15 Uhr

  • Personen: Fiona, Kibe, Steven Frankenfels in seiner Rolle als Dozent, Andy (Leiter einer Social Media Marketing Agentur)
  • Themen: Methodik und Didaktik von Workshops; Überfachliche Kompetenzen; Bildungsbiografien der Zukunft; Micro Master; offene Bildungsinhalte (z. B. MOOCs); Vermischung von realen und künstlich intelligenten Personen/ Influencern in sozialen Netzwerken; Manipulierbarkeit von Menschen

 

Kapitel 7 – Wortgefecht

Berlin: Am Campus der Ada Lovelace Universität – 28. Mai 2030, 9 Uhr – Fiona und Kibe diskutieren

  • Personen: Fiona, Kibe
  • Themen: Rolle von Ethik und Diskurskultur; Rolle von Künstlicher Intelligenz als „Entscheidungsberater“ – insbesondere beim Gestalten der persönlichen Bildungsbiografie

 

Denkanstöße für eine Diskussion

  • Welche menschlichen Bedürfnisse sind unveränderlich und welche Kommunikations- und Lernpraktiken werden sich durch das verstärkte Agieren in einer augmentierten und virtuellen Realität verändern?

  • Welche Lernarchitekturen bieten die Hochschulen der Zukunft für ein Zusammenspiel aus physischen und virtuellen Lernräumen und Werkzeugen?

  • Wodurch zeichnen sich die vielfältigen Bildungsbiografien der Zukunft aus? Welche (über)fachlichen Kompetenzen benötigen Studierende für den künftigen Arbeitsmarkt und wie stellen Hochschulen die Weichen?

  • Werden ethische und pädagogische Leitprinzipen (z. B. hinsichtlich einer Persönlichkeitsentwicklung) künftig eher Ballast oder „Rettungsanker“ sein?

  • Welche (bildungsbezogenen) Handlungsfelder des Menschen werden künftig am meisten von der Digitalisierung und K.I. verändert werden?

  • Wird sich die Unterscheidbarkeit zwischen realen und virtuellen (künstlich intelligenten) Dingen und Menschen künftig verstärkt auflösen? In welchen Kontexten ist die Abgrenzung zwischen „echt“ und „fake“ überhaupt wichtig?

 

Begriffserläuterungen: Digitales und Kenia

Bezugspunkte: Fachliteratur und Populärkultur

Interview: Die Kenianerin Kate Ouma erzählt von ihrem Heimatland [folgt in Kürze]

Die Autorinnen stellen sich vor

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