Blogparade Lernwelten 2030

Wir laden dich herzlich zu unserer Blogparade vom 1. März bis 30. April 2020 ein! Moderatorinnen: Ulrike Günther und Kerstin Liesegang

Was denkst du, wie dein Leben und Lernen in 10 Jahren in der digitalisierten Welt aussehen wird?

Die Kurzgeschichte “Lernwelten 2030” entwirft ein Zukunftsszenario zum Studieren an einer fiktiven deutschen Hochschule im Jahr 2030 im Kontext der Digitalisierung. Die Geschichte greift Trendprognosen und Themen aus dem aktuellen Diskurs rund um (virtualisierte) Lernarchitekturen, zukunftsweisende Lehr-Lernszenarien, heterogene Bildungsbiografien sowie die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf die Lebens- und Bildungswelt auf.  Mit der Kurzgeschichte möchten die Autorinnen Ulrike Günther und Dorit Günther diesen Themen ein menschliches Gesicht geben und die interessierte Community zur Diskussion über die Potenziale und Grenzen der Digitalisierung einladen.

So machst du bei der Blogparade mit:

  • Schreibe auf deinem eigenen Blog einen Artikel (rund um das Thema Lernwelten) und teile bitte den Link zu deinem Blogbeitrag mit uns über die Kommentarfunkton (unten).
  • Wenn du keinen eigenen Blog hast, kannst du uns deinen Beitrag per E-Mail (an: blogparade-lernwelten2030[at]gmx.de) zusenden und wir veröffentlichen ihn hier als Gastbeitrag.
  • Oder schreibe deinen Beitrag direkt in das Kommentarfeld bei einem bestimmten Kapitel der Kurzgeschichte, das dich besonders inspiriert (eine Übersicht über die Kapitel findest du hier: Wegweiser)

Worüber du schreibst, steht dir frei  – lass dich von der Geschichte “Lernwelten 2030” inspirieren! Du kannst entweder in der Story bleiben und die Handlung weiterschreiben oder einen Text im Stil deiner Wahl schreiben (z.B. einen Essay, ein Gedicht, eine Collage, ein Manifest) und darin deine Gedanken rund um die aufgeworfenen Themen ausdrücken.

Wir freuen uns auf deinen Beitrag!

Hier ist die Parade unterwegs…

  • Den Anfang macht Sandra mit einer Fortsetzungs-Szene zu Kapitel 7, in der Fiona, Kibe und Micky über die Menschenkenntnis bei Menschen und K.I.’s diskutieren – wie unterschiedlich ist sie ausgeprägt, gehört Einfühlungsvermögen auch dazu und wie beeinflusst sie Verhalten und Entscheidungen?
  • Im Anschluss-Dialog zu Kapitel 7 von Elisa findet Fiona, dass die Einbeziehung von Emotionen, Handlungen und Denkweisen auf jeden Fall zur Menschenkenntnis dazu gehören. Kibe glaubt, dass eine K.I. in Zukunft den Menschen vielleicht doch übertreffen kann. Aber kann sie jemals unfehlbar sein?
  • Im dystopischen Zukunftszenario von Urs ermächtigt sich die K.I. Micky selbst, indem sie sich einen Namen gibt. Seine menschlichen Schöpfer verlieren sich in intellektuellen Debatten über diese Namenswahl, während sie von ihren selbst programmierten Drohnen zu Gefangenen gemacht werden. Kann die archaische Spielkonsole Atari die Menschen aus dieser digitalen Diktatur befreien?
  • Im utopischen Gegenentwurf von Miss Novice trifft Kibe Fiona im Sommer 2032 in einer bäuerlichen Kommune auf dem Lande wieder. Hier gibt es Hounderblütensirup mit Brunnenwasser und eine alternative Schule. Kein WLAN? Kein Problem. Auch Kibe ist Lehrer geworden – aber wen unterrichtet er und worin?
  • Auch Sabine entführt uns ins Jahr 2032, allerdings in ein Raumschiff in ferne Galaxien. Womit hat sich Micky wohl infiziert und wird er dadurch menschlicher?
  • Mo lädt uns in ihrer Collage in die Welten des digitalen Lernens und der virtuellen Begegnungen ein.
  • Anne nimmt uns mit ins Altenheim im Jahr 2030 zur lesebegeisterten Agathe, die vom Pflegeroboter Pingu betreut wird – ihre Gespräche kreisen natürlich um Bücher, was kuriose Nebenwirkungen hat…
  • Henning führt das Gespräch zwischen Kibe und Fiona fort – warum zeigt Fiona eigentlich so wenig Mitgefühl für die Enttäuschung von Kibe? Dann geht Kibe ein Licht auf…

 

Für weitere interessierte Mitschreiber*innen:

Schreibimpulse für ein Weiterschreiben der Handlung (siehe Kapitel 7)

  • Wie könnte das Gespräch zwischen Fiona, Kibe und Micky weitergehen?
  • Kibe telefoniert mit seiner Mutter über SkypeMAX. Gibt er zu, dass er enttäuscht ist oder hält er für sie das Bild der heilen Welt aufrecht? Hat er vielleicht Heimweh?
  • Was postet Fiona auf Instagram / InstaREAL?
  • Stellt Fiona ihren Vater zur Rede? Du könntest eine Szene in der Küche beim Abendessen schreiben, vielleicht ist Micky auch eingeladen…

Denkanstöße 

  • Welche menschlichen Bedürfnisse sind unveränderlich und welche Kommunikations- und Lernpraktiken werden sich durch das verstärkte Agieren in einer augmentierten und virtuellen Realität verändern?

  • Welche Lernarchitekturen bieten die Hochschulen der Zukunft für ein Zusammenspiel aus physischen und virtuellen Lernräumen und Werkzeugen?

  • Wie sehen ein innovatives Learning Center und eine Bibliothek der Zukunft aus?

  • Wodurch zeichnen sich die vielfältigen Bildungsbiografien der Zukunft aus? Welche (über)fachlichen Kompetenzen benötigen Studierende für den künftigen Arbeitsmarkt und wie stellen Hochschulen die Weichen?

  • Werden ethische und pädagogische Leitprinzipen (z. B. hinsichtlich einer Persönlichkeitsentwicklung) künftig eher Ballast oder „Rettungsanker“ sein?

  • Welche (bildungsbezogenen) Handlungsfelder des Menschen werden künftig am meisten von der Digitalisierung und K.I. verändert werden?

  • Wird sich die Unterscheidbarkeit zwischen realen und virtuellen (künstlich intelligenten) Dingen und Menschen künftig verstärkt auflösen? In welchen Kontexten ist die Abgrenzung zwischen „echt“ und „fake“ überhaupt wichtig? 

Titelbild von Gerd Altmann, frei nutzbar nach Pixabay Licence

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6 Antworten auf „Blogparade Lernwelten 2030“

    1. Vielen Dank für deinen Beitrag liebe Sabine!
      Ich habe von dieser Serie bisher einen sagenhaften Sicherheitsabstand gewahrt – ohne zu wissen, wie ansteckend sie wirklich ist. Dass Micky nun auch infiziert ist und sich mit diesem Laster nun seinen menschlichen Schöpfern assimiliert hat, ist möglicherweise ein Wurmloch in der Matrix. Intergalaktische Virologen werden in diesen Nanosekunden dazu befragt. Ihre Antwort wird uns in wenigen Lichtjahren erreichen. Derweil breitet sich die Picardomie ungebremst aus, im WorldWideWeb sind schon einige Datenregale leer – besonders die Picard-Filmrollen im 10erPack sind restlos ausgeräumt.

      Vulkanische Grüße
      Ulrike

    1. Vielen Dank liebe Mo für deinen Beitrag zur Blogparade!
      Ich bin total fasziniert von deiner Collage. Die vielen positiven Sätze, die mir die scheinbar grenzenlosen Möglichkeiten des virtuellen Lern-Raums schmackhaft machen (verbinden, denken, verstehen, spielen), spiegeln nicht ganz das Gefühl wieder, das die Bilder im dunkelblauen Raum in mir auslösen – undurchsichtig-düster, dann wieder gleißend hell, der Fisch im Aquarium (zu viel Transparenz) – das alles empfinde ich ambivalent – es gibt auch Schattenseiten. Danke für diesen facettenreichen Kosmos.

  1. Liebe Ulrike, liebe Dorit
    ich habe es geschafft einen Beitrag zu Eurer Blogparade beizusteuern. https://frankfurterschreiblust.wordpress.com/2020/03/26/blogparade-lernwelten-2030-niemand-ist-eine-insel/
    Ich bin zwar ein Stück weit meiner realen Welt verhaftet geblieben und dennoch ist es eine Zukunftsvision geworden. Ich war selbst erstaunt, wieviel Spaß es gemacht hat, diesen Beitrag zu entwickeln. Danke für Eure Anregung.
    Liebe Grüße
    Anne

    1. Vielen Dank liebe Anne für deinen sehr bereichernden Beitrag zur Blogparade! 🙂
      Ich würde mir von Pingu auch gerne das Frühstück bringen lassen und sein Kopffell streicheln – auch wenn er ein kleines Buch-Titel-Tourette mit Kaufzwang hat. Die lebensfrohe und leseleidenschaftliche Agathe als Vorlese-Fee sehe ich deutlich vor mir. So kann man doch gut alt werden, finde ich.

      Hier mein Märchen-Elfchen in modernen Zeiten (2020 oder 2030 – so viel ändert sich in dieser Beziehung glaube ich nicht):

      Dornröschen
      im Turm
      flirtet auf Tinder
      der Prinz hat Datenstau
      Dauersingle

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