Jahresrückblick 2025 auf mein Autorinnenleben

Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu und es ist Zeit, innezuhalten und zurückzublicken. Für mich als Autorin war es ein Jahr voller Inspiration und Wörter, die zu Geschichten wurden. Voller Hoffnungen, von denen sich einige erfüllt haben. Und ein Jahr reich an wunderbaren Begegnungen mit anderen Büchermenschen.

Was ich geschrieben habe

Im Januar 2025 habe ich das letzte Drittel meines Piemont-Romans geschrieben. Für diese Geschichte war ich im Oktober auf Recherchereise vor Ort und bin ab 1. November 2024 ins tägliche Schreiben eingestiegen. Das Manuskript in der ersten Fassung habe ich mit 550 Normseiten (130.000 Wörtern) fertiggestellt. Im Februar folgte dann nach dem super hilfreichen Feedback meiner bewährten Testleserin die erste Überarbeitung und Kürzung auf 520 Seiten.

Ohne Pause habe ich mich dann ins nächste Projekt (AT: „Wald“ / „Dorfgeheimnisse“) gestürzt, inspiriert durch eine Dokumentation über ein ganz besonderes Bergdorf im Trentino-Südtirol. Durch das Setting von Berg und Wald spielt bei meinem Gesellschaftsroman auch die Natur eine große Rolle, sodass ich den Romananfang am 3. März beim Deutschen Preis für Natur Writing eingereicht habe. Diese enge Frist hat mir zwar einerseits einigen Zeitstress gemacht, was meine Produktivität jedoch vorangetrieben hat.

In den folgenden 4 Monaten (März bis einschließlich Juni) habe ich täglich (außer sonntags) an meinem bisher ambitioniertesten Roman geschrieben. Es handelt sich um ein Gesellschaftsporträt im Mikrokosmos einer Dorfgemeinschaft mit alten Traditionen. Gleichzeitig gebe ich tiefe Einblicke in die Entwicklung einzelner Figuren, die in einer persönlichen Lebenskrise stecken (Trauer eines Witwers mit kleinen Kindern, ungewisse Herkunft eines Findelkindes und Gefangensein einer reifen Frau in häuslicher Gewalt).

Mein episches Werk hatte in seiner ersten Fassung 710 Normseiten (169.000 Wörter). Auch hier hat mir wieder eine Testleserin zur Seite gestanden, die mich ermutigt und mir kritisch-konstruktives Feedback gegeben hat. Im Juli habe ich das gesamte Manuskript überarbeitet und es auf 685 Seiten gekürzt (8.700 Wörter gestrichen, 1.600 neu geschrieben).

Unternehmens- und Familiensaga aus dem Rheinland

Dieses Projekt verfolge ich bereits seit 2021. Nach umfassender Recherche im Rheinland und in diversen Quellen hatte ich im Jahr 2023 bereits eine längere Leseprobe geschrieben (rund 200 Seiten / 48.000 Wörter. In diesem Jahr habe ich dieses Projekt wiederaufgegriffen und das Manuskript von Ende August bis Ende November vollendet. Die erste Fassung, die ich beim Gmeiner Verlag eingereicht habe, ist 530 Normseiten (118.800 Wörter) lang. Hinzu kommt noch ein Nachwort von 32 Seiten (8.170 Wörter).

Zudem habe ich zwei Artikel für die Federwelt – Das Magazin rund ums Schreiben“ verfasst, der erste aus dieser Serie ist im Oktober-Heft (Nr. 174) erschienen. Hierbei habe ich meine Kenntnisse vom Buchmarkt mit meiner Expertise als Volljuristin verbunden: „Ist das Kunst? Oder landet das vor Gericht?“ Es geht dabei um juristische Fallstricke für Autor:innen, wie man sie erkennt und am besten vermeidet. Vielen Dank an dieser Stelle an die Chefredakteurin Anke Gasch, die meinen Vorschlag für diese Artikelserie mit Begeisterung aufgenommen hat und als Lektorin mit viel Sprachgefühl am Text mit mir gefeilt hat.

Artikel in der „Federwelt“ (Oktober 2025)
Mein Schreibjahr 2025 in Zahlen
  • 1.250 Normseiten von Manuskripten geschrieben (= 300.000 Wörter)
  • 3 Romanprojekte: zu großen Teilen neu geschrieben und komplett überarbeitet: „Piemont“ mit 550 Seiten, „Wald / Dorfgeheimnisse“ mit 710 Seiten und historische Rheinland-Unternehmensgeschichte mit 530 Seiten.
  • 1 Romananfang (50 Seiten) für den Deutschen Nature Writing Preis eingereicht (März)
  • 2 Artikel für die „Federwelt – Das Magazin rund ums Schreiben““ verfasst: „Ist das Kunst oder landet das vor Gericht“ – juristische Fallstricke für Autor:innen kennen und vermeiden (Artikel Nr. 1 ist im Oktober erschienen, Artikel Nr. 2 wird im Februar 2026 erscheinen)
  • 1 literarische Kurzgeschichte geschrieben für den Walter-Serner-Preis 2025 mit dem Thema: „money, money, money“
  • Auf 2 Literatur-Stipendien beworben (ohne mit einer Zusage belohnt zu werden). 
Welche Verträge ich unterschrieben habe

Nach einer Zeit der Ungewissheit und diverser Absagen für meine Romanprojekte haben sich doch die Türen für mich geöffnet und ich konnte im Sommer (ohne Mitwirkung einer literarischen Agentur) mit dem Gmeiner Verlag einen Zwei-Buch-Vertrag für mein Rheinland-Projekt (historisch) und meinen Gardasee-Liebesroman (zeitgenössisch) unterschreiben. Ich freue mich riesig darüber, bei diesem etablierten Verlag ein gutes Zuhause für meine Romane gefunden zu haben. Ich kann es kaum erwarten, diese auch im stationären Buchhandel entdecken zu können, was neu für mich ist.

Eine große Freude war auch die Zusage von Saga Storify, aus meinem Debütroman „Das Lachen der Pinguine“ ein Hörbuch zu machen.

Zusage von Saga Storify
Welchen Menschen ich begegnet bin

Besonders wertvoll in meinem Autorinnenleben ist mir der Austausch mit anderen Schreibenden und Büchermenschen. Ein Fixpunkt für mich ist jeden Monat das Online-Treffen mit meinen „Mastermind“-Kolleg:innen, bei dem wir uns vertrauensvoll über unsere jeweilige Situation und den Buchbranche austauschen. Sehr schön in diesem Jahr war, dann ich einige aus dieser Gruppe endlich erstmalig persönlich treffen konnte (Astrid, Stephan, Katja, Petra und Susanne T.).

Dank der Autor:innenvereinigung DELIA und Instagram bin ich mit weiteren Autorinnen vernetzt, die ich auch endlich persönlich treffen konnte (z.B. Stefanie, Camilla und Alma in Berlin).

Treffen mit meiner geschätzten Autorin-Kollegin Stefanie Hohn in Berlin

Eine besonders schöne Begegnung hatte ich in Hamburg mit Karolin Pape, die das Hörbuch von „Das Lachen der Pinguine“ ganz wunderbar eingesprochen hat, das im November 2025 erschienen ist und zu dem ich bereits einige begeisterte Rückmeldungen von Hörerinnen erhalten habe. Bevor Karolin mit der Arbeit daran begonnen hat, konnten wir uns bei einem gemeinsamen Essen über meine Romanfiguren austauschen und haben in unseren Bücher- und Tee-Vorlieben erstaunliche Ähnlichkeiten festgestellt.

Arabella Meran und Karolin Pape, die das Hörbuch zu „Das Lachen der Pinguine“ ganz wunderbar eingesprochen hat.
Naturliebe und kulturelle Eindrücke in Berlin und auf Reisen

Meine Wahlheimat Berlin ist für mich nach wie vor ein Ort, der für mich meine beste „Basisstation“ darstellt, wo ich im häuslichen Arbeitszimmer in Ruhe schreiben kann und direkt vor der Haustür auch Natur vorfinde, in der ich mich bei meinen täglichen Spaziergängen erholen kann. Die Natur im Wechsel der Jahreszeiten ist für mich eine stetige Quelle der Inspiration und der Kraft.

Für zusätzliche Anregung sorgen die vielfältigen kulturellen Angebote von Berlin, die ich rege in mich einsauge. Fast an jedem Sonntag zieht es mich in eine Kunstausstellung, ein Museum oder zu einem landschaftlich oder architektonisch schönen Ort. Auch in die Oper und in klassische Konzerte sowie zu Lesungen (z.B. von Marc-Uwe Kling) gehe ich regelmäßig. Bei diesen schönen Ausflügen ins Kulturleben begleitet mich häufig meine Freundin Vera.

Doch auch andere Städte locken mich mit ihrem kulturellen Angebot und zur Recherche: Im Juni und September war ich in Paris. Außerdem in Hamburg und in München.

Was ich ins neue Jahr 2026 mitnehme und was mich erwartet

Ich freue mich auf ein neues Highlight in meiner Karriere: Das Erscheinen meines historischen Rheinland-Romans bei Gmeiner im Juli 2026.

Auch meine Tätigkeit für die Federwelt geht weiter: Im nächsten Jahr werden zwei weitere Artikel von mir mit juristischer Expertise bezogen auf den Buchmarkt dort erscheinen.

Dankbarkeit, Geduld und Zuversicht

Ich habe gelernt, dass ich in meinem Autorinnenleben viel Geduld brauche. Nicht jedes Manuskript findet sofort einen Verlagsvertrag. Doch kein Wort habe ich vergeblich geschrieben. Bei jeder Geschichte habe ich tief aus meinem Innern geschöpft und mich als Autorin weiterentwickelt. Manche Manuskripte sind wie Samenkörner, die noch in der Erde ruhen und wachsen müsse und ihre Zeit brauchen, bis starke Pflanzen aus ihnen werden, die mich dann reich mit ihren Früchten beschenken werden. So vertraue ich darauf, dass es für jede meiner Geschichten den richtigen Zeitpunkt geben wird, in Buchform an die Öffentlichkeit zu gelangen und seine Leserschaft zu finden.

Bis dahin genieße ich den kreativen Prozess, das Imaginieren und Schreiben, was mir große Freude bereitet. Ich empfinde es als Privileg, meiner Berufung als Schriftstellerin folgen zu können. Ich bin frei in meiner Wahl der Stoffe, in meiner Zeiteinteilung und in kann mir aussuchen, mit welchen Menschen ich zusammenarbeiten möchte. Für diese Freiheiten bin ich dankbar. Meine lebendige Fantasie empfinde ich als das größte Geschenk, denn sie beflügelt mich täglich und lässt mich auch Schmerzhaftes und Enttäuschungen überwinden. 

Arabella Meran 2025
Ich gehe jeden Schritt mit Achtsamkeit für den Moment und Dankbarkeit für die Gaben der Natur und meine Flügel der Fantasie.

Out now: Das Hörbuch zu „Das Lachen der Pinguine“ gesprochen von Karolin Pape

Heute ist Happy Hörbuch-Release

Ab sofort könnt ihr meinen Debütroman „Das Lachen der Pinguine – Caroline Mikkelsen, die erste Frau in der Antarktis“ als Hörbuch genießen.

Die Geschichte wurde ganz wunderbar eingesprochen von Karolin Pape, die ich selbst als Sprecherin unter vielen Stimmen ausgewählt habe. Mit ihrer gefühlvollen Interpretation sorgt sie für ein intensives (Neu-) Erleben und Eintauchen in die Geschichte, auch für diejenigen, die das Buch schon im Stillen gelesen haben.

Das Hörbuch erscheint bei Saga Storify und ist auf allen gängigen Plattformen im Streaming oder zum Download erhältlich: Schau doch mal vorbei bei Audible, Spotify, Thalia oder BookBeat.

Eine Hörprobe findest du hier:

Links zu einigen Anbietern, auch dort findest du unterschiedliche Hörproben:

Spotify

Audible

Thalia

BookBeat

Hoopla

Ich wünsche dir schöne Hörstunden mit Caroline in der Antarktis und freue mich auch über Feedback, wie es dir gefallen hat.

Diese Geschichte erwartet dich:

In ihrem packenden Roman zeichnet Arabella Meran die facettenreiche Lebensgeschichte von Caroline Mikkelsen, die als erste Frau die Antarktis betrat.

Das Lebensbild einer gefühlvollen und weltoffenen Frau, die lange Zeit von der Geschichte vergessen war.

Frederikshavn 1931: Im Fischhandel ihrer Familie lernt die neugierige, lebenslustige Caroline den charmanten Kapitän Klarius Mikkelsen kennen. Von seiner Stimme und seinen blauen Augen fühlt sie sich in eine Welt der Entdeckungen in weiter Ferne getragen. Sie folgt ihm in den norwegischen Walfanghafen Sandefjord und setzt durch, dass sie ihn auf seiner nächsten Expedition begleiten darf. 1935 betritt Caroline Mikkelsen als erste Frau das ewige Eis der Antarktis. Doch dieser Meilenstein erregt kaum Aufsehen. Zurück in Sandefjord begnügt sich Caroline nicht damit, zu Hause auf ihren Mann zu warten, sondern baut ihre eigene Nähschule auf. Erst 60 Jahre später sucht die erfolgreiche, aber unglückliche Journalistin Jesse Brubaker nach der vergessenen Pionierin und will ihre Geschichte erzählen. Als sie die Südpolreisende endlich aufspürt, verändert die Begegnung Jesses eigene Zukunft.

Ein faszinierender Roman, der die wahre Lebensgeschichte von Caroline Mikkelsen mit der Suche einer modernen Frau nach Lebensglück verwebt.

 

Mein Artikel in der Federwelt: Ist das Kunst? Oder landet das vor Gericht?

Wer von euch liest gerne die Federwelt oder ist gespannt, dieses vielseitige Magazin rund ums Schreiben kennenzulernen? 

In der aktuellen Oktoberausgabe ist ein Artikel von mir enthalten:

Mein Artikel in der Federwelt

Ist das Kunst? Oder landet das vor Gericht?

#1 Welche Fallstricke lauern, wenn reale Personen in unseren fiktiven Texten auftauchen? Und wie entkommen wir ihnen?

Im Fokus: Fallstrick Familienroman und Romanbiografie: Eine reale Person, die im Roman vorkommt, fühlt sich in ihrem Persönlichkeitsrecht verletzt. Sie fordert Schmerzensgeld und sogar das Verbot des Buches.

Das Magazin gibt es überall, wo es Zeitschriften gibt und es kann auch online hier bestellt werden.

Ich wünsche viel Freude und Erkenntnisgewinn bei der Lektüre.

Ich selbst lese die Federwelt schon seit einiger Zeit und finde die Artikel jedes Mal ausgesprochen unterhaltsam und informativ. Auch in der Oktober-Ausgabe gibt es wieder viele spannende Einblicke in das #autor_innenleben und die Buchbranche.

Aus dem Inhaltsverzeichnis der Federwelt im Oktober-Heft 2025:
– Lehraufträge an Unis erhalten
– Vom Flop zum Kinderbuch-Dauerseller
– Reisebücher schreiben
– Mit einem Backbuch für Teenager in die achte Auflage
– Ist das Kunst oder landet das vor Gericht? Folge 1: Wenn reale Personen in fiktiven Texten auftauchen
– Morally grey characters konzipieren
– Die stimmige Leseprobe … und vieles mehr!

Vielen Dank an dieser Stelle an die Chefredakteurin Anke Gasch für die tolle Zusammenarbeit.

Meine Belegexemplare der Federwelt

Zwei Buchverträge mit dem Gmeiner Verlag

Heute habe ich doppelten Grund zur Freude: Soeben habe ich für zwei meiner Roman-Projekte einen Verlagsvertrag mit Gmeiner abgeschlossen!

Ich bin sehr glücklich, dass ich mit dem Gmeiner Verlag ein gutes Verlagszuhause für meine Romane gefunden habe.

2026: Ein historischer Roman aus dem Rheinland

Bei Projekt Nr. 1 handelt es sich um einen historischen Roman, der in den 1870er Jahren in meiner Geburtsstadt Köln und im Siebengebirge spielt, wo ich aufgewachsen bin. Die Familien- und Unternehmensgeschichte basiert auf historischen Personen und Ereignissen, ist aber natürlich durch meine Fantasie ausgeschmückt.

Arabella Meran in Köln bei der Recherche. Man sieht das Kölner Stadtwappen und das „F“ von „Alaf“ – ich war in einer Ausstellung zum Kölner Karneval, der bereits im 19. Jahrhundert gefeiert wurde.

Ich fühle mich dieser Geschichte durch die Schauplätze sehr verbunden, denn sie sind Teil meiner Kindheit. So hat mir die Recherche an den Originalschauplätzen (u.a. in der Kölner Altstadt und auf dem Drachenfels) große Freude bereitet. Ich arbeite bereits seit 2021 an diesem Projekt und bin gerade eifrig dabei, die zweite Hälfte des Manuskripts zu schreiben – bis Anfang November 2025 habe ich noch Zeit, dann geht es ins Verlagslektorat.

Rau-romantische Ruine auf dem Drachenfels, wo nach der Nibelungensage Siegfried den Drachen getötet und in dessen Blut gebadet hat.
Schloss Drachenburg am Drachenfels – ein Märchenschloss, das in den 1880er Jahren in den historischen Stilen der Neogotik und der Neorenaissance erbaut wurde. Es kommt auch in meinem Roman vor. Heute führt der Wanderweg und die Drachenfelsbahn dort vorbei.

Der historische Roman wird im Herbstprogramm 2026 (voraussichtlich bereits im Juli 2026) erscheinen – die Wartezeit ist also überschaubar. Ich bin so gespannt auf die nächsten Schritte, insbesondere freue ich mich schon darauf, euch in naher Zukunft das Cover enthüllen zu können.

Arabella Meran auf dem Petersberg mit Panorama des Rheintals mit Drachenfels.

2027: Ein Liebesroman im Sehnsuchtsland Italien

Projekt Nr. 2 ist ein zeitgenössischer Liebesroman, der in meinem Sehnsuchtsland Italien spielt. Das Erscheinen des Buches ist für das Frühjahr 2027 geplant. Hier habe ich das Manuskript bereits vollständig geschrieben und freue mich, dass diese tiefgründige Second-Chance-Lovestory vor malerischer Kulisse in absehbarer Zukunft ihre Leserschaft finden wird.

Italien – das Land, wo die Zitronen blühn.

Ich hoffe, ihr freut euch mit mir und seid gespannt auf Lese-Nachschub von Arabella Meran.#

„Das Lachen der Pinguine“ erscheint im November 2025 als Hörbuch

Es gibt wunderbare Neuigkeiten: Bald schon könnt ihr meinen Debütroman „Das Lachen der Pinguine – Caroline Mikkelsen, die erste Frau in der Antarktis“ als Hörbuch genießen.

Meine Freude war riesig, als ich vor kurzem die Zusage von Saga Storify bekommen habe, dass dieser Verlag meinen Antarktis-Roman als Hörbuch produzieren wird.

Das Beste: Ich durfte bei der Auswahl der Sprecherin mitwirken und meine drei Favoritinnen nennen. Also habe ich mir alle 70 weiblichen Stimmen in der Hör-Datenbank des Verlages angehört. Jede Hörprobe ist 30 Sekunden lang. Doch erstaunlicherweise genügt mir das, um sofort entscheiden zu können, ob mir eine Stimme gefällt und sie zu meiner Romanfigur passt und ob mir der Stil und Aussprache der Sprecherin zusagt.

Auf Anhieb war ich von der schönen und gefühlvollen Stimme von Karolin Pape begeistert und habe sie auf die Nr. 1 meiner Favoritinnen-Liste gesetzt. Der Verlag hat sie dann gleich kontaktiert und ich habe gejubelt, als Karolin für das Projekt zugesagt hat.

Wenige Tage später haben wir uns sogar in Hamburg persönlich kennengelernt und waren uns sofort sympathisch. Bei einem leckeren Stück Zitronentarte haben wir uns angeregt über unseren jeweiligen beruflichen Werdegang und unsere Lieblingsbücher ausgetauscht und unsere gemeinsame Vorliebe für guten Tee entdeckt.

Arabella Meran (Autorin) und Karolin Pape (Sprecherin) in Hamburg im Juni 2025. Foto: Arabella Meran.
Ein rundum gelungenes Treffen mit Karolin Pape in Hamburg. Foto: Arabella Meran

Mittlerweile hat Karolin schon den Prolog und Kapitel 1 und 2 als Hörprobe eingesprochen und mir gesendet und ich bin begeistert. Sie interpretiert die Protagonistin Caroline ganz wunderbar mit viel Wärme und einem Hauch von Humor und trifft bestens die Stimmung meiner Geschichte. Ich freue mich schon sehr auf das ganze Hörbuch.

Die Wartezeit ist nicht mehr lang: Schon am 19. November 2025 erscheint das Hörbuch.

Magst du gerne Hörbücher und hast du eine oder mehrere Lieblings-Sprecher:innen?

Diese Geschichte erwartet dich:

In ihrem packenden Roman zeichnet Arabella Meran die facettenreiche Lebensgeschichte von Caroline Mikkelsen, die als erste Frau die Antarktis betrat.

Das Lebensbild einer gefühlvollen und weltoffenen Frau, die lange Zeit von der Geschichte vergessen war.

Frederikshavn 1931: Im Fischhandel ihrer Familie lernt die neugierige, lebenslustige Caroline den charmanten Kapitän Klarius Mikkelsen kennen. Von seiner Stimme und seinen blauen Augen fühlt sie sich in eine Welt der Entdeckungen in weiter Ferne getragen. Sie folgt ihm in den norwegischen Walfanghafen Sandefjord und setzt durch, dass sie ihn auf seiner nächsten Expedition begleiten darf. 1935 betritt Caroline Mikkelsen als erste Frau das ewige Eis der Antarktis. Doch dieser Meilenstein erregt kaum Aufsehen. Zurück in Sandefjord begnügt sich Caroline nicht damit, zu Hause auf ihren Mann zu warten, sondern baut ihre eigene Nähschule auf. Erst 60 Jahre später sucht die erfolgreiche, aber unglückliche Journalistin Jesse Brubaker nach der vergessenen Pionierin und will ihre Geschichte erzählen. Als sie die Südpolreisende endlich aufspürt, verändert die Begegnung Jesses eigene Zukunft.

Ein faszinierender Roman, der die wahre Lebensgeschichte von Caroline Mikkelsen mit der Suche einer modernen Frau nach Lebensglück verwebt.

Das Hörbuch erscheint am 19. November 2025 bei Saga Storify.

Melancholie und Sehnsucht: Liedgesang auf höchstem Niveau mit Jonas Kaufmann und Diana Damrau in der Philharmonie Berlin

Berlin, 30. Juni 2025

Wie eindringlich und berührend Liedgesang sein kann, beweisen Startenor Jonas Kaufmann und Sopranistin Diana Damrau in ihrem Liederabend, der Stücken von Richard Strauss und Gustav Mahler gewidmet ist.

Jonas Kaufmann und Diana Damrau, Foto ©Julia Wesely

Das eingespielte Duo ist schon zum dritten Mal mit ihrem versierten Liedbegleiter Helmut Deutsch auf Tournee (zuvor von 2018 und 2022). Kaufmann und Damrau – beide gebürtige Bayern – kennen sich seit 1997 und haben schon viele musikalische Glanzmomente gemeinsam gestaltet und verstehen sich auch in menschlicher Hinsicht prächtig, was in ihrer Interaktion auf der Bühne deutlich zu Tage tritt.

An diesem heißen Sommerabend ist die Berliner Philharmonie nur gut zur Hälfte gefüllt trotz der hochkarätigen Besetzung. Kaufmann tritt im Frack vors Publikum, Damrau zeigt sich in einem ausladenden Kleid in Rosé und nach der Pause in einem frischen blauen Gewand passend zu den „Rheinlegendchen“.

Helmut Deutsch (Klavier), Diana Damrau (Sopran), Jonas Kaufmann (Tenor) in der Philharmonie Berlin

Der Liedgesang gilt als die höchste Kunstform, zu Recht, denn man kann sich hier stimmlich nicht verstecken, kein Orchester deckt kleine Schwächen gnädig zu, jeder Ton wird den Zuhörenden wie auf dem Silbertablett präsentiert. Und Kaufmann und Damrau beherrschen diese hohe Kunst beide meisterlich.

Jonas Kaufmann versteht es, die melancholischen Lieder mit großer Empfindsamkeit und Tiefe zu gestalten. Dabei klingt seine warme Stimme auf jedem Ton schön, die Übergänge zwischen den Registern sind leicht und fließend. Er singt mit großer Textverständlichkeit, ohne dabei unnatürlich zu klingen oder Konsonanten zu „spucken“.

Der emotionale Höhepunkt in seinem fesselnden Vortrag ist das tieftraurige „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ von Gustav Mahler mit Text von Friedrich Rückert, bei dem das Publikum ihm mit angehaltenem Atem lauscht. Selbst, als der letzte Ton verklungen ist, liegt ein sekundenlanges andächtiges Schweigen im Raum, bis frenetisch applaudiert wird.

Diana Damrau brilliert mit ihrem edlen Sopran, der leicht und flexibel ist, dabei niemals schrill klingt. Sie gestaltet die Lieder mit viel Temperament und ist für die komödiantische Note zuständig.

Obwohl sie mit einer Erkältung zu kämpfen hat und zwischendurch einige Male husten muss, ist ihr Gesang makellos schön.

Tenor und Sopran wechseln sich im Gesang ab, jedoch spannen sie gemeinsam einen Erzählbogen, mit Blicken und Gesten stellen sie eine Verbindung zueinander und zwischen den Liedern her, was sehr einnehmend wirkt.

Helmut Deutsch ist ein sehr einfühlsamer Klavierbegleiter, der nicht nur die Stimmen untermalt, sondern auch eigene Akzente setzt und ein tiefes Verständnis für die Musik offenbart.

In der ersten Zugabe „Trost im Unglück“ aus „Des Knaben Wunderhorn“ von Gustav Mahler geben Kaufmann und Damrau ein zerstrittenes Liebespaar mit herrlicher Komik und Spielfreude zum Besten und bringen das Publikum zum Lachen.

Im letzten Vers heißt es:

„Du glaubst, ich werd’ dich nehmen!
Das hab’ ich lang’ noch nicht im Sinn!
Ich muß mich deiner schämen
Wenn ich in Gesellschaft bin!“

Auch die zweite Zugabe sprüht vor Lebensfreude – mit „Saft und Kraft“ wie es im „Wiener Blut“ heißt, das aus der komischen Operette von Johann Strauss (Sohn) stammt. Das gutgelaunte Duo besingt die Missverständnisse einer Liebesbeziehung und legt dabei einen kleinen Walzer aufs Parkett. Der Abend endet mit stehenden Ovationen für die drei Musiker:innen.

Ein rundum gelungener Liederabend voller Gefühl und Stimmschönheit mit sympathischen Klassik-Stars.

Das Programm:

Richard Strauss (1864-1949):

Acht Lieder (aus „Letzte Blätter“ auf Texte von Hermann Gilm, op. 10)

  • Zueignung
  • Nichts
  • Die Nacht
  • Die Georgine
  • Geduld
  • Die Verschwiegenen
  • Die Zeitlose
  • Wer hat’s getan
  • Allerseelen

Liebeshymnus, op. 32, Nr. 3 (aus „Fünf Lieder“; Text: Karl Friedrich Henckell)

Schlagende Herzen (aus „Drei Lieder“, op. 29, Nr. 2; Text: Otto Julius Bierbaum)

Ich trage meine Minne (aus „Fünf Lieder“, op. 32, Nr. 1; Text: Karl Friedrich Henckell)

Einerlei (aus „Fünf kleine Lieder“, op. 69, Nr. 3; Text: Ludwig Achim von Arnim)

Nachtgang (aus „Drei Lieder“, op. 29, Nr. 3; Text: Otto Julius Bierbaum)

Freundliche Vision (aus „Fünf Lieder“, op. 48, Nr. 1; Text: Otto Julius Bierbaum)

Ich liebe dich (aus „Sechs Lieder“, op. 37, Nr. 2; Text: Detlev von Liliencron)

Wie sollten wir geheim sie halten (aus „Sechs Lieder aus Lotosblätter“, op. 19, Nr. 4; Text: Adolf Friedrich von Schack)

PAUSE

Gustav Mahler (1860-1911):

  1. Rheinlegendchen (aus „Des Knaben Wunderhorn“; Text: Anon.)
  2. Um schlimme Kinder artig zu machen (aus „Lieder und Gesänge aus der Jugendzeit“; Text: Anon.)
  3. Wer hat dies Liedlein erdacht (aus „Des Knaben Wunderhorn“; Text: Anon.)
  4. Ablösung im Sommer (aus „Lieder und Gesänge aus der Jugendzeit“; Text: Anon.)
  5. Es sungen drei Engel einen süssen Gesang (aus „Des Knaben Wunderhorn“; Text: Anon.)
  6. Ich atmet‘ einen linden Duft (aus „Fünf Lieder nach Texten von Friedrich Rückert“; Text: Friedrich Rückert)
  7. Liebst du um Schönheit (aus „Fünf Lieder nach Texten von Friedrich Rückert“; Text: Friedrich Rückert)
  8. Blicke mir nicht in die Lieder (aus „Fünf Lieder nach Texten von Friedrich Rückert“; Text: Friedrich Rückert)
  9. Ich bin der Welt abhanden gekommen (aus „Fünf Lieder nach Texten von Friedrich Rückert“; Text: Friedrich Rückert)

Richard Strauss

  1. Leises Lied (aus „Fünf Lieder“, op. 39, Nr. 1; Text: Richard Dehmel)
  2. Wozu noch, Mädchen (aus „Sechs Lieder aus Lotosblätter“, op. 19, Nr. 1; Text: Adolf Friedrich von Schack)
  3. Breit über mein Haupt (aus „Sechs Lieder aus Lotosblätter“, op. 19, Nr. 2; Text: Adolf Friedrich von Schack)
  4. Ich schwebe (aus „Fünf Lieder“, op. 48, Nr. 2; Text: Karl Friedrich Henckell)
  5. Heimliche Aufforderung (aus „Vier Lieder“, op. 27, Nr. 3; Text: John Henry Mackay)
  6. Ruhe, meine Seele (aus „Vier Lieder“, op. 27, Nr. 1; Text: Karl Friedrich Henckell)
  7. Morgen (aus „Vier Lieder“, op. 27, Nr. 4; Text: John Henry Mackay)
  8. Cäcilie (aus „Vier Lieder“, op. 27, Nr. 2; Text: Heinrich Hart)
Bildnachweis: Titelbild ©Julia Wesely, alle anderen Fotos ohne Angabe sind privat von UG.

Tänzerische Rhythmen aus Amerika in der Waldbühne beim Saisonabschlusskonzert der Berliner Philharmoniker

Freitag, 27. Juni 2025

Für viele Berlinerinnen und Berliner ist das alljährliche Saisonabschlusskonzert der Berliner Philharmoniker ein Fixpunkt im sommerlichen Kulturkalender und so ist auch schon die Anfahrt in der S-Bahn zur Waldbühne ein Gemeinschaftserlebnis. Menschen mit Sitzkissen und Picknickkörben bevölkern die Abteile und bald schon trappelt eine schier endlose Kolonne von Klassik-Begeisterten vom Pichelsberg gen Olympiastadion.

Foto: privat (UG)

In diesem Jahr ist jedoch etwas neu: Wegen des traditionell hohen Andrangs gibt es das Konzert gleich zwei Mal, am Freitag und am Samstag. Trotzdem ist die Waldbühne heute am ersten Abend beinahe vollständig gefüllt. Das Wetter spielt mit, es sind zwar nur gut 20 Grad, aber der Regen vom Mittag hat sich verzogen. Man breitet die Decken aus und legt sich ein warmes Tuch um die Schultern.

Kurz vor Konzertbeginn um 20.15 Uhr kommen die Philharmoniker auf die Bühne und heißen ihr Publikum mit einer gemeinschaftlichen La-Ola-Welle willkommen. Jetzt ist allen warm.

Das südamerikanische Flair setzt sich fort im ersten Stück des Abends: Kauyumari von Gabriela Ortiz. Das schwungvolle Stück wirkt cineastisch, die Rhythmen klingen wie das Trappeln von Pferden, man fühlt sich in eine südamerikanische Steppe versetzt.

Musikalisch ist der Abend tänzerischen Stücken aus Amerika aus dem 20. Jahrhundert gewidmet mit Komponistinnen und Komponisten aus Mexiko, Venezuela und Puerto Rico. Pulsierende Rhythmen aus dem Süden treffen auf nordamerikanische Folkmusik.

Das nächste Stück Danzón No. 8 „Homenaje a Maurice“ von Arturo Márquez ist eine Hommage an den Boléro von Maurice Ravel und hat doch seine ganz eigene Stimmung. Zunächst spielt die Solo-Oboe eine melancholische Melodie, nach und nach kommen immer mehr Stimmen aus dem Orchester dazu und die Musik steigert sich rauschhaft.

Unter der Leitung von Gustavo Dudamel beweisen die Berliner Philharmoniker, dass sie ein Orchester von Weltrang sind und begeistern mit einem nuancierten und brillanten Klang.

Nun folgen Old American Songs, First Set (Bearbeitung für Solostimme und Orchester) von Aaron Copland. Als Solist gibt der Bassbariton Ryan Speedo Green seinen Einstand in der Waldbühne. Der zweifache Grammy-Preisträger hat sich an der MET (Metropolitan Opera) in den letzten Jahren einen Namen gemacht und wurde von der New York Times als „the real showstopper“ gepriesen. Mittlerweile erobert er auch die europäischen Opernbühnen. Der Sänger interpretiert die Folksongs mit einer wohlklingenden Bronzestimme, die er beweglich und spielerisch einzusetzen weiß. Ein Highlight ist das letzte Lied für Kinder, in dem er Tiergeräusche nachmacht – so lässt er eine Kuh muhen, eine Ente schnattern und ein Pferd wiehern. Mit Schalk und Charme wickelt er sein Publikum um den kleinen Finger, das mitlacht und begeistert Beifall spendet.

Zum Schwelgen schön ist das Stück Santa Cruz de Pacairigua von Evencio Castellanos.

Nach der Pause geht es schwungvoll weiter mit Alegría von Roberto Sierra und jazzig mit Three Black Kings: Martin Luther King von Duke Ellington.

Den fulminanten Abschluss bilden die Symphonischen Tänze aus West Side Story von Leonard Bernstein. Hier wird auch mit den Fingern geschnippt im kämpferischen Duell der rivalisierenden Banden, die sich musikalisch mit schrägen Tönen gegenseitig herausfordern. Zwischendurch klingt das liebliche Thema von „Somewhere (There’s a Place for Us)“ des heimlichen Liebespaares Maria und Toni an, die von einem gemeinsamen Ort der Liebe träumen, der jedoch eine Utopie bleibt.

Ganz real ist die Begeisterung des Publikums bei der traditionellen Zugabe „Berliner Luft“ (von Paul Lincke) – hierbei wird ausgelassen mitgeklatscht, gepfiffen und gesungen und ein Meer von Lichtern macht das große Rund der Waldbühne zu einem magischen Ort.

Nach diesem wunderbaren Konzert geht man mit einem Lächeln auf den Lippen heim und freut sich schon auf das Wiedersehen im nächsten Sommer.

Mein Name ist Hase – das Langohr in Literatur und Kunst

Wegen Ostern ist der Hase gerade allgegenwärtig: In schokoladiger Form und als Dekoration. Er ist fester Bestandteil unseres österlichen Brauchtums, obwohl er mit dem christlichen Fest im engeren Sinne nichts zu tun hat. Doch es ist belegt, dass in Europa spätestens seit dem 17. Jahrhundert der Osterhase als Symbol des Frühlings und der Fruchtbarkeit zum Überbringer der (bunten) Ostereier gemacht wurde – die gerne in spielerischer Weise für Kinder versteckt werden. Das Ei wiederum steht ebenfalls für Fruchtbarkeit, neues Leben und Wiedergeburt.

Der Hase im Volksmund

Der Hase ist jedoch auch jenseits des Osterfestes fest in unserer Kultur verankert. Das zeigt sich bereits an der Sprache, denn das Langohr findet sich in einigen Redewendungen und Sprichwörtern wieder.

Jeder hat schon den Ausspruch verwendet: „Das ist ein Angsthase“ oder „Er / sie ist ein Hasenfuß“ oder „Er / sie hat ein Hasenherz“.

Kaum ein anderes Tier wird so sehr mit Ängstlichkeit assoziiert, wie der Hase. Das liegt sicherlich daran, dass dieses gutmütige und scheue Geschöpf sich in der Natur schnell versteckt, wenn ihm ein anderes Wesen näherkommt. Daran tut der Hase gut, denn er hat viele Fressfeinde wie zum Beispiel den Fuchs, Wolf, Luchs, Hund und Katze. Besonders die Jungtiere fallen häufig den Greifvögeln und Eulen zum Opfer.

Der größte Feind des Hasen ist jedoch der Mensch, der ihn mit seinem Gewehr gnadenlos und manchmal aus purer Freude am Töten jagt. Davon zeugen einige eindrucksvolle Gemälde aus dem Barock, in denen tote Hasen als Jagdtrophäe gezeigt werden – der Jäger ist in diesen Stillleben abwesend.

Kennst du den Spruch: „Viele Hunde sind des Hasen Tod“?

Diese Weisheit besagt, dass der Einzelne sich gegen eine Mehrheit nicht wehren kann. Wobei es dem Hasen doch öfters gelingt, Haken schlagend seinem Feind zu entkommen. So schätzen wir an ihm seine Geschicklichkeit und seine Cleverness. Er ist flink und wendig.

Einerseits wird der Hase sprichwörtlich gerne für Unwissenheit und Unschuld herangezogen, wie im Ausspruch „Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts“ zum Ausdruck kommt. Doch dahinter steckt selten echte Unwissenheit, sondern eher eine scherzhafte Naivität oder vorgetäuschte Ahnungslosigkeit.

Andererseits trauen wir dem „alten Hasen“ einige Weisheit zu:

Da liegt der Hase im Pfeffer“, sagen wir, wenn der entscheidende Punkt gemeint ist.

Ich weiß, wie der Hase läuft“, drückt große Erfahrung aus.

Der „alter Hase“ ist in der Natur nämlich die Ausnahme – wenn ein Hase alt wird, dann muss er wohl sehr klug und erfahren sein. Zwar können Feldhasen bis zu 12 Jahre alt werden. Und durch die hohe Fruchtbarkeit bringen Hasenweibchen mehrmals jährlich Junge zur Welt, wobei ein Wurf aus bis zu fünfzehn Tieren besteht. Doch über die Hälfte der Jungtiere werden kein Jahr alt.

Der scheue Hase ist auch ein Symbol für die ungezähmte Natur und unberührte Wildnis:

Wer sagt: „Wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen“, der meint einen Ort fernab der Zivilisation, weit draußen in der Wildnis.

Der Hase in der Literatur

Der Hase hat die Menschen zu vielen Geschichten inspiriert. Besonders in Märchen und Kinderbüchern taucht er immer wieder auf.

Ein echter Kinderbuchklassiker ist „Die Häschenschule“. In dieser nostalgischen Bilderbuchgeschichte mit Versen von Albert Sixtus und Zeichnungen von Fritz Koch-Gotha begleiten wir Hasengretchen und Hasenhans auf ihrem Weg in die Häschenschule im Wald, wo sie alles beigebracht bekommen, was ein richtiger Hase wissen sollte: Neben Pflanzenkunde und Gartenarbeit lernen die Hasenkinder das Hakenschlagen, damit sie dem gefährlichen Fuchs entkommen können.

Ein guter Läufer ist auch der Hase im bekannten Schwank vom „Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel“. Die Erzählung findet sich seit 1843 in den „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm. Doch der Ursprung der schelmischen „Lügengeschichte“ liegt im plattdeutsches Volksmärchen: „Dat Wettlopen twischen den Hasen un den Swinegel up de lütje Heide bi Buxtehude“, das im Jahr 1840 im Hannoverschem Volksblatt von Wilhelm Schröder erschienen ist und auf Hochdeutsch als „Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel“ im Deutschen Märchenbuch von Ludwig Bechstein ab 1853 abgedruckt wurde.

In diesem Tierschwank macht sich der vornehme Hase (der für den Grundbesitzer steht) über die kurzen Beine des Igels (der den „kleine Mann“ bzw. Bauern repräsentiert) lustig. Jener fordert seinen Spötter zum Wettlauf heraus und besiegt ihn mit Hilfe einer List. Die Moral von der Geschichte: Man sollte sich nicht über vermeintlich unterlegene Leute lustig machen.

In „Alice im Wunderland“ des britischen Schriftstellers Lewis Carroll, das im englischen Original („Alice’s Adventures in Wonderland“) erstmals im Jahr 1865 erschien, spielen Kaninchen und Hase tragende Rollen.

Die Abenteuer von Alice beginnen, wenn sie entgegen einer Warnung dem weißen Kaninchen hinterherläuft und ihm in seinen Bau folgt, in dem sie in die Tiefe stürzt und in einer fantastischen Welt landet.

Da die surrealen Erlebnisse von Alice fast wie Halluzinationen wirken, wird das weiße Kaninchen häufig als Symbol für Drogenkonsum interpretiert. So kann man im Albinokaninchen mit seinem weißen Fell und den roten Augen auch die Umkehrung der Farben des Fliegenpilzes sehen.

Doch im Kosmos von Lewis Carroll ist das weiße Kaninchen auch als Einladung zu verstehen, ungelösten Rätseln und Fragen nachzugehen. Seine weiße Farbe repräsentiert nicht die Unschuld, sondern vielmehr einen Zustand des „Noch-nicht-Wissens“.

Im weiteren Verlauf der Geschichte sucht Alice den „Märzhasen“ auf, der zusammen mit dem Hutmacher eine Teegesellschaft abhält. Beide gebärden sich so verrückt, das Alice bald die Flucht ergreift. Diese eindrucksvolle Szene hat sich im englischen Sprachgebrauch niedergeschlagen, so dass „mad as a march hare“ („verrückt wie ein Märzhase“) ein bekanntes Sprichwort geworden ist.

Der biologische Hintergrund des verrückten Hasen ist in der Paarungszeit zu finden, die alljährlich im März beginnt. Dann benehmen sich die Hasen besonders lebhaft und ausgelassen. Insbesondere die Hasenmännchen stellen sich im Kampf um die Gunst des Weibchens auf ihre kräftigen Hinterbeine und boxen einander mit den Vorderpfoten, was ziemlich ulkig und durchaus verrückt aussieht.

Ein weiterer Kinderbuchklassiker ist „The Velveteen Rabbit“ (Das Samtkaninchen) von Margery Williams aus dem Jahr 1922 mit Illustrationen von William Nicholson – eine Geschichte, die schon viele Generationen von Kindern (insbesondere im englischsprachigen Raum) begeistert hat.

Auch in die Literatur für Erwachsene hat es der Hase bzw. das Kaninchen geschafft:

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ ist ein Roman von Judith Kerr aus dem Jahr 1971 (englischer Originaltitel: When Hitler Stole Pink Rabbit), in dem eine jüdische Familie aus Berlin vor den Nationalsozialisten fliehen muss. Hierbei muss die 9-jährige Anna ihr rosa Plüschkaninchen notgedrungen zurücklassen. Ein Klassiker der Jugendbuchliteratur. Der Roman wurde im Jahr 2019 unter der Regie von Caroline Link verfilmt.

Buchverfilmung aus dem Jahr 2019 unter der Regie von Caroline Link.

Ganz aktuell ist die „Hasenprosa“ von Maren Kames (2024), die im letzten Jahr auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2024 stand.

Das Kaninchen im FILM

Eine legendäre Szene mit einem weißen Kaninchen im Film darf in dieser Zusammestellung nicht fehlen: In „Fatal Attraction“ („Eine verhängnisvolle Affäre“) von Adrian Lyne aus dem Jahr 1987 mit Michael Douglas (Anwalt und Familienvater Dan) und Glenn Close (alleinstehende Verlegerin Alex) geht es um Ehebruch. Dan hat eine kurze Affäre mit Alex, die von ihm schwanger wird und die Beziehung fortführen will, obwohl Dan sie zurückweist und sich wieder reumütig ganz seiner Frau und kleinen Tochter widmen will. Alex beobachtet, wie die Tochter ein weißes Kaninchen geschenkt bekommt – ein Symbol für kindliche Unschuld und auch die (vermeintlich) heile Familie. Nach einer erneuten Abfuhr wird die labile Alex von Verzweiflung und Rachegefühlen gesteuert und schleicht sich auf das Grundstück der Familie von Dan. Als diese von einem Ausflug zurückkehrt, steht ein blubbernder Kochtopf auf dem Herd und die Tochter findet ihr Kaninchen nicht mehr im Stall… Die Szene kann man sich hier ansehen (Achtung: nichts für schwache Nerven).

Dieser Szene verdankt der amerikanische Wortschatz einen neuen Ausdruck: „She is a bunny boiler(Kaninchen Koch/Köchin). Er steht für eine zurückgewiesene und rachsüchtige Frau.

Der Hase in der Kunst

Wer kennt nicht den ikonischen „Feldhasen“ von Albrecht Dürer? Der Künstler hat das Aquarell im Jahr 1502 erschaffen, nicht für eine Galerie, sondern als Schaustück für seine Werkstatt in Nürnberg. Mit seiner kunstvollen Naturstudie (besonders die Textur der Haare ist außergewöhnlich) wollte er potentiellen Auftraggebern zeigen, wozu er fähig war.

Zu diesem Zeitpunkt war Albrecht Dürer (1471-1528) schon ein Star unter den Malern der Renaissance und nur er konnte es sich erlauben, ein solch gewöhnliches Motiv wie einen Hasen zu einem Bild mit dem Duktus der Porträtmalerei zu erheben. Seine Zeitgenossen waren derartig beeindruckt, dass vom „Feldhasen“ viele Wiederholungen und Nachahmungen angefertigt wurden (schon um 1600), so z.B. vom Maler Hans Hoffmann.

Dürer hat dank einer neuartigen Drucktechnik die ersten Verkaufsschlager der Kunstgeschichte produziert und seine Werke somit weltweit bekannt gemacht.

Heute findet man Dürers ikonischen Hasen in jedem Museumsshop auf Postkarten, Postern, Tassen, Sofakissen, Socken – auf fast allem, was sich bedrucken lässt.

Im Giftshop der Albertina in Wien (selbst fotografiert 2023).

Das Original befindet sich im Besitz der Albertina in Wien. In der Dauerausstellung ist der „Feldhase“ jedoch nur als Kopie zu sehen, trotzdem ist es eines der prominentesten Werke in der Schau. Das Original wird zum Schutz des empfindlichen Werkes nur alle fünf Jahre für kurze Zeit ausgestellt.

Auch zeitgenössische Kunstschaffende haben das berühmte Hasen-Motiv von Dürer neu interpretiert:

Zum 500. Jubiläums von Albrecht Dürers ebenfalls weltberühmten Aquarell „Das Große Rasenstück“ (1503) verwandelte Ottmar Hörl im Jahr 2003 den Nürnberger Hauptmarkt mit rund 7.000 grünen Dürer-Hasen in „Das große Hasenstück“.

Einer dieser Hasen ziert sogar den Würstel-Stand an der Albertina in Wien.

Selbst fotografiert, Wien im Juni 2024.

Eine weitere Hommage des Künstlers fand 2015 in Korea mit zwölf „Dürer-Hasen“ als roséfarbenen Skulpturen statt.

Auch für Joseph Beuys hatte der Hase eine besondere Bedeutung und er hat ihn quasi zu seinem Wappentier erkoren. In einer legendären Performance „Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt“ am 26. November 1965 in der Galerie Schmela in Düsseldorf zeigt und erklärt er einem toten Hasen seine Kunst. Dabei trägt Beuys seinen leblosen Begleiter durch die Galerie, zeitweise kriecht er mit ihm auf allen Vieren über den Boden, dessen langen Ohren mit dem Mund aufrecht haltend. Dem Hasen spricht er somit mehr künstlerisches Verständnis zu, als den menschlichen Betrachtern seiner Kunst – so jedenfalls die provokative Aussage dieser Performance. Hier ein kurzes Video dazu.

Denkst du auch, dass der Hase ein Kunstverständnis hat? Jedenfalls hat er viele Kunstschaffende zu großartigen Werken inspiriert.

Ich hoffe, ich konnte dir die vielen Facetten des Hasen ein wenig näherbringen.

Was verbindest du mit dem Hasen? Ich freue mich über deine Eindrücke in den Kommentaren.

Die beliebtesten Romance-Tropes in New Adult Romanen

In Romances für die Zielgruppe New Adult ( 17 bis 27-Jährige) ist es mittlerweile üblich, sowohl bei der Konzeption der Geschichte als auch bei der Vermarktung bestimmte gängige „Tropes“ zu verwenden. Tropes sind wiederkehrende Muster, Motive oder Themen in Romanen.

Im Folgenden möchte ich euch die beliebtesten Tropes in Liebesromanen vorstellen.

Über das Liebespaar (Beziehung und Charakter)

Enemies to Lovers / Haters to Lovers

Friends to Lovers

Strangers to Lovers

Grumpy meets Sunshine

Opposites Attract

From different Worlds

Brother’s Best Friend

Step Siblings (Stiefgeschwister)

Childhood Friends

Forbidden Love

Love Triangle

Second Chance

Slow Burn

He falls first

Soulmates

Insta Love (Liebe auf den 1. Blick)

Age Gap

Dark Past / Dark Secret

Hidden Identity

Morally Grey

Bad Boy

Broken Hero / Emotional Scars

Found Family

Single Parent (Single Dad / Single Mom)

Plot-Elemente

Fake Dating

Forced Proximity

Only One Bed

One Night Stand

Engagement / Marriage of Conveniance

Accidental Pregnancy

Secret Baby

Genre und Schauplatz

College Romance

Dark Academia

Dark Romance

Royal Romance (z.B. Britisches Königshaus)

Romantic Suspence

Celebritiy Romance / Rockstar Romance

Sports Romance

Boss Romance

Workplace Romance

Smalltown Romance

Love and Landscape

Holiday Romance (spielt zur Weihnachtszeit)

Bei Zielgruppe jünger als 17 Jahre im Genre Young Adult (Jugendroman)

Coming of Age (Entwicklungsroman über das Erwachsenwerden)

Not like other Girls (die Protagonistin ist z.B. eine „graue Maus“ oder besonders kratzbürstig oder besonders begabt) 

Ich hoffe, diese Auflistung ist für euch erhellend und vielleicht sogar inspirierend.

Zur Vertiefung: Eine schöne Auflistung dieser und weiterer Romance-Tropes mit beispielhaften Roman-Titeln findest du auf der Seite von Piper.

Weitere TROPES auch über Liebesgeschichten hinaus und aus der Film-Welt findet ihr in meinem weiteren Blogartikel:

Wenn die Prinzessin zur Magd wird und die Dragqueen der großen Liebe entgegen stöckelt – beliebte Tropes in Literatur und Film

 

Jahresrückblick 2024 – ein Jahr voller Hoffnungen und nicht ohne Enttäuschungen

Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende zu. Anlass genug für mich, eine Rückschau zu halten, was in diesem Jahr in meinem Autorinnenleben so alles passiert ist.

Buch-Veröffentlichungen

Die ersten Monate waren ziemlich ereignisreich und voller Spannung mit dem Erscheinen von „Das kleine Kräutercafé – Waffelherzen“ (Band 2) im Januar und „Pralinenküsse“ (Band 3) im März. Hierbei wurde ich durch eine Blog-Tour von wunderbaren Bloggerinnen unterstützt. Für mich sind die begeisterten Stimmen meiner Leser:innen die schönste Belohnung bei jeder Veröffentlichung. Dass meine Romane nicht jeden Geschmack treffen können, habe ich inzwischen auch gelernt. Die eine oder andere schlechte Rezension musste ich wegstecken.

Im Sommer habe ich mir selbst einen Traum erfüllt und zusammen mit einer professionellen Sprecherin ein Hörbuch zu „Das kleine Kräutercafé – Herzkirschen produziert und im September herausgebracht.

Lilli Meinhardis – Das kleine Kräutercafé
Lilli Meinhardis auf der Leipziger Buchmesse am DELIA-Stand.
LESUNGEN

Ein besonders schöner Aspekt des Veröffentlichens ist für mich immer der Kontakt mit meinen Leserinnen und Lesern. Dieser ist bei meinen Lesungen besonders gut ausgeprägt. Dieses Jahr habe ich auf der Leipziger Buchmesse aus „Waffelherzen“ vorgelesen und zwei Lesungen in Berlin mit „Im Takt ihrer Träume (Arabella Meran) gehalten.

Arabella Meran liest im Kulturhaus Karlshorst aus „Im Takt ihrer Träume“.
Arabella Meran bei der Lesung aus „Im Takt ihrer Träume“ im AWO Margaretentreff im Oktober 2024.
Schreiben, schreiben, schreiben

Ab April ist es dann stiller geworden: Ich habe mich zum Schreiben zurückgezogen und bis zum Jahresende zwei neue Manuskripte geschrieben und überarbeitet und ein drittes fast fertiggestellt. Es handelt sich um zeitgenössische Liebesromane, die an einem Sehnsuchtsort spielen (den ich jeweils schon selbst bereist habe). In meinen Geschichten geht es um den Ausbruch aus dem Alltagstrott und die Suche nach den verborgenen Wünschen und Bedürfnisse, nach Identität und Herkunft – und letztlich darum, mutige Entscheidungen zu treffen, um den eigenen Lebenstraum zu verwirklichen – bestenfalls mit dem richtigen Partner an ihrer Seite.

Wenn die Inspiration auf fruchtbaren Boden fällt und etwas Lebendiges und Schönes daraus wächst.

Hierbei habe ich wieder gemerkt, wie viel Freude mir diese schöpferische Phase macht: Wenn ich eine Geschichte neu entwickele und aufschreibe, in meinen Ideen schwelge und mich noch nicht der Kritik (von Agent:in, Verlagslektor:in, Lesenden) stellen muss, wenn die Geschichte noch ganz mir alleine gehört und ich mir in meinen Träumen die schönsten Szenarien ausmalen kann („Diese Geschichte wird ganz viele Lesende erreichen und ein Bestseller werden) – ohne, dass die harsche Realität des Buchmarktes dazwischenfunkt.

Eine erste Belohnung für meine neuen Manuskripte habe ich durch meine bewährte Testleserin Dorit erhalten, die meine Geschichten gelesen und geliebt hat – wobei sie mir wie immer sehr wertvolle konstruktive Kritik gegeben hat, die ich in der Überarbeitung umgesetzt habe.

Ziel

Das Ziel für meine neuen Manuskripte lautet: Eine Veröffentlichung in einem großen Publikumsverlag, nicht nur im eBook-Bereich (wie bei meinen ersten 5 Romanen). Endlich möchte ich meine Bücher auch im stationären Buchhandel auf den Tischen liegen sehen. Das wäre für mich die nächste Stufe in meiner Autorin-Karriere.

Stufe für Stufe geht es hoffentlich nach oben in der Autorin-Karriere.
Erster Schritt in Richtung Verlagsvertrag: Eine gute Agentur

Um diesem Ziel näher zu kommen, bin ich im Sommer mit meinen zwei neuen Stoffen auf Agentursuche gegangen und schätze mich glücklich, mit Thomas Montasser einen tollen neuen Agenten gefunden zu haben. Er hat meine Manuskripte auf der Frankfurter Buchmesse allen großen Publikumsverlagen (die zu meinem Genre passen) angeboten. Bisher liegt allerdings noch kein Verlags-Angebot vor. Ich warte und hoffe täglich auf gute Nachrichten…

Realitäts-Check

Was sich in 2024 nicht erfüllt hat: Für meine neuen Manuskripte habe ich noch keinen Verlag gefunden. In 2025 wird es also voraussichtlich erst mal keine neuen Veröffentlichungen von mir geben. Hoffentlich dann jedoch wieder in 2026 und in den folgenden Jahren.

Fakt bleibt jedoch, dass ich ein ganzes Jahr lang mit vollem Einsatz gearbeitet habe, ohne einen finanziellen Lohn zu erhalten oder die verlässliche Aussicht auf eine Veröffentlichung.

Blogartikel

Immerhin gibt es auf meinem Blog keine Gate-Keeper und wenigstens hier kann ich meine Texte sofort veröffentlichen. Ich war in 2024 wieder einige Male als Kultur-Journalistin unterwegs und habe wunderbare Konzerte und eine Lesungs-Show besucht und anschließend einen Artikel darüber verfasst. Auch zu meinen eigenen Lesungen und zur Leipziger Buchmesse habe ich Beiträge erstellt. Hier meine Kultur-Reportagen und Beiträge aus dem Autorinnen-Leben.

Beim Rheingau-Musikfestival in Wiesbaden im Mai 2024.
Recherche-Reise

Auch in diesem Jahr bin ich wieder an den Schauplatz meines neusten Roman-Projekts gereist, um mir vor Ort jede Menge Eindrücke und Inspiration zu holen: Im Oktober war ich in Turin und in Alba im schönen Piemont.

Am Bahnhof von Turin mit Zugticket nach Alba.
In den Weinbergen von Alba
Mein Jahr 2024 in Zahlen:

2 Romane veröffentlicht („Das kleine Kräutercafé“ Band 2: „Waffelherzen“ und Band 3: „Pralinenküsse“)

1 Hörbuch herausgebracht („Das kleine Kräutercafé – Herzkirschen“)

3 neue Manuskripte geschrieben

12 Blogartikel verfasst

3 Lesungen gehalten („Im Takt ihrer Träume“ als Arabella Meran)

zum 1. Mal auf der Leipziger Buchmesse mit Signierstunde beim DELIA-Stand

1 neue Agentur gefunden

1 Recherche-Reise nach Italien

Lilli Meinhardis / Arabella Meran bei der Leipziger Buchmesse 2024 am DELIA-Stand.

Wie war dein Jahr 2024? Stehen für dich die positiven Erlebnisse im Vordergrund oder lässt du dich (zuweilen) von Enttäuschungen herunterziehen?

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