Gespenstersolitüde

Winde heulen

eine Diele knarrt

eine Tür schlägt zu

im Schloss von Tudory

 

Eine Uhr schlägt Zwölf

ein Vorhang bläht sich

ein Gespenst erwacht

im Schloss von Tudory

 

Seine Kunst ist ausgefeilt

griffbereit sind seine Requisiten

es senkt den Schauerschleier das

Gespenst von Tudory

 

Es klappern gelbe Zähne

ohne Lippen ohne Blut

Bühne frei für das

Gespenst von Tudory

 

Im Mondschein glitzert Staub

auf geheimen Gängen

geht mit Kettenrasseln das

Gespenst von Tudory

 

Es lässt die Kerzen flackern

mit seinem kalten Hauch

wer spürt es voller Furcht

im Schloss von Tudory

 

Versteinerte Gesichter

zeigen keine Regung

auf der Ahnengalerie

im Schloss von Tudory

 

Grausig tut es seine Pflicht

geistert Nacht um Nacht

doch niemand sieht es das

Gespenst von Tudory

 

Längst verhallt sind

schrille Schreckensschreie

der Marquise von Albury

im Schloss von Tudory

 

Längst verblichen sind

Grimassen des Entsetzens

vom Gesicht des Grafen Ginsbury

im Schloss von Tudory

 

Sehnend lauschend schleppend

zieht es durch leere Gemäuer

sein Kostüm in Fetzen das

einsame Gespenst von Tudory

Please follow and like us:

Ricky ruiniert aus Langeweile

Seine Lehrzeit ist zu ende,

Farbkleckse zieren seine Hände.

Pinseln, Streichen und Lackieren,

damit kann er sich nicht blamieren.

Ricky hat es gelernt und weiß,

Arbeit geht nicht ohne Schweiß.

Ricky trägt den Rucksack voller Geld

der ist schwer, was ihm nicht gefällt.

Er ist kein Räuber und kein Strolch,

doch die Scheine stechen wie ein Dolch.

Für sieben Jahre Arbeit sind sie sein Lohn,

ist jetzt Geselle und reif für weitere Fron.

Seine Scheine muss er gut bewachen,

das ist gar nicht mehr zum Lachen.

„Soll dein Vermögen Zinsen tragen,

musst du es an der Börse wagen.“

Solche Ratschläge bekommt er zu Hauf,

so was nimmt ein reicher Mann in Kauf.

„Ach, würde das Geld einem anderen gehören,

das würde mich ganz und gar nicht stören!“,

ruft Ricky, auf dem sein Vermögen lastet.

Wer viel hat, der hadert und hastet.

Ohne Geld wäre ich arm, doch ohne Sorgen.

Was er wirklich wünscht, bleibt ihm verborgen.

Ricky zieht es heim an Mutters Ofen.

Er hat kein Auto, also muss er loofen.

Auf der Straße trifft er einen Mann mit Mofa,

damit käme er schneller hin auf Mutters Sofa.

So tauscht er seinen Rucksack voller Knete

gegen das Zweirad und düst los wie ’ne Rakete.

Bald pfeift sein Gefährt auf dem letzten Loch,

der Tank ist leer und Rickys Magen ooch.

Gähnend leer sind seine Taschen,

doch den Zweifler kann er überraschen.

Schon tauscht er Mofa gegen Stulle

und trampt heim mit leerer Schatulle.

Rickys Mutter wiegt ihn weinend im Arm,

Ricky ist froh und hat keinen Plan.

Er steht am Morgen auf ganz tatenlos,

schlurft umher, ist niemals atemlos.

Er schlürft Suppe und kaut Brot,

müd und müder wird er ohne Not.

Ricky lässt Pinsel und Rolle ruhen,

wendet sich ab von Farben und Konsum.

Für Konzerte hat Ricky kein Geld,

es gibt gratis Musik, die ihm gefällt.

Lerche und Meise singen im Wald,

das nimmt ihm keiner so bald.

Ricky sitzt am Fenster bei Tag,

schaut sinnend hinaus und fragt:

Was soll ich tun in diesem Einerlei?

Wünsche mir alte Sorgen herbei.

Ohne Last spüre ich keine Gewichtung.

Ziellos sein hat keine Richtung.

Die Moral von der Geschicht:

Freiheit hat ein zweites Gesicht.

Alles zu können ist Labsal.

Nichts zu müssen ist Qual.

Träumen ist deine Pflicht,

die zu großen Taten dich sticht.

 

Nachwort:

Das war vielleicht eine schwere Geburt! Die ganze Woche über habe ich lose Gedanken in meinem Kopf hin und her bewegt, wie ich die „Hans im Glück“-Geschichte neu interpretieren könnte. Worin besteht eigentlich sein Glücklichsein? Es wäre zu einfach, es auf Besitzlosigkeit und materielle Zwanglosigkeit zu reduzieren. Auch widerstrebt es mir, die Armut als idyllisch zu verklären. Das geht an der Realität vorbei.

Entsteht Glücklichsein aus der Freiheit von Zwängen, Aufgaben, Verantwortung, moralischen Lasten (z.B. Schuld)? Ja. Aber? Warum fällt mir keine wahrhaftige Geschichte dazu ein? Warum kann ich den Protagonisten nicht greifen? Meine Fantasie prescht immer voran und fragt mich, was nach dem Ende der Geschichte passiert. Hans sitzt im Haus seiner Mutter, hat kein Geld, und vor allem keine Beschäftigung…

Im meinem vorangehenden Beitrag habe ich Hans zur Lichtgestalt für alle gestressten Menschen mit Aussteigerphantasien stilisiert. Ganz klar, an Burn-out wird dieser Hans niemals leiden. Aber was ist mit Bore-out?

Ja, es ist diese Leere, die mich stört. Es genügt nicht, frei von Belastendem zu sein. Diesen Freiraum gilt es zu füllen. Mit Ideen, Wünschen, Zielen und Taten, die darauf ausgerichtet sind.

Was wünscht sich die Figur, über die ich schreiben will? Ich muss an die Redewendung „wunschlos glücklich“ denken und protestiere innerlich. Für mich ist das ein Paradoxon. Wer wunschlos ist, hat keinen Lebensantrieb mehr – das ist jedenfalls meine Überzeugung (siehe auch mein Gedicht „wunschfrei„).

Ich jedenfalls brauche jeden Tag ein Ziel, auch wenn es nur eine kleine Aufgabe ist, die ich erfüllen möchte. So habe ich mir die Aufgabe gesetzt, eine neue Version des „Hans im Glück“ zu schreiben. Daran halte ich mich auch, trotz beträchtlicher innerer Widerstände. Meine vorherigen Märchen sind mir so leicht aus der Feder geflossen. Jetzt bröckelt es trocken daher. Sonntagabend fange ich einen Prosatext über Ronny (heute habe ich ihn in „Ricky“ umgetauft) an, der mit schwerem Geldrucksack zum Bahnhof geht und seinen Zug verpasst. Er denkt über den Geruch von Geld nach. Langweilig. Welche Handlung will ich erzählen und vor allem: Welche Botschaft soll das Ganze haben???

Am heutigen Montagmorgen rette ich mich in die Reimform (denke dabei an Max und Moritz von Wilhelm Busch), in der Hoffnung, durch dieses sprachliche Korsett gestützt zu werden und auch durch die Verdichtung an die Essenz zu gelangen.

Ob es mir gelungen ist? Ich hoffe jedenfalls, dass ihr zu eigenen Gedanken angeregt seid, was es braucht, um glücklich zu sein.

Please follow and like us:

Hans im Glück – eine Aussteigergeschichte über heitere Besitzlosigkeit

Hans im Glück ist kein typischer Märchenheld, denn er sammelt weder Schätze noch Ruhm an und gewinnt auch nicht das Herz einer schönen Frau. Nein, er ist ein Trottel, der seinen Verdienst der letzten sieben Jahre in kürzester Zeit durch dumme Tauschgeschäfte verliert und mit leeren Händen zu seiner Mutter zurück kehrt – mittellos, aber glücklich. Ist er gerade deshalb ein Vorbild in unserem Zeitalter des Konsumzwangs und der Erfolgsversessenheit?

Seine Geschichte ist schnell erzählt:

Hans war sieben Jahre in der Lehre eines Handwerkers. Zum Abschluss erhält er seinen Lohn in Form eines Goldklumpens von der Größe seines Kopfes. Auf dem Weg nach Hause wird ihm das Tragen beschwerlich und so tauscht er sein goldenes Vermögen gegen ein Pferd ein. Er folgt also einem momentanen Impuls (Bequemlichkeit) und stellt bei diesem Tauschgeschäft keine übergeordnete Wertkalkulation an.

Auf seinem weiteren Weg tauscht er das Pferd gegen eine Kuh, die Kuh gegen ein Schwein, das Schwein gegen eine Gans und die Gans gegen einen Schleifstein. Wir als Leser*innen merken sofort, dass er mit jedem Tauschgeschäft einen herben Verlust macht. Aber Hans ist jedes Mal sehr zufrieden damit.

Wenn Hans selbst seine Geschichte erzählt, klingt sie ganz anders – nämlich so, als seien ihm alle seine Besitztümer geschenkt worden (weil er sie nicht kaufen musste). Das zeigt eindrücklich: Erfolg oder Misserfolg, Glück oder Unglück – sie sind keine festen Messwerte, sondern Variablen, die alleine von der Perspektive abhängen, aus der man sie betrachtet.

Scherenschleifer: »Aber wo habt ihr die schöne Gans gekauft?«

Hans: »Die hab ich nicht gekauft, sondern für mein Schwein eingetauscht.« »Und das Schwein?« »Das hab ich für eine Kuh gekriegt.« »Und die Kuh?« »Die hab ich für ein Pferd bekommen.« »Und das Pferd?« »Dafür hab ich einen Klumpen Gold, so groß als mein Kopf, gegeben.« »Und das Gold?« »Ei, das war mein Lohn für sieben Jahre Dienst. (…) Hans lud den Stein auf und ging mit vergnügtem Herzen weiter; seine Augen leuchteten vor Freude, »ich muß in einer Glückshaut geboren sein«, rief er aus, »alles was ich wünsche, trifft mir ein, wie einem Sonntagskind

Zu Schluss fällt Hans der Schleifstein (der für ihn im Übrigen auch keinen Nutzwert hat, da er dieses Handwerk gar nicht gelernt hat) in einen Brunnen.

»Hans, als er sie mit seinen Augen in die Tiefe hatte versinken sehen, sprang vor Freuden auf, kniete dann nieder und dankte Gott mit Thränen in den Augen, daß er ihm auch diese Gnade noch erwiesen und ihm auf eine so gute Art und ohne daß er sich einen Vorwurf zu machen brauchte, von den schweren Steinen befreit hätte; das einzige wäre ihm nur noch hinderlich gewesen. »So glücklich wie ich«, rief er aus, »gibt es keinen Menschen unter der Sonne.« Mit leichtem Herzen und frei von aller Last sprang er nun fort, bis er daheim bei seiner Mutter war.«

Da kann ich nur Staunen und Schmunzeln. „Frei von aller Last“ hallt in mir nach. Ja, das ist ein Wunsch, der wohl in so manchem zeitgenössischen Menschen rumort. Leistungsdruck, Burn-Out, Statussymbole, Konsumterror – das sind die Zeichen unserer Zeit.

Hans ist die Gegenfigur dazu – seine Geschichte die Mutter aller Aussteigerphantasien.

Ja, der naive Hans taugt als Lichtgestalt für alle Menschen, die sich von den Fesseln des Materialismus und der persönlichen Versklavung im Dienste der Karriereleiter befreien möchten.

Geschichten über die menschliche Sinnsuche sind heute allgegenwärtig.

Kürzlich habe ich den Film Into the wild“ (2007) gesehen – ein Zivilisationsflucht-Drama, das auf einer wahren Geschichte basiert: Der 22-jährigen Student Christopher McCandless (er nennt sich „Alexander Supertramp“) verlässt nach dem Collegeabschluss 1990 seine Familie, sagt sich von allem Besitz los (spendet sein Vermögen), lässt sein Auto zurück, behält nur die Kleidung auf seinem Körper und einen Rucksack, er wandert und trampt zwei Jahre lang quer durch die USA, dabei begegnet er einigen Menschen, die ihm Formen des Zusammenlebens anbieten, aber für ihn ist die Einsamkeit die erstrebte Lebensform.

Schließlich findet er in der Wildnis von Alaska einen verlassenen Campingbus, in dem er überwintert. Abgeschnitten von der Zivilisation denkt er über den Sinn des Lebens und das Glück nach (braucht man andere Menschen, um glücklich zu sein?). Aber die materiellen Bedürfnisse des Menschen werden ihm zum Verhängnis: Er leidet Hunger und stirbt im Laufe des Winters an Auszehrung und an einer Lebensmittelvergiftung (1992). Aus seinen Tagebuchaufzeichnungen geht hervor, dass er kurz vor seinem Tod zu der Erkenntnis gelangt sei, dass man nur glücklich wird, wenn man das Glück mit Anderen teilen kann.

Demnächst kommt der Film „100 Dinge“ (von und mit Florian-David Fitz und Matthias Schweighöfer) ins Kino, in dem zwei Männer aufgrund einer Wette alle ihre Besitztümer aufgeben und jeden Tag eines davon zurück bekommen können. In diesem Experiment lernen sie den wahren Wert von Glück kennen. Hier geht es um Besitzlosigkeit, Konsumverweigerung und die Frage, was der Mensch für sein Glück braucht. Die zwei Typen hätten Hans im Glück bestimmt in ihre WG aufgenommen.

Unser Hans jedoch stürzt sich nicht völlig ins materielle Nichts – er kehrt heim an den warmen Ofen seiner Mutter. Diese stelle ich mir als gutmütiges Weiblein vor, die halb blind bei Kerzenschein bis tief in die Nacht Handarbeiten macht, um ihren trotteligen Sohnemann zu ernähren.

„Hans im Glück“ lässt uns nachdenken darüber, was du und ich brauchen, um glücklich zu sein. Welche materiellen und immateriellen Dinge sind es? Im Fall von Hans scheint es seine optimistische Weltsicht zu sein, sein Leben im Augenblick und sein Vertrauen in ein liebevolles soziales Umfeld. Er ist frei von Erwartungsdruck. Hans‘ Glück entspringt seiner inneren Einstellung.

Wie ihr euch denken könnt, juckt es mir in den Fingern, zu diesem Thema meine eigene Märchen-Interpretation zu schreiben.

Holla – da ist mein Märchen schon fertig: Sieben Seiten gefüllt mit Buchstaben. Puh, dauert das Korrigieren aber lang. Ein komischer Vogel besucht mich und bietet mir an, meinen Text gegen einen Tweet zu tauschen. Super: 140 Zeichen leichtes Leseglück. Dann knurrt mein Magen. Kollege Knorr kommt des Wegs und bietet mir an, den Tweet gegen eine Buchstabensuppe zu tauschen. Ein Handel ganz nach meinem Geschmack: In meiner Suppe schwimmen Dutzende von Buchstaben, ich werde satt davon. Wie schön, dass ich mein Märchen jetzt gestärkt noch mal schreiben darf!

Die Buchstaben bleiben dann hoffentlich in meinem Besitz, so dass ihr sie nächste Woche hier lesen könnt.

Please follow and like us:

Der geföhnte Pudel oder Mit Siebenmeilenstiefeln zur wahren Größe

Es war einmal ein Schusterjunge. Er war 21 Jahren alt, hatte aber nur die Körpergröße eines 14-jährigen Knaben. Wenn er durch die Straßen seiner Stadt ging, übersahen die Leute ihn und grüßten nicht, die frechen Buben kicherten und warfen Erbsen nach ihm. So ging er stets mit gesenktem Kopf und hängenden Schultern, was ihn noch kleiner wirken ließ. Er war der einzige Sohn seines Vaters und bei dessen Tod erbte er die bescheidene Schusterei und die Stiefel seines Vaters. Diese waren schon ganz abgelaufen und außerdem viel zu groß, also warf er sie weg.

Wie er da so traurig neben der Tonne auf dem Rinnstein hockte, kam ein Pudel vorbei, der in der Stadt unbekannt war. Sein schwarzes Fell mit verfilzten Locken war dicht wie bei einem Schaf. Seine Haare wucherten dem Pudel so vor die Augen, dass er kaum noch sehen konnte. So rannte er gegen die Beine des Schusterjungen.

„Das schwarze Lamm kommt mir gerade gelegen in meinem Unglück“, rief der junge Schuster und packte das Tier bei den Beinen.

„Mit diesem Fell kann ich meine Jacke für den Winter füllen und mit seinem zarten Fleisch meinen Bauch.“

„Mein Herr, bin weder Lamm, noch fromm“, sprach der Pudel, „mein Fleisch lasst mir an den Knochen. Mein Fell aber sollt Ihr haben. Doch holt mir einen guten Barbier, damit er mir eine rechte Frisur scheidet, damit ich mich wieder unter Leuten zeigen kann. Es soll euer Schaden nicht sein.“

Der Schusterjunge überlegte noch, als der Barbier vorbei spaziert kam.

„Ich werde deine Bitte erfüllten. Dafür versprichst du, mir von nun an zu dienen“, sagte der Schusterjunge.

„Auf dieser Erde werde ich dein Diener sein“, versprach der Pudel und zwinkerte dem Jüngling unter seinen schwarzen Lockenbüscheln zu.

So gab der Schuster seinen letzten Taler dem Barbier, der den Pudel scherte. Nun sah das Tier wie ein Pudelprinz aus, mit buschigen Stiefeln und Schulterfell, die Locken auf seinem Kopf waren zu einer runden Haube geföhnt, die er wie eine Krone trug. Sein Rücken und Bauch aber waren glatt rasiert, so dass seine elegante Figur zur Geltung kam. Der Pudel richtete sich auf seine Hinterbeine auf und stolzierte hoch gestreckt wie ein Mensch einher. Jeder, der ihn sah, wendete sich um nach ihm um und bestaunte ihn.

„Du hast mir meinen Wunsch erfüllt“, sprach der Pudel zum Schuster.

„Jetzt nenne mir deinen Wunsch.“

„Ich will ein großer Mann werden und dass alle Menschen zu mir aufschauen“, sagte der Schuster. Er war es leid, wegen seiner kleinen Statur ständig verspottet zu werden. Weil er nicht angesehen war in seinem Städtchen, kauften die Leute auch selten in seinem Geschäft ein. Oft kam tagelang kein einziger Kunde. Die handgefertigten Lederstiefel in den Regalen waren von Staub bedeckt. Nur hin und wieder kam ein Knecht vorbei, der sich ein Loch in der Sohle stopfen oder einen abgetretenen Absatz erneuern ließ.

„Ist das alles?“, fragte der Pudel.

Der Schuster überlegte einen Moment, dann sagte er:

„Ich will der Größte in meiner Stadt sein! Ansehen, Erfolg und Liebe werden mir dann von ganze alleine zufliegen.“

Der Pudel schmunzelt.

„Ich werde deinen Wunsch erfüllen und dir zu deiner wahren Größe verhelfen. Wenn drei Tage und drei Nächte vergangen sind, wirst du der größte Mann dieser Stadt sein!“, versprach der Pudel.

So ging der Schuster abends zu Bett und fiel sofort in einen tiefen Schlaf. Der Pudel jedoch holte als erstes die Stiefel des Vaters aus der Tonne und stellte sie in einen Topf mit kochendem Wasser. Dort schrumpfte das Leder der Stiefel und noch bevor die Sonne aufging, passten sie genau auf die kleinen Füße des Schusterjungen. Der Pudel hatte außerdem vom Barbier eine gute Schere stibitzt und kürzte damit die Hosenbeine und Ärmel der Tageskleidung seines Herrn um eine Handbreite.

Als der junge Schuster am Morgen erwachte und sich ankleidete, erlebte er eine große Überraschung.

„Was ist mit meinen Armen geschehen?“, rief er, „meine Handgelenke werden nicht mehr vom Ärmel bedeckt.“

„Eure Arme sind gewachsen“, erwiderte der Pudel. Als der Schuster in seine Hose stieg, war auch diese ihm zu kurz.

„Was ist mit meinen Beinen geschehen?“, rief er abermals, „meine Knöchel werden nicht mehr vom Hosenbein bedeckt.“

„Eure Beine sind gewachsen, mein Herr“, sagte der Pudel. Dann reichte er ihm die Stiefel des Vaters.

„Probiert nun, ob ihr hinein gewachsen seid“, forderte er den Schuster auf. Der tat, wie ihm geheißen. Seine Füße schlüpften in die Stiefel und sie passten ihm wie angegossen.

„Endlich habe ich große Füße“, rief er aus und lachte übers ganze Gesicht. Mit großer Fröhlichkeit machte er sich an diesem Tag an seine Arbeit und stellte ein Dutzend neuer Stiefel her.

Währenddessen belud der Pudel sich mit allen Schuhkartons, die er im Laden finden konnte, und stolzierte zum Postamt. Dort ließ er die Kartons in die nächste große Stadt schicken. Als der Postmeister sich darüber wunderte, sprach der Pudel:

„Mein Herr der Schuster hat viele Kunden in der anderen Stadt. Er schickt ihnen seine Meisterstiefel“.

Der Postmeister staunte sehr und erzählte diese Nachricht jedem weiter, den er traf. Niemand ahnte, dass die Schuhkartons in Wirklichkeit leer waren.

In der zweiten Nacht sägte der Pudel alle Tisch- und Stuhlbeine in der Stube um eine Elle ab. Als der Schuster am Morgen erwachte und sich umsah, rieb er sich verwundert die Augen. Er ging zum Tisch, der nun tiefer als seine Hüfte stand, und beugte sich kopfschüttelnd zu diesem hinunter. Er setzte sich auf den Stuhl und seine Knie stachen dabei in die Höhe.

„Bin ich denn eine wahrer Riese geworden?!“, rief er aus.

„Ihr seid über Nacht wieder gewachsen“, sagte der Pudel, der zufrieden beim Ofen saß.

„Ich will auf die Straße laufen, damit alle Leute sehen können, dass ich ein großer Mann bin. Jetzt wird mich niemand mehr auslachen.“

Er setzte seinen Hut auf und eilt zur Tür. Der Pudel aber stellte sich ihm in den Weg.

„Wartet noch bis morgen, bis ihr hinaus geht. Dann sollt Ihr Euch beim Sieben-Meilen-Rennen mit allen Burschen der Stadt messen. Ihr werdet sehen, euren langen Beine und großen Füße werden euch zum schnellsten Läufer machen“, sprach der Pudel. Der Schuster nickte und setzte sich an seine Werkbank. Mit einen lustigen Lied auf den Lippen fertigte er an diesem Tag wieder ein Dutzend neuer Stiefel an.

Unterdessen stand der Pudel im Ladenlokal hinter dem Verkaufstresen und machte eine gute Figur. Die Passanten blickten neugierig durch die Scheiben, denn sie hatten von der Schuhlieferung in die andere Stadt gehört. Am Nachmittag trat die schöne Tochter des Bürgermeisters ein. Der junge Schuster war schon seit langem in sie verliebt, aber sie übersah ihren kleinen Verehrer. Das Mädchen blickte sich im Laden um und nahm mal den einen, mal den anderen Schuh in die Hand. Neben den Stiefeln war der Schuster auch in der Anfertigung graziler Damenpantoffeln sehr geschickt. Während das Mädchen in die Betrachtung der bunten Pantöffelchen vertieft war, versprühte der Pudel großzügig Rosenduft im Raum. Das Mädchen schnupperte mit ihrer feinen Nase in die Luft.

„War heute schon eine Kundin hier?“, fragte sie den Pudel.

„Keine Kundin, meine Gnädigste,“ antwortet der Pudel. „vielmehr eine junge Dame, die meinem Herrn dem Schuster sehr zugetan ist“. Der Pudel zwinkerte dem Mädchen geheimnisvoll zu.

„So, so“, sagte sie spröde und ging hinaus. Sie wusste wohl, dass der kleine Schusterjunge sie verehrte. Dass sie nun offenbar eine Konkurrentin hatte, gefiel ihr gar nicht.

In dieser Nacht schlich der Pudel mit Hacke und Spaten hinaus auf das Feld, wo die Rennstrecke lag. Die Tradition dieses Zweikampfes sah vor, dass jeder Läufer eine eigene Strecke auf einem verschlungenen Weg durch Feld und Wald, um Sträucher und über Hecken zurück legen musste. Jeder Weg war durch sieben Meilenschilder markiert. Das siebte Schild war das Ziel und dort trafen die zwei Weg wieder aufeinander. Am Ziel standen die Zuschauer und der Preisrichter. Wer als erster eintraf, hatte gewonnen. Der Pudel schlug den linken Weg der Rennstrecken ein. Nacheinander grub er die sieben Meilen-Schilder aus der Erde und setzte sie an anderer Stelle wieder in den Boden, und zwar so, dass die Strecke nur noch halb so lang war. Dort wo das erste Schild „1 Meile“ anzeigte, hatte der Läufer in Wirklichkeit nur eine halbe Meile zurück gelegt. So machte er es mit jedem der sieben Schilder.

Als der Morgen graute, lag der Pudel wie ein frommes Lämmchen wieder vor dem Ofen, nur seine Frisur war ein wenig zerzaust vom nächtlichen Graben.

Am Morgen des dritten Tages erwachte der Schuster voller Tatendrang. Endlich wollte er seine neue Größe unter Beweis stellen. Es war der Tag des Sieben-Meilen-Rennens. Er polierte das alte Leder der väterlichen Stiefel auf Hochglanz und besserte die schiefgetretenen Absätze aus. Dann zog er sie mit Stolz an und sie passten ihm wie angegossen. Er war bereit für den Lauf seines Lebens.

„Lauft nur ohne mich“, sagte der Pudel, „aber wählt für jedes Rennen den linken Pfad. Ihr werdet sehen, eure Stiefel werden euch leicht über die sieben Meilen tragen. Ich bleibe hier und bereite etwas für eure Rückkehr vor.“ Der Schusterjunge war einverstanden und lief mit frohem Mut zum Feld vor das Stadttor.

Dort waren schon viele Schaulustige und die schnellsten Läufer der Stadt versammelt. Auch der Bürgermeister war da, um über die Zeremonie zu wachen und seine schöne Tochter stand neben ihm, um den Sieger zu küren. Der Schuster bekam Herzklopfen, als er das Mädchen sah.

Die Rennen begannen und immer zwei Läufer traten gegeneinander an. Es gab einen Vorlauf, einen Zwischenlauf und einen Endlauf, wobei immer die jeweiligen Sieger der Zweikämpfe gegeneinander liefen.

Bei seinem ersten Lauf wählte der Schusterjunge die linke Strecke, wie es ihm der Pudel geraten hatte. Er lief mit schnellen kleinen Schritten und seine Stiefel trugen ihn über lehmige Trampelpfade und Wiesen. Das erste Meilenschild passierte er und war noch nicht mal außer Atem. Ehe er es sich versah, war er im Ziel: Als Erster und die Menge jubelte ihm zu.

„Ich bin ein großer Läufer“, dachte er bei sich und sprang mit Zuversicht seinem zweiten Rennen entgegen. Auch hier nahm er wieder den linken Weg. Er rannte leichten Schrittes und die sieben Meilen flogen nur so an ihm vorbei. Nachdem er ein zweites Mal gesiegt hatte, sagte er zu sich:

„Was diese kleinen Schritte doch für eine große Wirkung haben.“

Das dritte Rennen war der Endlauf. Sein Gegner war der Schmied, ein großer Bursche, so kräftig wie ein Pferd, mit breiten Schultern und einem noch breiteren Grinsen, der den Schusterjungen schon seit eh und je verhöhnte.

„Dir werde ich es zeigen! Bin kein Winzling mehr, bin groß und schnell, dein Grinsen wird dir noch vergehen“, dachte der Schuster bei sich und schaute dem behäbigen Schmied mit vorgestrecktem Kinn entgegen.

Der Bürgermeister wies dem Schusterjungen bei diesem Lauf den rechten Weg zu. Seine Tochter nickte ihm aufmunternd zu und schenkte ihm sogar ein Lächeln. Das Herz des Schusters machte einen Hüpfer. Begierig auf den Wettlauf nahm er seine Position auf dem rechten Weg ein. Der Schuster dachte zwar an den Rat vom Pudel, aber seine Zuversicht war mit jedem Lauf gewachsen. Ob es dieser, oder jener Weg war, er würde siegen. Der Pfiff zum Rennen gellte und der Schusterjunge lief mit aller Kraft seines Herzens und seiner Beine. Die Strecke kam ihm länger vor, aber er verzagte nicht. Der Schmied hingegen war sich seiner Überlegenheit sicher und strengte sich nicht sehr an. So näherten sich die Läufer fast gleichzeitig dem Ziel an der Siebenmeilenmarke.

Der Schusterjunge tat eine letzte Anstrengung und seine treuen Stiefel trugen ihn sicher über glitschiges Moos und holprige Steine.

So kam er als Erster ins Ziel und die Menge jubelten ihm zu und rief:

„Der Schuster mit den Stiefeln ist unser neuer Sieben-Meilen-Sieger!“

Die Tochter des Bürgermeisters legte dem jungen Schuster den Siegerkranz aus Blumen um den Hals und errötete dabei.

Als der Schuster nach Hause kam und dem Pudel von seinem Sieg erzählen wollte, war dieser nicht mehr da. An der Stelle neben dem Ofen, wo das Tier nachts gelegen hatte, fand er einen zerbrochenen Zollstock, ein Büschel schwarzer Wolle vom Fell des Pudels und ein neues Firmenschild, auf dem stand: „Siebenmeilenstiefel“.

Der Schuster hängte das Schild über seine Ladentür und nähte einen prächtigen Fellbesatz als Saum um den Schaft seiner siegreichen Stiefel. Den zerbrochenen Zollstock warf er in die Tonne. Er würde sich nie mehr daran messen.

Noch am selben Tag kamen die Leute der Stadt in Scharen in sein Geschäft und wollten ein Paar der legendären Siebenmeilenstiefel haben. Künftig versah er alle seine Stiefel mit einem schwarzen Fellrand und das wurde große Mode. Seine Siebenmeilenstiefel wurden berühmt weit über die Grenzen der Stadt hinaus und sein Geschäft wurden von Käufern bestürmt. Jetzt ging er hoch aufgerichtet durch die Gassen und alle Leute grüßten ihn. Wenn sie ihren Hut vor ihm zogen oder knicksten, schauten sie zu ihm auf.

Bevor das Jahr um war, wurde die Tochter des Bürgermeisters seine Braut. Bald darauf wurde der Schuster selbst zum Bürgermeister ernannt. Wenn jemand fragte, wer der größte Mann dieser Stadt sei, so war die Antwort stets: „Der Schuster mit den Siebenmeilenstiefeln.“

Der Schusterjunge sah den Pudel nie wieder. Erst einige Zeit später verstand er die Worte des Pudels, der gesagt hatte: „Ich werde dir zu deiner wahren Größe verhelfen“.

Wahre Größe misst sich nämlich nicht in Zoll, der Mensch zollt sie sich selbst.

Nachwort:

Wie ihr wisst, habe ich mich bei diesem Märchen von den Gedanken leiten lassen, die ich mir zum „Gestiefelten Kater“ und dem „Tapferen Schneiderlein“ („Sieben auf einen Streich“) gemacht habe. Allerdings hat es mich beim Schreiben immer mehr in eine andere Richtung gedrängt. Anfangs wollte ich von einem Protz mit narzistischen Zügen erzählen, der sich zum Erfolg schummelt und lügt. Aber mein kleiner Schuster wollte sich nicht in dieses Schema pressen lassen. Der Protagonist hat protestiert und mir die Federführung aus der Hand genommen und der Pudel hat sich mit ihm verschworen. So ist er mit seinen Schwächen zum Sympathieträger (für mich) geworden. Jetzt ist es (primär) keine Geschichte mehr über Täuschung und Großmacherei, sondern über Selbstwertgefühl  – und ja, das Mittel der Illusion darf dafür eingesetzt werden.

Please follow and like us:

Die Erfolgsgeschichte der Täuschung – gut gelogen ist halb gewonnen

„Lügen haben kurze Beine!“ Nicht im Märchen! Dort stecken sie in Stiefeln und bringen den Märchenhelden ganz nach oben. So in »Der gestiefelten Kater«. Dieser gut gekleidete Kater ist ein wahres Marketinggenie und sollte jedem Salesman des 21. Jahrhunderts Modell stehen. Im Handumdrehen bzw. Zungeumdrehen schafft der pelzige Stiefelträger es, seinen Herrn vom armen Schlucker zum Großgrundbesitzer, Schlossherrn und Prinzgemahl zu erheben.

Zur Erinnerung: Es war einmal ein Müller, der hatte drei Söhne. Als dieser stirbt, teilen sich die drei Söhne die Erbschaft: der älteste bekommt die Mühle, der zweite den Esel, der dritte den Kater. Der Kater ist gut im Mäuse fangen, aber damit kann der jüngste Sohn wenig anfangen. Er überlegt, sich vom Fell des Katers ein Paar Pelzhandschuhe machen zu lassen. Der Kater ist klug und hält ein Plädoyer um sein Leben:

»Hör, du brauchst mich nicht zu töten, um ein Paar schlechte Handschuhe aus meinem Pelz zu kriegen; laß mir nur ein Paar Stiefel machen, daß ich ausgehen und mich unter den Leuten sehen lassen kann, dann soll dir bald geholfen sein.«

Der Müllerssohn gibt dem Vorschlag aus einem Impuls heraus nach und bald schon marschiert der Kater aufrecht und gestiefelt in die Welt, um für seinen Herrn Werbung zu machen.

Er kümmert sich bestens um die Public Relations, indem er dem amtierenden König Rebhühner als Geschenk seines Herrn bringt, den er als „Graf“ betitelt. Zum Dank sendet der König dem falschen Grafen säckeweise Gold. Aber Zahlungsfähigkeit alleine ist für den Müllersgrafen nur der erste Schritt seines Aufstiegs. Der clevere Kater weiß: Wer ein großer Mann werden will, braucht Statussymbole und eine gesellschaftliche Stellung. „New Money“ hat sich schon immer mittels Ehe in den Hochadel eingekauft.

Wie in einer Reality Soap (selbstverständlich mit Drehbuch) lässt der Miezemeister der Illusion den Müllerssohn nackt in einem See baden und versteckt dessen armseligen Kleider. Als der König in seiner Kutsche vorbei gefahren kommt, erzählt der Kater ihm eine Räuberpistole und der König glaubt alles. Er kleidet den ausgeraubten Grafen (den er als Spender der Rebhühner schätzt) in prächtige Gewänder und lässt ihn in sein Luxusgefährt einsteigen, wo just auch die Prinzessin sitzt.

Jetzt zieht der gestiefelte Kater alle Register einer guten Imagekampagne auf.

So wie Donald Trump sich dreist in die Liste der 400 Superreichen des US-Magazins „Forbes“ geschummelt hat (indem er das Vermögen seines Vaters als sein eigenes deklariert hat), trägt der Kater die Täuschung wie ein Banner vor sich und seinem Herrn her: Er beeinflusst die öffentliche Meinung mittels einer Flüsterkampagne – in Zeiten von Social Media würden seine „alternativen Fakten“ und „fake news“ von unzähligen Followern geteilt werden: Der PR-Kater setzt die Lüge in die Welt, die Wiesen, der Wald, das Schloss (die in Wahrheit alle einem Zauberer gehören) stünden im Eigentum seines Grafen. Die leichtgläubigen Leute geben diese Nachricht ungefiltert an den König weiter, der keine Zweifel an der Echtheit dieser Aussagen hegt.

Mit List bringt der Kater den Zauberer um (als jener sich in eine Maus verwandelt, kann der Kater nochmals auf seine Kernkompetenz zurück greifen) und enteignet ihn somit seiner Habe.

Der Müllerssohn tritt nun als Graf in das unrechtmäßig ergaunerte Gut ein und ist prompt der perfekte Heiratskandidat für die Königstochter. Bald schon ist er selbst König und der gestiefelte Kater wird sein erster Minister.

Was für eine Erfolgsgeschichte! Und alles dank Lüge (der PR-Kater würde es „List“ nennen) und Täuschung („aktive Imagepflege“).

In einigen Märchen finden sich noch weitere Lehrstücke, wie unehrliches Verhalten belohnt wird. So zum Beispiel in »Das tapfere Schneiderlein«. Der Schneider erschlägt sieben Fliegen mit einem handelsüblichen Tuchlappen. Diese Alltagstat bauscht er zur Heldentat auf, indem er sich einen Gürtel (man denke an asiatischen Kampfsport) anlegt, den er mit der Aufschrift „Sieben auf einen Streich“ bestickt.

Diese Übertreibung im Dienste der Selbstvermarktung wird fortan sein Wahlspruch. Im Verlauf der Geschichte erliegt so mancher Gegner dieser vorgetäuschten Heldentat und prüft sie nicht auf ihre Substanz. Stiftung Tapferkeitstest gab es offenbar noch nicht.

Auch die praktische Täuschung beherrscht das „tapfere“ Schneiderlein bestens: Er zerquetscht Käse in seiner Hand, den er für einen Stein ausgibt und er besiegt zwei Riesen, indem er sie gegeneinander aufbringt und sich gegenseitig zerfleischen lässt (so mancher Politiker mag diese Taktik bewundern).

Inspiriert von diesen Lehren gibt es nun mein neustes Märchen:

Der geföhnte Pudel oder Sieben Lügen auf einen Streich

Darin werdet ihr sehen, wie lange die  Lügenbeine tragen und was den Protz zum großen Mann werden lässt…

Ein gewisser Kater schaltet sich ein und übernimmt die Ankündigung:

OUT NOW:  Die sensationelle Neuerscheinung steigt gleich in die TOP 7 der All-time-Märchen-Favoriten ein.

(Räusper) Leider zurzeit nicht lieferbar, da noch nicht geschrieben. Vorbestellung jederzeit möglich.

Coming soon…

Out NOW (really – as of Oct. 7, 2018): 

Der geföhnte Pudel oder Mit Siebenmeilenstiefeln zur wahren Größe

Please follow and like us: