H – Himmelsblind

Es gibt ihn noch

den Vogel

der in den Himmel steigt

seine Flügel spannt

nicht schmelzend nicht stürzend

 

der Vogel

im schwarzen Gefieder

mit schwarzen Augen

die nach innen schauen

schwebend blind im Himmelsblau

 

blaublind

das ist seine Leichtigkeit

Flug ohne Richtung

windzerzaust ist sein Gefieder

zerzaust und trotzdem heil

 

sie tragen ihn

die Federn und der Wind

Sturm mag kommen

die Fratze des Windes

lässt ihn alles vergessen

 

vergessen sind

die Antworten

auf falsche Fragen

die Rufe

von unnahbaren Ufern

 

Tag und Nacht

sind ausgelöscht

im blauen Himmelsblind

ausgetauscht

gegen die Unendlichkeit

 

er weiß nicht mehr

was seine Augen früher sahen

jetzt liegt er im Wind

in den Armen der Willkür

windblind

 

es ist gut so

er braucht nichts mehr

zu entscheiden

außer zu atmen

ein und aus

 

ein und aus

ein Trommeln

aus Gedanken

ein Herz

aus Trommeln

 

Gedankentrommel

taumelt im Herzen

sein Herz hört zu

ganz offen

ganz Ohr

 

blaues Herz

schlägt mit

im selben Rhythmus

ohne Grund

Herzenshimmelsblind

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Blogparade #BKS11: April, April, der weiß nicht was er will

Willkommen zur Blogparade mit dem Thema: April, April, der weiß nicht was er will! Alle Schreiblustigen aus unserem Masterstudiengang Biografisches und Kreatives Scheiben an der ASH Berlin (#BKS11) sind herzlich eingeladen, ebenso wie alle anderen schreibfreudigen Bloggerinnen und Blogger.

Ihr dürft das Thema frei interpretieren – als Gedicht, Kurzgeschichte, Collage u.a. Aber es gibt eine kreative Herausforderung (contrainte): Es sollen nur Wörter verwendet werden, die ein „a“ enthalten („ä“ gilt auch).

Die „contrainte“ ist eine kreative Methode aus der „Werkstatt für Potentielle Literatur“ OuLiPo (L‘ Ouvroir de Littérature Potentielle). Durch die selbstauferlegten formalen oder inhaltlichen Textbildungsregelungen sollen die verborgenen Potentiale der Sprache entdeckt werden.

Die Blogparade startet ab sofort und endet am 30. April 2018. Schreibt einfach den Link zu eurem April-Blogbeitrag unten in den Kommentar. Los geht’s und viel Spaß!

Ausgeschlüpft am Montag:

April Attitüden

Osterhasen hasten schokoladenbeladen

Samen schauen staunend auf Himmelslaunen

Pflanzenknospen sagen Wintergrau adé

Himmelslampe strahlt glanzvoll warm

Hagelschauer machen manchen sauer

Sauberleute starten Lappenattacken auf Fensterglas

Naturbewunderer wandern wacker aus Wolkenausbruch

Stubenhocker halten beharrlich zuhause aus

Balkongärtner tauen Geranien auf

Sonnenanbeter stranden auf Mallorca

Schränke fassen fade Flanelljacken

Nacktfußfreunde laufen lässig auf Sandalen

Amour labt Ausgehungerte avec charme

Sprachliebhaber schmausen alphabetisch

Babys Frauen Mädels Männer Knaben

tragen ahnungsfrohes Antlitz

Bald lacht allerliebster Mai

Ai!

ASH-Variante am Dienstag

Naturbewunderer tragen Wetterfahne auf see*hnassen Alleen

PARADEN-LAUF:

EinAHase von Sabine Hinterberger

Osterhasenglück von Hedda Lenz

Kurzurlaub von Bettina-Maria Henze (BKS IV):

Kurzurlaub

Katastrophenwetter! April! Abhauen! Urlaub! Südeuropaträume! Italien! Zitronenbäume! Fähre fahren auf blauem Wasser! An lauen Abenden am Hafen spazieren. Sommerahnungen. Ausspannen. Aufatmen. Aber ach! Baldiger Aufbruch. Rückfahrt nach Hause. Urlaubsende. Wann kann man nochmal Frühjahr atmen?

von Katharina Körting:

Wasser fällt sanft auf das Land
Sanfter als Lächeln: als aprilfarbenes Lauschen
(Allerdings schauen an karibischen Stränden andere Augen
Auf andere Heimat
Papieren achtlos andere Frauen an anderen Aprilfäden vorläufigen Buchstabenmatsch aus
Land, das sanft fällt auf Wasser)

Balz von Urs Küenzi

Küchenmarie backt Anfang April Orangen-Polenta-Flan, alles an A, Ai und Ä von Küchenmarie

Fernab von Hedda Lenz

Fernab

Allee nach Allee,

Nachtgedanken –

am Firmament

das Verhallen

vager Sätze,

unausgesprochen

fernab aller

traumverschlungenen

Silbenpfade.

Alles von Fee

Anders wäre wunderbar von Miss Novice

Ein Gedicht von Sabine Marx

Aprilreflexionen auf autobiografisch Abgelebtes von Kirsten Alers:

Aprilreflexionen auf autobiografisch Abgelebtes
Am Anfang, ach, am Anfang außerhalb aller Ahnungen: abgehoben, abgenabelt, ausgezogen. Ahnenstaub ausgeatmet. Alte Antworten attackiert, andernorts andere Antworten ausgehalten, abermals ängstlich Angesagtes abgelehnt. Abtrünnig atheistisch abseits angekommen. Anker ausgeworfen, angedockt an allerhand. Achtung angesichts absurder Ansichten angenommen, Artgenossen angeschrieen, Artgenossinnen angebetet, Abgöttisches auserkoren aus Abscheulichkeiten, Ähnliches abgelehnt, aussortiert, ausgespuckt. Als Amazone auch Arkadien aufgesucht. Äste absichtlich angesägt. Anfechtungen ausgesetzt. Aufgerissen. Auseinandergefallen. Abwärts abgerutscht. Aderlass am Aschermittwoch. Argumentieren ausgesetzt. Alles ächzt, alles altert, aber alles atmet auch …

 Aprilnächte von Shakti

April, genannt „Launischer“ von Margarete

Alles auf Anfang  von Mo…Saiks Runen

Frühlingserwachen von Christiane

Aprilis von Silvia

Fahrt nach an Ankara von Susanne alias 12andereWege

Maientanz, mal anders! von Sabine Hinterberger

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Gerne könnt ihr das Titelbild dieses Blogbeitrags bei euch verwenden. Als andere Stimmungs-Varianten stehen auch diese Bilder zur Verfügung:

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