Schreib- und Kulturreise nach Wien im Oktober 2026: Schreiben mit allen Sinnen mit Arabella Meran

Ich freue mich sehr, euch ein ganz besonderes Schreibangebot vorstellen zu dürfen, das ich gemeinsam mit der Agentur Plan & Sparkle, die auf Reisen und Retreats für Schreibende spezialisiert ist, entwickelt habe. 

Wann: Do, 15. Oktober bis Sonntag, 18. Oktober 2026 mit 3 Übernachtungen im charmanten Stadthotel Henriette (4 Sterne).

Für wen: Wenn du Freude am kreativen Schreiben hast, bist du hier genau richtig. Egal, ob du noch am Anfang stehst oder schon einige Erfahrungen als Autor*in gesammelt hast.

Das erwartet dich auf der Schreib- und Kulturreise nach Wien

„Schreiben mit allen Sinnen“: Wir laden dich ein, die Kulturmetropole Wien mit all deinen Sinnen zu entdecken und unter professioneller Anleitung ins Schreiben zu kommen.

Begib dich mit der Autorin und Schreiblehrerin Arabella Meran auf eine besondere Reise nach Wien, einer Stadt voller historischer Kulturgüter mit prachtvoller Architektur aus den Zeiten der Donaumonarchie, in der die Musik der Jahrhunderte heute noch erklingt. Entdecke eine Stadt, die Geschichte atmet und in der du deine eigene Geschichte entwickeln und schreibend zum Leben erwecken kannst. Du wirst deine Umgebung mit allen Sinnen erkunden und einüben, wie du lebendige Szenen gestaltest und dabei vom Austausch mit anderen Schreibenden profitieren.

Hier findest du die wichtigsten Rahmendaten des Reisepakets: LINK

Kompaktinformation als pdf: HIER.

Eindruck und Ausdruck: Auf Inspiration folgt die Expression mit Worten

Während deines Wien-Aufenthaltes wirst du an zwei Vormittagen im geschützten Umfeld eines Workshop-Raumes Schreibeinheiten nach Anleitung der Dozentin ausführen. Hierbei wirst du Impulse zum Freewriting erhalten und aus deinen gesammelten Eindrücken aus den gemeinsamen „Sinnes-Erkundungen“ schöpfen.

Die Nachmittage sind der Expedition in die Stadtlandschaft gewidmet, wo du in Begleitung der Dozentin deine Umgebung mit allen Sinnen (sehen, hören, riechen, schmecken, tasten) erkunden wirst. Hierbei bekommst du spielerische Aufgaben gestellt (z.B. nach einer bestimmten Farbe Ausschau zu halten) und kannst auch deinem eigenen Entdeckungsdrang frei folgen.

Die Abende stehen dir zur freien Verfügung.

Diese Orte werden wir gemeinsam erkunden

Historisches Zentrum Wiens (1. Bezirk)

Beim Schlendern im historischen Dreieck zwischen Stephansdom, Hofburg und Wiener Staatsoper mit der Kärntner Straße, Graben und Kohlmarkt mit den traditionsreichen k. u. k.-Geschäften kannst du die Atmosphäre der früheren Donaumonarchie auf den Spuren von Kaiserin Sisi und Kaiser Franz Joseph I. in dich aufnehmen.

Kaffeehaus

Beim (optionalen) gemeinsames Welcome-Abendessen im Café Diglas in der Wollzeile 10 nahe Stephansdom und Mozarthaus  kannst du in die einzigartige Kaffeehauskultur eintauchen.

https://wollzeile.diglas.at/

Mittagessen im Café Landtmann – Wiens elegantestes Kaffeehaus seit 1873 im Herzen Wiens (Universitätsring 4) gleich neben dem Burgtheater. Das Kaffeehaus bietet kulinarische Genüsse der Wiener Küche von Mehlspeisen bis Wiener Schnitzel, Backhendl, Tafelspitz und Gulasch. Zudem kannst du die einzigartige Atmosphäre von Behaglichkeit und Lebendigkeit zwischen Tellerklappern und Zeitungsrascheln genießen. https://www.landtmann.at/speisekarte

Café Landtmann

Auktionshaus Dorotheum

Besuch des Auktionshauses Dorotheum (seit 1707) nahe der Hofburg. In den prachtvollen Räumen des historischen Palais kannst du von Schmuck über Mobiliar bis zu Kunst eine Vielzahl schöner und manchmal skurriler Gegenstände entdecken, die deine Fantasie anregen werden. Welche wechselvolle und vielleicht tragische Geschichte mag wohl in diesen Objekten stecken? Im Nachgang zu dieser Exkursion wirst du zu einem Gegenstand deiner Wahl eine fiktive Biographie aus der Ich-Perspektive schreiben: Wie kam es dazu, dass dieses Objekt, das einst im Haus reicher Leute beheimatet war, nun versteigert werden muss? Zwischendurch werden wir uns als Gruppe im gemütlichen Café im zweiten Stock für eine Tasse Mokka und Austausch zusammenfinden. https://www.dorotheum.com/de/

Prater

Expedition in den Prater. Du wirst den belebten Bereich des Jahrmarktes („Volksprater“ beim Praterstern) mit dem ikonischen Riesenrad, den Fahrgeschäften und Buden kennenlernen und anschließend auf der Hauptallee unter Kastanienbäumen die weitläufige Auenlandschaft mit dem kleinen Ententeich am Konstantinhügel erkunden. Inmitten der herbstlichen Naturlandschaft kannst du wieder ganz intensiv die sinnlichen Eindrücke in dich aufnehmen und dich inspirieren lassen. Dabei wird die Dozentin die Gruppe mit kleinen Schreibimpulsen anleiten. https://www.praterwien.com/startseite/

Kastanienallee im Prater

Wiener Staatsoper

Wenn du möchtest, kannst du an einem der Abende eine Vorstellung in der Wiener Staatsoper besuchen. Dabei wird dich Arabella Meran begleiten. Im prachtvollen Opernhaus erwartet dich ein unvergesslicher Ohren- und Augenschmaus. Der Besuch in der Wiener Staatsoper ist optional und abhängig vom Spielplan.

https://www.wiener-staatsoper.at/

Arabella Meran vor der Wiener Staatsoper
Blick hinter die Kulissen

In einem Kurzinterview erfährst du, welche Erfahrungen und Methoden ich selbst beim Romanschreiben erprobt habe und dir bei der Schreib- und Kulturreise in Wien vermitteln möchte. 

FRAGE: Warum ist Wien deine Lieblingsstadt und wie hat sie dich zu deinem historischen Roman „Im Takt ihrer Träume“ inspiriert?

Arabella Meran: Als großer Opernfan hat es mich schon viele Male nach Wien gezogen, um dort musikalisch das Beste vom Besten in der legendären Staatsoper zu erleben. Mit den Wiener Philharmonikern im Graben und den größten Gesangsstars der Gegenwart wie Jonas Kaufmann und Anna Netrebko auf der Bühne gilt die Staatsoper als der „heilige Gral“ in der Opernwelt. Als im Jahr 2020 eine Geschichte in mir herangereift ist über eine junge Dirigentin in den 1920er Jahren, die gegen die männliche Dominanz in diesem Berufsstand ankämpfen muss, war für mich sofort klar, dass Wien dafür der ideale Schauplatz ist. Doch nicht nur als schöne Kulisse, sondern mit allem, was an Tradition, Textur und Lebensart in solch einer Stadt drinnen steckt.

FRAGE: Was hat sich für dich verändert, als du zur Recherche in Wien warst?

Als ich zur Romanrecherche wieder vor Ort war, habe ich gemerkt, wie sehr meine Sinne geschärft sind, wenn ich meine Umgebung mit dem „Mindset“ einer Autorin wahrnehme. Ja, auch früher habe ich schon als Touristin die prachtvolle Architektur beim Spaziergang durch die historischen Gassen und Boulevards bewundert und habe mir Sachertorte im Kaffeehaus schmecken lassen. Doch als Autorin hat sich mir in Wien nochmal eine neue Welt erschlossen, die viel detaillierter und intensiver war, als zuvor. Ich habe ganz genau hingeschaut (welche Farbe haben eigentlich die Fenster der Wiener Staatsoper?) und ganz genau hingehört (wie bimmelt eigentlich die „Bim“, also die Straßenbahn? Wie schnattern und quaken die Enten im Prater?). Ich habe Aromen in meine Nase eingesogen, Geschmäcker ganz bewusst verkostet und Gegenstände mit meinen Händen ertastet. Dabei habe ich viele Dinge entdeckt, die mir zuvor entgangen waren. Meine Umgebung hat mich inspiriert und gleichzeitig habe ich die Stadt mit meinen Romanfiguren bevölkert. So ist die Stadt mit meiner Geschichte zu einer neuen Realität verschmolzen, ich habe sie mir zu eigen gemacht und sie ist auf den Buchseiten lebendig geworden.

Das ist es, was ich den Teilnehmenden der Schreibreise vermitteln möchte: Eine Umgebung mit den geschärften Sinnen einer Autorin zu entdecken und dabei aus der Fülle der Eindrücke Inspiration zu schöpfen und auf dem Papier mit Worten eine lebensechte Welt entstehen zu lassen.

Arabella Meran mit ihrem Wien-Roman „Im Takt ihrer Träume“. Eine junge Dirigentin in den 1920er Jahren muss alles aufs Spiel setzen, um ihren Traum zu verwirklichen, die Wiener Philharmoniker zu dirigieren.

Möchtest du dich für diese Schreib- und Kulturreise anmelden? HIER kannst du das tun.

Meine Empfehlungen für die Leipziger Buchmesse 2026

Ich freue mich sehr darauf, wieder auf die Leipziger Buchmesse zu fahren, die in diesem Jahr vom Donnerstag, den 19. bis Sonntag, den 22. März 2026 stattfindet.

Arabella Meran auf der Leipziger Buchmesse

Einige Veranstaltungen habe ich mir bereits vorgemerkt und möchte sie an dieser Stelle empfehlen:

Dieses Jahr erhalten Debüt-Autor:innen besondere Aufmerksamkeit. An mehreren Orten – von „Beste erste Bücher“ und der „Langen Leipziger Lesenacht“ über die #buchbar und die Donaubühne bis zum BloggerRoom BL:OOM – können Besucher:innen und Medienschaffende die vielversprechendsten Debüts des Frühjahrs entdecken. Mehr Infos hier.

DELIA-Literaturpreis

Am Samstag wird der DELIA-Literaturpreis in der Kategorie Liebesroman und Junge Liebe (Jugendbuch) vergeben.

Der DELIA-Literaturpreis existiert seit 2004 und ist ein unabhängiger Preis von Autor*innen für Autor*innen und kürt Romane im Bereich Unterhaltungsliteratur in den Kategorien Roman sowie „Junge Liebe“ (in dieser Kategorie erst seit 2017).

Die Autor*innen von DELIA haben es sich nicht nur zur Aufgabe gemacht, in vielfältiger Form von der Liebe zu erzählen, sondern darüber hinaus auch den Liebesroman als solchen zu fördern. Beide Preiskategorien sind jeweils mit einem Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro dotiert, stehen also gleichberechtigt nebeneinander.

Die Shortlist der nominierten Bücher finden Sie hier.

Die Preisverleihung findet im Rahmen der Leipziger Buchmesse am Samstag, 21.03.2026, um 13 Uhr in Halle 5, Forum Lesereise, statt.

Praktische Tipps für den Messebesuch:

– bequeme Schuhe

– Wasserflasche

– Snacks

– Notizbuch / Terminkalender

– gut ausgeschlafen sein 🙂

Ich wünsche dir / Ihnen eine eindrucksvolle Zeit auf der Messe und vielleicht sehen wir uns ja sogar.

Ist das Kunst? Oder landet das vor Gericht? Wie weit dürfen Schlüsselroman und Satire gehen? Kunstfreiheit vs. Persönlichkeitsrecht – mein Artikel in der Federwelt

Ich freue mich, dass wieder ein Artikel von mir in der „Federwelt – Das Magazin rund ums Schreiben“ erschienen ist. 

Darum geht es in meinem Artikel:

Ist das Kunst? Oder landet das vor Gericht?

#2 Wie weit dürfen Schlüsselroman und Satire gehen? Deckt die Kunstfreiheit hier sogar die Schmähung eines Menschen ab?

Du erfährst hier Hintergründe zum Schlüsselroman „Mephisto“ von Klaus Mann, der mit seinem Verbot Rechtsgeschichte geschrieben hat. Auch aktuelle Beispiele wie „Die Assistentin“ von Caroline Wahl greife ich auf. Zudem gebe ich Tipps, was du als Autorin beachten solltest, um dich vor einer Klage wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts zu schützen.

Vielen Dank an dieser Stelle an die Chefredakteurin Anke Gasch für die tolle Zusammenarbeit.

Autorin Arabella Meran mit der „Federwelt“ (Februar 2026)

Diese weiteren spannenden Artikel erwarten dich in der FEDERWELT Heft Nr. 176 Februar 2026:
– Wie wir mit Worten Welten öffnen oder verschließen und wie sensible Sprache aussehen kann. Von Yannick-Maria Reimers (auf dem Cover)
– Mit Want, Need und Defizit tiefgründigere Figuren entwickeln und die Handlung vorantreiben
– Von der Autorin zur Verlegerin

– Kunstfreiheit: Wie weit dürfen Schlüsselroman und Satire gehen?

– Wie überzeugt mein Exposé?
– Abgehängt? Veröffentlichen mit Psychiatrie-Erfahrung
– Heimatlosigkeit: Wie können meine Geschichten mir selbst und anderen als Heimat dienen?
– Tipps zum Zeitmanagement

Ist das Kunst? Oder landet das vor Gericht? #2 Wie weit dürfen Schlüsselroman und Satire gehen? Deckt die Kunstfreiheit hier sogar die Schmähung eines Menschen ab? FEDERWELT Artikel von Ulrike Günther

Ich selbst lese die Federwelt schon seit einiger Zeit und finde die Artikel jedes Mal ausgesprochen unterhaltsam und informativ. Auch in der aktuellen Ausgabe gibt es wieder viele spannende Einblicke in das #autor_innenleben und die Buchbranche.

Wenn du gespannt darauf bist und dieses vielseitige Magazin kennenlernen möchtest, kannst du es in den gängigen Zeitungsläden finden oder online in der Autorenwelt bestellen

Federwelt – das Magazin rund ums Schreiben (Ausgabe Februar 2026)

Schreibworkshop in Fulda mit Autorinnen und Autoren des Gmeiner Verlags

Der Gmeiner Verlag hat mich zum Schreibworkshop nach Fulda eingeladen. So habe ich mich am Donnerstag (22. Januar 2026) mit dem Zug von Berlin auf die Reise begeben und war dreieinhalb Stunden später an meinem Zielort.

Nach dem Einchecken in meinem Hotel nahe des Bahnhofs habe ich einen Erkundungsspaziergang in die historische Altstadt von Fulda unternommen, die mich im romantischen Abendrot und mit frostigen Temperaturen begrüßt hat.

In der Altstadt habe ich drei Buchhandlungen durchstöbert und bin in ein Café für ein Stück Donauwelle eingekehrt.

Am Abend habe ich meine Gmeiner-Kolleginnen und Kollegen bei einem gemeinsamen Essen im Brauhaus getroffen. 

Am Freitag fand der Schreibworkshop im Altstadthotel statt. Den ganzen Tag lang haben wir unter der professionellen Anleitung von Friederike Schmöe in kurzen Schreibeinheiten unsere kreative Quelle angezapft und gemeinsam über das Schreibhandwerk gesprochen.

Als Schreibimpuls diente zum Beispiel ein mitgebrachter Gegenstand, mit dem man eine besondere Erinnerung verbindet. Für mich war es die Figur einer Skifahrerin, die von Kindern einer Waldorfschule gebastelt und mir von einem lieben Menschen geschenkt worden ist.

Zudem haben wir einen Koffer für eine Reise gepackt und eine Liste von Dingen geschrieben, die bei uns großes Unbehagen auslösen. Und was gibt es, was auf einer Beerdigung für die größtmöglich Irritation sorgen könnte? Ein Lachanfall eines Trauergastes? Oder ein Klopfen aus dem Sarg?

Besonders erfreulich und wertvoll für mich war das Kennenlernen und der Austausch mit meinen Kolleginnen und Kollegen. Im Workshop und auch beim gemeinsamen Essen haben wir uns bestens unterhalten und gegenseitig ermutigt.

Vielen Dank an den Gmeiner Verlag für das Ausrichten dieses tollen Workshops, an den Programmleiter René Stein, der auch dabei war, und an Friederike Schmöe, die den Workshop mit ihrer sympathischen Art sehr anregend und inspirierend gestaltet hat.

Die menschliche Fantasie ist wie ein Kaleidoskop, der Kopf eine Schatzkiste mit Bildern, die man nur öffnen und dann aufs Papier bringen muss.

Ich freue mich sehr, dass mein dritter historischer Roman als Arabella Meran bereits im Juli 2026 im Gmeiner Verlag erscheinen wird. Bald schon darf ich euch mehr dazu verraten…

Jahresrückblick 2025 auf mein Autorinnenleben

Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu und es ist Zeit, innezuhalten und zurückzublicken. Für mich als Autorin war es ein Jahr voller Inspiration und Wörter, die zu Geschichten wurden. Voller Hoffnungen, von denen sich einige erfüllt haben. Und ein Jahr reich an wunderbaren Begegnungen mit anderen Büchermenschen.

Was ich geschrieben habe

Im Januar 2025 habe ich das letzte Drittel meines Piemont-Romans geschrieben. Für diese Geschichte war ich im Oktober auf Recherchereise vor Ort und bin ab 1. November 2024 ins tägliche Schreiben eingestiegen. Das Manuskript in der ersten Fassung habe ich mit 550 Normseiten (130.000 Wörtern) fertiggestellt. Im Februar folgte dann nach dem super hilfreichen Feedback meiner bewährten Testleserin die erste Überarbeitung und Kürzung auf 520 Seiten.

Ohne Pause habe ich mich dann ins nächste Projekt (AT: „Wald“ / „Dorfgeheimnisse“) gestürzt, inspiriert durch eine Dokumentation über ein ganz besonderes Bergdorf im Trentino-Südtirol. Durch das Setting von Berg und Wald spielt bei meinem Gesellschaftsroman auch die Natur eine große Rolle, sodass ich den Romananfang am 3. März beim Deutschen Preis für Natur Writing eingereicht habe. Diese enge Frist hat mir zwar einerseits einigen Zeitstress gemacht, was meine Produktivität jedoch vorangetrieben hat.

In den folgenden 4 Monaten (März bis einschließlich Juni) habe ich täglich (außer sonntags) an meinem bisher ambitioniertesten Roman geschrieben. Es handelt sich um ein Gesellschaftsporträt im Mikrokosmos einer Dorfgemeinschaft mit alten Traditionen. Gleichzeitig gebe ich tiefe Einblicke in die Entwicklung einzelner Figuren, die in einer persönlichen Lebenskrise stecken (Trauer eines Witwers mit kleinen Kindern, ungewisse Herkunft eines Findelkindes und Gefangensein einer reifen Frau in häuslicher Gewalt).

Mein episches Werk hatte in seiner ersten Fassung 710 Normseiten (169.000 Wörter). Auch hier hat mir wieder eine Testleserin zur Seite gestanden, die mich ermutigt und mir kritisch-konstruktives Feedback gegeben hat. Im Juli habe ich das gesamte Manuskript überarbeitet und es auf 685 Seiten gekürzt (8.700 Wörter gestrichen, 1.600 neu geschrieben).

Unternehmens- und Familiensaga aus dem Rheinland

Dieses Projekt verfolge ich bereits seit 2021. Nach umfassender Recherche im Rheinland und in diversen Quellen hatte ich im Jahr 2023 bereits eine längere Leseprobe geschrieben (rund 200 Seiten / 48.000 Wörter. In diesem Jahr habe ich dieses Projekt wiederaufgegriffen und das Manuskript von Ende August bis Ende November vollendet. Die erste Fassung, die ich beim Gmeiner Verlag eingereicht habe, ist 530 Normseiten (118.800 Wörter) lang. Hinzu kommt noch ein Nachwort von 32 Seiten (8.170 Wörter).

Zudem habe ich zwei Artikel für die Federwelt – Das Magazin rund ums Schreiben“ verfasst, der erste aus dieser Serie ist im Oktober-Heft (Nr. 174) erschienen. Hierbei habe ich meine Kenntnisse vom Buchmarkt mit meiner Expertise als Volljuristin verbunden: „Ist das Kunst? Oder landet das vor Gericht?“ Es geht dabei um juristische Fallstricke für Autor:innen, wie man sie erkennt und am besten vermeidet. Vielen Dank an dieser Stelle an die Chefredakteurin Anke Gasch, die meinen Vorschlag für diese Artikelserie mit Begeisterung aufgenommen hat und als Lektorin mit viel Sprachgefühl am Text mit mir gefeilt hat.

Artikel in der „Federwelt“ (Oktober 2025)
Mein Schreibjahr 2025 in Zahlen
  • 1.250 Normseiten von Manuskripten geschrieben (= 300.000 Wörter)
  • 3 Romanprojekte: zu großen Teilen neu geschrieben und komplett überarbeitet: „Piemont“ mit 550 Seiten, „Wald / Dorfgeheimnisse“ mit 710 Seiten und historische Rheinland-Unternehmensgeschichte mit 530 Seiten.
  • 1 Romananfang (50 Seiten) für den Deutschen Nature Writing Preis eingereicht (März)
  • 2 Artikel für die „Federwelt – Das Magazin rund ums Schreiben““ verfasst: „Ist das Kunst oder landet das vor Gericht“ – juristische Fallstricke für Autor:innen kennen und vermeiden (Artikel Nr. 1 ist im Oktober erschienen, Artikel Nr. 2 wird im Februar 2026 erscheinen)
  • 1 literarische Kurzgeschichte geschrieben für den Walter-Serner-Preis 2025 mit dem Thema: „money, money, money“
  • Auf 2 Literatur-Stipendien beworben (ohne mit einer Zusage belohnt zu werden). 
Welche Verträge ich unterschrieben habe

Nach einer Zeit der Ungewissheit und diverser Absagen für meine Romanprojekte haben sich doch die Türen für mich geöffnet und ich konnte im Sommer (ohne Mitwirkung einer literarischen Agentur) mit dem Gmeiner Verlag einen Zwei-Buch-Vertrag für mein Rheinland-Projekt (historisch) und meinen Gardasee-Liebesroman (zeitgenössisch) unterschreiben. Ich freue mich riesig darüber, bei diesem etablierten Verlag ein gutes Zuhause für meine Romane gefunden zu haben. Ich kann es kaum erwarten, diese auch im stationären Buchhandel entdecken zu können, was neu für mich ist.

Eine große Freude war auch die Zusage von Saga Storify, aus meinem Debütroman „Das Lachen der Pinguine“ ein Hörbuch zu machen.

Zusage von Saga Storify
Welchen Menschen ich begegnet bin

Besonders wertvoll in meinem Autorinnenleben ist mir der Austausch mit anderen Schreibenden und Büchermenschen. Ein Fixpunkt für mich ist jeden Monat das Online-Treffen mit meinen „Mastermind“-Kolleg:innen, bei dem wir uns vertrauensvoll über unsere jeweilige Situation und den Buchbranche austauschen. Sehr schön in diesem Jahr war, dann ich einige aus dieser Gruppe endlich erstmalig persönlich treffen konnte (Astrid, Stephan, Katja, Petra und Susanne T.).

Dank der Autor:innenvereinigung DELIA und Instagram bin ich mit weiteren Autorinnen vernetzt, die ich auch endlich persönlich treffen konnte (z.B. Stefanie, Camilla und Alma in Berlin).

Treffen mit meiner geschätzten Autorin-Kollegin Stefanie Hohn in Berlin

Eine besonders schöne Begegnung hatte ich in Hamburg mit Karolin Pape, die das Hörbuch von „Das Lachen der Pinguine“ ganz wunderbar eingesprochen hat, das im November 2025 erschienen ist und zu dem ich bereits einige begeisterte Rückmeldungen von Hörerinnen erhalten habe. Bevor Karolin mit der Arbeit daran begonnen hat, konnten wir uns bei einem gemeinsamen Essen über meine Romanfiguren austauschen und haben in unseren Bücher- und Tee-Vorlieben erstaunliche Ähnlichkeiten festgestellt.

Arabella Meran und Karolin Pape, die das Hörbuch zu „Das Lachen der Pinguine“ ganz wunderbar eingesprochen hat.
Naturliebe und kulturelle Eindrücke in Berlin und auf Reisen

Meine Wahlheimat Berlin ist für mich nach wie vor ein Ort, der für mich meine beste „Basisstation“ darstellt, wo ich im häuslichen Arbeitszimmer in Ruhe schreiben kann und direkt vor der Haustür auch Natur vorfinde, in der ich mich bei meinen täglichen Spaziergängen erholen kann. Die Natur im Wechsel der Jahreszeiten ist für mich eine stetige Quelle der Inspiration und der Kraft.

Für zusätzliche Anregung sorgen die vielfältigen kulturellen Angebote von Berlin, die ich rege in mich einsauge. Fast an jedem Sonntag zieht es mich in eine Kunstausstellung, ein Museum oder zu einem landschaftlich oder architektonisch schönen Ort. Auch in die Oper und in klassische Konzerte sowie zu Lesungen (z.B. von Marc-Uwe Kling) gehe ich regelmäßig. Bei diesen schönen Ausflügen ins Kulturleben begleitet mich häufig meine Freundin Vera.

Doch auch andere Städte locken mich mit ihrem kulturellen Angebot und zur Recherche: Im Juni und September war ich in Paris. Außerdem in Hamburg und in München.

Was ich ins neue Jahr 2026 mitnehme und was mich erwartet

Ich freue mich auf ein neues Highlight in meiner Karriere: Das Erscheinen meines historischen Rheinland-Romans bei Gmeiner im Juli 2026.

Auch meine Tätigkeit für die Federwelt geht weiter: Im nächsten Jahr werden zwei weitere Artikel von mir mit juristischer Expertise bezogen auf den Buchmarkt dort erscheinen.

Dankbarkeit, Geduld und Zuversicht

Ich habe gelernt, dass ich in meinem Autorinnenleben viel Geduld brauche. Nicht jedes Manuskript findet sofort einen Verlagsvertrag. Doch kein Wort habe ich vergeblich geschrieben. Bei jeder Geschichte habe ich tief aus meinem Innern geschöpft und mich als Autorin weiterentwickelt. Manche Manuskripte sind wie Samenkörner, die noch in der Erde ruhen und wachsen müsse und ihre Zeit brauchen, bis starke Pflanzen aus ihnen werden, die mich dann reich mit ihren Früchten beschenken werden. So vertraue ich darauf, dass es für jede meiner Geschichten den richtigen Zeitpunkt geben wird, in Buchform an die Öffentlichkeit zu gelangen und seine Leserschaft zu finden.

Bis dahin genieße ich den kreativen Prozess, das Imaginieren und Schreiben, was mir große Freude bereitet. Ich empfinde es als Privileg, meiner Berufung als Schriftstellerin folgen zu können. Ich bin frei in meiner Wahl der Stoffe, in meiner Zeiteinteilung und in kann mir aussuchen, mit welchen Menschen ich zusammenarbeiten möchte. Für diese Freiheiten bin ich dankbar. Meine lebendige Fantasie empfinde ich als das größte Geschenk, denn sie beflügelt mich täglich und lässt mich auch Schmerzhaftes und Enttäuschungen überwinden. 

Arabella Meran 2025
Ich gehe jeden Schritt mit Achtsamkeit für den Moment und Dankbarkeit für die Gaben der Natur und meine Flügel der Fantasie.

Out now: Das Hörbuch zu „Das Lachen der Pinguine“ gesprochen von Karolin Pape

Heute ist Happy Hörbuch-Release

Ab sofort könnt ihr meinen Debütroman „Das Lachen der Pinguine – Caroline Mikkelsen, die erste Frau in der Antarktis“ als Hörbuch genießen.

Die Geschichte wurde ganz wunderbar eingesprochen von Karolin Pape, die ich selbst als Sprecherin unter vielen Stimmen ausgewählt habe. Mit ihrer gefühlvollen Interpretation sorgt sie für ein intensives (Neu-) Erleben und Eintauchen in die Geschichte, auch für diejenigen, die das Buch schon im Stillen gelesen haben.

Das Hörbuch erscheint bei Saga Storify und ist auf allen gängigen Plattformen im Streaming oder zum Download erhältlich: Schau doch mal vorbei bei Audible, Spotify, Thalia oder BookBeat.

Eine Hörprobe findest du hier:

Links zu einigen Anbietern, auch dort findest du unterschiedliche Hörproben:

Spotify

Audible

Thalia

BookBeat

Hoopla

Ich wünsche dir schöne Hörstunden mit Caroline in der Antarktis und freue mich auch über Feedback, wie es dir gefallen hat.

Diese Geschichte erwartet dich:

In ihrem packenden Roman zeichnet Arabella Meran die facettenreiche Lebensgeschichte von Caroline Mikkelsen, die als erste Frau die Antarktis betrat.

Das Lebensbild einer gefühlvollen und weltoffenen Frau, die lange Zeit von der Geschichte vergessen war.

Frederikshavn 1931: Im Fischhandel ihrer Familie lernt die neugierige, lebenslustige Caroline den charmanten Kapitän Klarius Mikkelsen kennen. Von seiner Stimme und seinen blauen Augen fühlt sie sich in eine Welt der Entdeckungen in weiter Ferne getragen. Sie folgt ihm in den norwegischen Walfanghafen Sandefjord und setzt durch, dass sie ihn auf seiner nächsten Expedition begleiten darf. 1935 betritt Caroline Mikkelsen als erste Frau das ewige Eis der Antarktis. Doch dieser Meilenstein erregt kaum Aufsehen. Zurück in Sandefjord begnügt sich Caroline nicht damit, zu Hause auf ihren Mann zu warten, sondern baut ihre eigene Nähschule auf. Erst 60 Jahre später sucht die erfolgreiche, aber unglückliche Journalistin Jesse Brubaker nach der vergessenen Pionierin und will ihre Geschichte erzählen. Als sie die Südpolreisende endlich aufspürt, verändert die Begegnung Jesses eigene Zukunft.

Ein faszinierender Roman, der die wahre Lebensgeschichte von Caroline Mikkelsen mit der Suche einer modernen Frau nach Lebensglück verwebt.

 

Mein Artikel in der Federwelt: Ist das Kunst? Oder landet das vor Gericht?

Wer von euch liest gerne die Federwelt oder ist gespannt, dieses vielseitige Magazin rund ums Schreiben kennenzulernen? 

In der aktuellen Oktoberausgabe ist ein Artikel von mir enthalten:

Mein Artikel in der Federwelt

Ist das Kunst? Oder landet das vor Gericht?

#1 Welche Fallstricke lauern, wenn reale Personen in unseren fiktiven Texten auftauchen? Und wie entkommen wir ihnen?

Im Fokus: Fallstrick Familienroman und Romanbiografie: Eine reale Person, die im Roman vorkommt, fühlt sich in ihrem Persönlichkeitsrecht verletzt. Sie fordert Schmerzensgeld und sogar das Verbot des Buches.

Das Magazin gibt es überall, wo es Zeitschriften gibt und es kann auch online hier bestellt werden.

Ich wünsche viel Freude und Erkenntnisgewinn bei der Lektüre.

Ich selbst lese die Federwelt schon seit einiger Zeit und finde die Artikel jedes Mal ausgesprochen unterhaltsam und informativ. Auch in der Oktober-Ausgabe gibt es wieder viele spannende Einblicke in das #autor_innenleben und die Buchbranche.

Aus dem Inhaltsverzeichnis der Federwelt im Oktober-Heft 2025:
– Lehraufträge an Unis erhalten
– Vom Flop zum Kinderbuch-Dauerseller
– Reisebücher schreiben
– Mit einem Backbuch für Teenager in die achte Auflage
– Ist das Kunst oder landet das vor Gericht? Folge 1: Wenn reale Personen in fiktiven Texten auftauchen
– Morally grey characters konzipieren
– Die stimmige Leseprobe … und vieles mehr!

Vielen Dank an dieser Stelle an die Chefredakteurin Anke Gasch für die tolle Zusammenarbeit.

Meine Belegexemplare der Federwelt

Zwei Buchverträge mit dem Gmeiner Verlag

Heute habe ich doppelten Grund zur Freude: Soeben habe ich für zwei meiner Roman-Projekte einen Verlagsvertrag mit Gmeiner abgeschlossen!

Ich bin sehr glücklich, dass ich mit dem Gmeiner Verlag ein gutes Verlagszuhause für meine Romane gefunden habe.

2026: Ein historischer Roman aus dem Rheinland

Bei Projekt Nr. 1 handelt es sich um einen historischen Roman, der in den 1870er Jahren in meiner Geburtsstadt Köln und im Siebengebirge spielt, wo ich aufgewachsen bin. Die Familien- und Unternehmensgeschichte basiert auf historischen Personen und Ereignissen, ist aber natürlich durch meine Fantasie ausgeschmückt.

Arabella Meran in Köln bei der Recherche. Man sieht das Kölner Stadtwappen und das „F“ von „Alaf“ – ich war in einer Ausstellung zum Kölner Karneval, der bereits im 19. Jahrhundert gefeiert wurde.

Ich fühle mich dieser Geschichte durch die Schauplätze sehr verbunden, denn sie sind Teil meiner Kindheit. So hat mir die Recherche an den Originalschauplätzen (u.a. in der Kölner Altstadt und auf dem Drachenfels) große Freude bereitet. Ich arbeite bereits seit 2021 an diesem Projekt und bin gerade eifrig dabei, die zweite Hälfte des Manuskripts zu schreiben – bis Anfang November 2025 habe ich noch Zeit, dann geht es ins Verlagslektorat.

Rau-romantische Ruine auf dem Drachenfels, wo nach der Nibelungensage Siegfried den Drachen getötet und in dessen Blut gebadet hat.
Schloss Drachenburg am Drachenfels – ein Märchenschloss, das in den 1880er Jahren in den historischen Stilen der Neogotik und der Neorenaissance erbaut wurde. Es kommt auch in meinem Roman vor. Heute führt der Wanderweg und die Drachenfelsbahn dort vorbei.

Der historische Roman wird im Herbstprogramm 2026 (voraussichtlich im September 2026) erscheinen – die Wartezeit ist also überschaubar. Ich bin so gespannt auf die nächsten Schritte, insbesondere freue ich mich schon darauf, euch in naher Zukunft das Cover enthüllen zu können.

Arabella Meran auf dem Petersberg mit Panorama des Rheintals mit Drachenfels.

2027: Ein Liebesroman im Sehnsuchtsland Italien

Projekt Nr. 2 ist ein zeitgenössischer Liebesroman, der in meinem Sehnsuchtsland Italien spielt. Das Erscheinen des Buches ist für das Frühjahr 2027 geplant. Hier habe ich das Manuskript bereits vollständig geschrieben und freue mich, dass diese tiefgründige Second-Chance-Lovestory vor malerischer Kulisse in absehbarer Zukunft ihre Leserschaft finden wird.

Italien – das Land, wo die Zitronen blühn.

Ich hoffe, ihr freut euch mit mir und seid gespannt auf Lese-Nachschub von Arabella Meran.#

„Das Lachen der Pinguine“ erscheint im November 2025 als Hörbuch

Es gibt wunderbare Neuigkeiten: Bald schon könnt ihr meinen Debütroman „Das Lachen der Pinguine – Caroline Mikkelsen, die erste Frau in der Antarktis“ als Hörbuch genießen.

Meine Freude war riesig, als ich vor kurzem die Zusage von Saga Storify bekommen habe, dass dieser Verlag meinen Antarktis-Roman als Hörbuch produzieren wird.

Das Beste: Ich durfte bei der Auswahl der Sprecherin mitwirken und meine drei Favoritinnen nennen. Also habe ich mir alle 70 weiblichen Stimmen in der Hör-Datenbank des Verlages angehört. Jede Hörprobe ist 30 Sekunden lang. Doch erstaunlicherweise genügt mir das, um sofort entscheiden zu können, ob mir eine Stimme gefällt und sie zu meiner Romanfigur passt und ob mir der Stil und Aussprache der Sprecherin zusagt.

Auf Anhieb war ich von der schönen und gefühlvollen Stimme von Karolin Pape begeistert und habe sie auf die Nr. 1 meiner Favoritinnen-Liste gesetzt. Der Verlag hat sie dann gleich kontaktiert und ich habe gejubelt, als Karolin für das Projekt zugesagt hat.

Wenige Tage später haben wir uns sogar in Hamburg persönlich kennengelernt und waren uns sofort sympathisch. Bei einem leckeren Stück Zitronentarte haben wir uns angeregt über unseren jeweiligen beruflichen Werdegang und unsere Lieblingsbücher ausgetauscht und unsere gemeinsame Vorliebe für guten Tee entdeckt.

Arabella Meran (Autorin) und Karolin Pape (Sprecherin) in Hamburg im Juni 2025. Foto: Arabella Meran.
Ein rundum gelungenes Treffen mit Karolin Pape in Hamburg. Foto: Arabella Meran

Mittlerweile hat Karolin schon den Prolog und Kapitel 1 und 2 als Hörprobe eingesprochen und mir gesendet und ich bin begeistert. Sie interpretiert die Protagonistin Caroline ganz wunderbar mit viel Wärme und einem Hauch von Humor und trifft bestens die Stimmung meiner Geschichte. Ich freue mich schon sehr auf das ganze Hörbuch.

Die Wartezeit ist nicht mehr lang: Schon am 19. November 2025 erscheint das Hörbuch.

Magst du gerne Hörbücher und hast du eine oder mehrere Lieblings-Sprecher:innen?

Diese Geschichte erwartet dich:

In ihrem packenden Roman zeichnet Arabella Meran die facettenreiche Lebensgeschichte von Caroline Mikkelsen, die als erste Frau die Antarktis betrat.

Das Lebensbild einer gefühlvollen und weltoffenen Frau, die lange Zeit von der Geschichte vergessen war.

Frederikshavn 1931: Im Fischhandel ihrer Familie lernt die neugierige, lebenslustige Caroline den charmanten Kapitän Klarius Mikkelsen kennen. Von seiner Stimme und seinen blauen Augen fühlt sie sich in eine Welt der Entdeckungen in weiter Ferne getragen. Sie folgt ihm in den norwegischen Walfanghafen Sandefjord und setzt durch, dass sie ihn auf seiner nächsten Expedition begleiten darf. 1935 betritt Caroline Mikkelsen als erste Frau das ewige Eis der Antarktis. Doch dieser Meilenstein erregt kaum Aufsehen. Zurück in Sandefjord begnügt sich Caroline nicht damit, zu Hause auf ihren Mann zu warten, sondern baut ihre eigene Nähschule auf. Erst 60 Jahre später sucht die erfolgreiche, aber unglückliche Journalistin Jesse Brubaker nach der vergessenen Pionierin und will ihre Geschichte erzählen. Als sie die Südpolreisende endlich aufspürt, verändert die Begegnung Jesses eigene Zukunft.

Ein faszinierender Roman, der die wahre Lebensgeschichte von Caroline Mikkelsen mit der Suche einer modernen Frau nach Lebensglück verwebt.

Das Hörbuch erscheint am 19. November 2025 bei Saga Storify.

Melancholie und Sehnsucht: Liedgesang auf höchstem Niveau mit Jonas Kaufmann und Diana Damrau in der Philharmonie Berlin

Berlin, 30. Juni 2025

Wie eindringlich und berührend Liedgesang sein kann, beweisen Startenor Jonas Kaufmann und Sopranistin Diana Damrau in ihrem Liederabend, der Stücken von Richard Strauss und Gustav Mahler gewidmet ist.

Jonas Kaufmann und Diana Damrau, Foto ©Julia Wesely

Das eingespielte Duo ist schon zum dritten Mal mit ihrem versierten Liedbegleiter Helmut Deutsch auf Tournee (zuvor von 2018 und 2022). Kaufmann und Damrau – beide gebürtige Bayern – kennen sich seit 1997 und haben schon viele musikalische Glanzmomente gemeinsam gestaltet und verstehen sich auch in menschlicher Hinsicht prächtig, was in ihrer Interaktion auf der Bühne deutlich zu Tage tritt.

An diesem heißen Sommerabend ist die Berliner Philharmonie nur gut zur Hälfte gefüllt trotz der hochkarätigen Besetzung. Kaufmann tritt im Frack vors Publikum, Damrau zeigt sich in einem ausladenden Kleid in Rosé und nach der Pause in einem frischen blauen Gewand passend zu den „Rheinlegendchen“.

Helmut Deutsch (Klavier), Diana Damrau (Sopran), Jonas Kaufmann (Tenor) in der Philharmonie Berlin

Der Liedgesang gilt als die höchste Kunstform, zu Recht, denn man kann sich hier stimmlich nicht verstecken, kein Orchester deckt kleine Schwächen gnädig zu, jeder Ton wird den Zuhörenden wie auf dem Silbertablett präsentiert. Und Kaufmann und Damrau beherrschen diese hohe Kunst beide meisterlich.

Jonas Kaufmann versteht es, die melancholischen Lieder mit großer Empfindsamkeit und Tiefe zu gestalten. Dabei klingt seine warme Stimme auf jedem Ton schön, die Übergänge zwischen den Registern sind leicht und fließend. Er singt mit großer Textverständlichkeit, ohne dabei unnatürlich zu klingen oder Konsonanten zu „spucken“.

Der emotionale Höhepunkt in seinem fesselnden Vortrag ist das tieftraurige „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ von Gustav Mahler mit Text von Friedrich Rückert, bei dem das Publikum ihm mit angehaltenem Atem lauscht. Selbst, als der letzte Ton verklungen ist, liegt ein sekundenlanges andächtiges Schweigen im Raum, bis frenetisch applaudiert wird.

Diana Damrau brilliert mit ihrem edlen Sopran, der leicht und flexibel ist, dabei niemals schrill klingt. Sie gestaltet die Lieder mit viel Temperament und ist für die komödiantische Note zuständig.

Obwohl sie mit einer Erkältung zu kämpfen hat und zwischendurch einige Male husten muss, ist ihr Gesang makellos schön.

Tenor und Sopran wechseln sich im Gesang ab, jedoch spannen sie gemeinsam einen Erzählbogen, mit Blicken und Gesten stellen sie eine Verbindung zueinander und zwischen den Liedern her, was sehr einnehmend wirkt.

Helmut Deutsch ist ein sehr einfühlsamer Klavierbegleiter, der nicht nur die Stimmen untermalt, sondern auch eigene Akzente setzt und ein tiefes Verständnis für die Musik offenbart.

In der ersten Zugabe „Trost im Unglück“ aus „Des Knaben Wunderhorn“ von Gustav Mahler geben Kaufmann und Damrau ein zerstrittenes Liebespaar mit herrlicher Komik und Spielfreude zum Besten und bringen das Publikum zum Lachen.

Im letzten Vers heißt es:

„Du glaubst, ich werd’ dich nehmen!
Das hab’ ich lang’ noch nicht im Sinn!
Ich muß mich deiner schämen
Wenn ich in Gesellschaft bin!“

Auch die zweite Zugabe sprüht vor Lebensfreude – mit „Saft und Kraft“ wie es im „Wiener Blut“ heißt, das aus der komischen Operette von Johann Strauss (Sohn) stammt. Das gutgelaunte Duo besingt die Missverständnisse einer Liebesbeziehung und legt dabei einen kleinen Walzer aufs Parkett. Der Abend endet mit stehenden Ovationen für die drei Musiker:innen.

Ein rundum gelungener Liederabend voller Gefühl und Stimmschönheit mit sympathischen Klassik-Stars.

Das Programm:

Richard Strauss (1864-1949):

Acht Lieder (aus „Letzte Blätter“ auf Texte von Hermann Gilm, op. 10)

  • Zueignung
  • Nichts
  • Die Nacht
  • Die Georgine
  • Geduld
  • Die Verschwiegenen
  • Die Zeitlose
  • Wer hat’s getan
  • Allerseelen

Liebeshymnus, op. 32, Nr. 3 (aus „Fünf Lieder“; Text: Karl Friedrich Henckell)

Schlagende Herzen (aus „Drei Lieder“, op. 29, Nr. 2; Text: Otto Julius Bierbaum)

Ich trage meine Minne (aus „Fünf Lieder“, op. 32, Nr. 1; Text: Karl Friedrich Henckell)

Einerlei (aus „Fünf kleine Lieder“, op. 69, Nr. 3; Text: Ludwig Achim von Arnim)

Nachtgang (aus „Drei Lieder“, op. 29, Nr. 3; Text: Otto Julius Bierbaum)

Freundliche Vision (aus „Fünf Lieder“, op. 48, Nr. 1; Text: Otto Julius Bierbaum)

Ich liebe dich (aus „Sechs Lieder“, op. 37, Nr. 2; Text: Detlev von Liliencron)

Wie sollten wir geheim sie halten (aus „Sechs Lieder aus Lotosblätter“, op. 19, Nr. 4; Text: Adolf Friedrich von Schack)

PAUSE

Gustav Mahler (1860-1911):

  1. Rheinlegendchen (aus „Des Knaben Wunderhorn“; Text: Anon.)
  2. Um schlimme Kinder artig zu machen (aus „Lieder und Gesänge aus der Jugendzeit“; Text: Anon.)
  3. Wer hat dies Liedlein erdacht (aus „Des Knaben Wunderhorn“; Text: Anon.)
  4. Ablösung im Sommer (aus „Lieder und Gesänge aus der Jugendzeit“; Text: Anon.)
  5. Es sungen drei Engel einen süssen Gesang (aus „Des Knaben Wunderhorn“; Text: Anon.)
  6. Ich atmet‘ einen linden Duft (aus „Fünf Lieder nach Texten von Friedrich Rückert“; Text: Friedrich Rückert)
  7. Liebst du um Schönheit (aus „Fünf Lieder nach Texten von Friedrich Rückert“; Text: Friedrich Rückert)
  8. Blicke mir nicht in die Lieder (aus „Fünf Lieder nach Texten von Friedrich Rückert“; Text: Friedrich Rückert)
  9. Ich bin der Welt abhanden gekommen (aus „Fünf Lieder nach Texten von Friedrich Rückert“; Text: Friedrich Rückert)

Richard Strauss

  1. Leises Lied (aus „Fünf Lieder“, op. 39, Nr. 1; Text: Richard Dehmel)
  2. Wozu noch, Mädchen (aus „Sechs Lieder aus Lotosblätter“, op. 19, Nr. 1; Text: Adolf Friedrich von Schack)
  3. Breit über mein Haupt (aus „Sechs Lieder aus Lotosblätter“, op. 19, Nr. 2; Text: Adolf Friedrich von Schack)
  4. Ich schwebe (aus „Fünf Lieder“, op. 48, Nr. 2; Text: Karl Friedrich Henckell)
  5. Heimliche Aufforderung (aus „Vier Lieder“, op. 27, Nr. 3; Text: John Henry Mackay)
  6. Ruhe, meine Seele (aus „Vier Lieder“, op. 27, Nr. 1; Text: Karl Friedrich Henckell)
  7. Morgen (aus „Vier Lieder“, op. 27, Nr. 4; Text: John Henry Mackay)
  8. Cäcilie (aus „Vier Lieder“, op. 27, Nr. 2; Text: Heinrich Hart)
Bildnachweis: Titelbild ©Julia Wesely, alle anderen Fotos ohne Angabe sind privat von UG.
Social Share Buttons and Icons powered by Ultimatelysocial