Schnipseljagt-Blogparade: Corona-Blues

Meine Schreibgefährtin Mo hat zur Blogparade eingeladen – mit dieser inspirierenden Collage:

Aus diesem fabelhaften Wörterfundus ist mein folgendes Gedicht entstanden.

Corona-Blues

Alle reden über C – ununterbrochen

der Kosmos hat C ins Rollen gebracht

C dreht auf – explodiert – ziemlich lunar

findet den Menschen und den einsamen Wolf

 

Alle reden über C – ununterbrochen

ein Schimmer von wunderbarem Chaos

je nach Lichteinfall

Poet, knips das Licht an!

 

Alle reden über C – ununterbrochen

sammelt euch nicht – nein, gib mir fünf

lauter schräge Gestalten

Erwischt!

 

Alle reden über C – ununterbrochen

Traumtänzerin, Genie & Sinnsucher

sind empfindlich gestrandet

niemand wärmt unsere Seelen

 

Alle reden über C – ununterbrochen

Musik im Kopf – mach lauter!

letzter Aufruf an alle Kosmoskinder

Sprich mit mir!

 

Zum Abschluss noch ein Elfchen:

Vereinzelung

ist sicher

in meinem Innenraum

blicke hinein und hinaus

Seelenschau

 

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8 Antworten auf „Schnipseljagt-Blogparade: Corona-Blues“

  1. Liebe Ulrike,

    der Rhytmus des Gedichts rührt mich und nimmt mich mit “hinein und hinaus”…
    “…niemand wärmt unsere Seelen”; dieser Teil macht mich sehr nachdenklich, aber ich glaube, es wird das Schreiben sein, das uns weiterhin verbindet und miteinander in Kontakt bringt …
    Anders nah und da …
    Liebe Grüße,
    Sabine

    1. Vielen Dank liebe Sabine für dein nah und da sein! 🙂 Ich spüre auch eine wärmende Verbindung über das Schreiben mit meinen Wörtergefährtinnen und -gefährten.

  2. Liebe Ulrike,
    schreiben und dichten wir an gegen den Corona-Blues. Es ist eine Reise ins Unbekannte auf die uns C schickt. Halten wir uns mit Worten digital aneinander fest und wickeln uns gemeinsam ein in einen Schnipselwörterteppich. Er wärmt anders, als eine richtige Umarmung, aber er wärmt.
    Liebe Grüße
    Anne

  3. Hi Ulrike,
    C … ähm … C … ähm, C , ach nee… Ich habe in den letzten Tagen fast verlernt, überhaupt noch über Dinge ohne C zu sprechen. 🙂
    Dabei ist das althergebrachte Hohe C doch der Gipfelsturm für jeden Operntenor! Nun hat C das Hohe C von den Bühnen vertrieben… 🙁
    Und ich frage mich, ob ich zum Schutz gegen C ganz viel Hohes C Orangensaft trinken soll. Bloß waren die Hamster schneller am Regal als ich, oh weh oh ceh oh jemineh!
    Jedenfalls habe ich dein Gedicht zum CeH-lebrieren des “Anti C”s mit viel Vergnügen gelesen.
    Viele ceh-freie Grüße
    Dorit

  4. Liebe Ulrike,
    vielen Dank, dass Du bei meiner Blogparade mitmachst und deinen Corona-Blues mit uns teilst! Er hat mich bewegt oder “ich fühle ihn total”, wie die Jugend das heute so sagt.
    Spannend, wie die einzelnen Schnipsel sich einfügen und Stimmung erzeugen!
    Ganz besonders umgehauen hat mich dann aber das Elfchen. Ich hatte eine Gänsehaut, so sehr hat es mich gepackt!

    Liebe Grüße
    mo…

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