Blogparade: Osterei-Elfchen mit O + Ei

Liebe Osterfreundinnen und -freunde! Weil die Ostereiersuche in diesem Jahr wegen – ihr wisst schon – nur eingeschränkt stattfinden kann, dürft ihr euch umso freudiger auf Wörtersuche machen. Die Aufgabe lautet: Schreibe ein Elfchen rund um das Osterei mit contrainte, also mit einer selbst auferlegten sprachlichen Beschränkung: Ihr dürft nur Wörter mit den Vokalen “o”, “e” und “i” verwenden, d.h. “a” und “u” sind TABU.

Ich freue mich auf zahlreiche Beiträge von euch! Die Blogparade läuft bis Ostermontag. Wer keinen eigenen Blog hat, der kann seine Kreationen gerne hier als Kommentar posten.

Hier sind meine bunten Wörter-Eier:

Morgensonne

weckt Ostereitoberei

Tochter wie Sohne

entdecken froh im Wiesenversteck

Schokowonne

 

Einerlei

ob Henne

oder Meister Hoppel

eilen ostereischleppend herbei so

regenbogenfroh

 

Hochzeit

dem Wetter

befohlen vom Osterhimmel

weder Gewitter noch Regen

Eiersegen

 

Ooooohweiiiii

Meister Hoppel

in großer Not

im Polizeiverhör wegen Eierliköreigendosis

Hochprozentigdoppelhoppel

Die Parade ist los gehoppelt:

Wo versteckte
der Osterbote
meinen Schokopreis?
Dort schimmert er im Klee!

Ich beiße rein
und schmecke
ollen Eigelbschleim
wo ich Schokoschmelz erhoffte!

Ostern
Frische Wiesen
Hier ein Nest
Fröhlich singen die Kinder
Heiterkeit

Heiterkeit
Helle Vogelstimmen
Begleiten diese Lieder
Seeliges Kindheitsgedenken birgt Frieden
Innerlichkeit

Innerlichkeit
Mein Reichtum
Liebevoll coloriert honoriert
Keimzelle der Freude immer
Ressource

  • Bei Sonja sehnt sich die SchrEIberin nach österlichem Eis:

Oweih,
welch Schreiber-Ei!
Schriftstellers Ostergeschichten
Erfinden lesen schreiben zoomen
Dichten

Spielideen
selbst kreiert
Kein Corona Stoff!
Lieber coole tolle Osterelfchen
schneidern

Osterfest
Eier roh
oder doch kochen?
Pinseln bleu-rot flieder gelb
Osterheld!

Ostern
Kinder Ferienzeit
Kopf geht reisen.
Eier pinseln, Briefe schreiben.
Fröhlichkeit!

Spitzenwetter!
Trotz Kleingeld
ohne Cookie-Eis.
Wo bleibt mein leckerschlecker
Eis r e t t e r ?

 

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Blogparade eindeutig-uneindeutig: Ambivalenter Abstand

Mein Schreibgefährte Urs hat zu einer Blogparade mit dem Thema: „eindeutig-uneindeutig: Ambivalenz schreiben“ eingeladen:  “Aus aktuellem Anlass empfinden wir wohl alle gerade höchst ambivalente Gefühle und unsere Haltung ist wahrscheinlich ziemlich eindeutig-uneindeutig. Ich starte deshalb eine Blogparade mit unterem Beitrag. (…) Bitte erkundet die Ambivalenz fiktional. (…) Eurer Widersprüchlichkeit seien keine Grenzen gesetzt!”

Hier ist meine Interpretation des Themas:

Ambivalenter Abstand

Ich soll Abstand achten

zu meinen Artgenossen

das Areal in Abschnitte schneiden

in angespannter Atmosphäre meinen Atem anhalten

in der Kassenschlange artig aufpassen

zu nah! – Alarm aus aufgerissenen Augen

besser ausweichen auf achtfache Armeslänge

Achtung: Ansteckungsgefahr*

 

Ich soll Abstand aushalten

zu meiner atemlosen Angst

pausenlos Analysen anschauen

Anschauungen analysieren

alles auf die schwere Schulter nehmen

kein Attest für Andersdenkende

Arrest für Auslauffreudige

Achtung: Ausdeutungsgefahr*

 

Ich soll Abstand ausloten

zu Aktienkursen im Abflug

die alarmierte Anleger hyperventilieren lassen

zu aufmüpfigen Anarchisten

die Ampeln ausblenden und in Ansammlungen saufen

zu aufgeschreckten Arbeitgebern

die Augen wischend Ausverkauf ausloben

Achtung: Abschreckungsgefahr*

 

Ich soll Abstand aufweichen

ausbrechen aus meiner Ausgeschlossenheit

mich ausgiebig austauschen

auf alternative Angebote aufspringen

von Fenstern und Balkonen Allianz ausrufen

mich abstrakt anschmiegen

an Auserwählte und Anonyme

Achtung: Auswederodergefahr*

 

Ich soll Abstand annullieren

mich meinen Angehörigen annähern

ein Albtraum für manche Angetraute und Angegraute

den Ausnahmezustand im Apartment aussitzen

mich paarweise oder alleine im Außen austoben

aus meiner Achtlosigkeit aussteigen

dem Amselgesang aufmerksam lauschen

Achtung: Ausschweifungsgefahr*

 

Ich soll Abstand abmessen

mit Augenmaß den Mittelweg anpeilen

navigieren zwischen Panik und Vernunft

allzeit aufrichtig Anstand zeigen

Anteil nehmen und dabei Abstand geben

Optimismus aufschwingen lassen

und meine Solidarität aufrüsten

Achtung: Außerstandesgefahr*

 

* angelegentliche Anmerkung der Autorin: Antrag auf Abschaffung des Attributs „-gefahr“ allseits allgemeingültig angenommen, ausgenommen in außerordentlichen Ausnahmesituationen

Selbst fotografiert am Bahnhof Frankfurt am Main – in Zeiten vor Corona
Die Grenzen sind klar gezogen…
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Schnipseljagt-Blogparade: Corona-Blues

Meine Schreibgefährtin Mo hat zur Blogparade eingeladen – mit dieser inspirierenden Collage:

Aus diesem fabelhaften Wörterfundus ist mein folgendes Gedicht entstanden.

Corona-Blues

Alle reden über C – ununterbrochen

der Kosmos hat C ins Rollen gebracht

C dreht auf – explodiert – ziemlich lunar

findet den Menschen und den einsamen Wolf

 

Alle reden über C – ununterbrochen

ein Schimmer von wunderbarem Chaos

je nach Lichteinfall

Poet, knips das Licht an!

 

Alle reden über C – ununterbrochen

sammelt euch nicht – nein, gib mir fünf

lauter schräge Gestalten

Erwischt!

 

Alle reden über C – ununterbrochen

Traumtänzerin, Genie & Sinnsucher

sind empfindlich gestrandet

niemand wärmt unsere Seelen

 

Alle reden über C – ununterbrochen

Musik im Kopf – mach lauter!

letzter Aufruf an alle Kosmoskinder

Sprich mit mir!

 

Zum Abschluss noch ein Elfchen:

Vereinzelung

ist sicher

in meinem Innenraum

blicke hinein und hinaus

Seelenschau

 

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Blogparade Lernwelten 2030

Wir laden dich herzlich zu unserer Blogparade vom 1. März bis 30. April 2020 ein! * Moderation durch die Autorinnen *

Was denkst du, wie dein Leben und Lernen in 10 Jahren in der digitalisierten Welt aussehen wird?

Die Kurzgeschichte “Lernwelten 2030” entwirft ein Zukunftsszenario zum Studieren an einer fiktiven deutschen Hochschule im Jahr 2030 im Kontext der Digitalisierung. Die Geschichte greift Trendprognosen und Themen aus dem aktuellen Diskurs rund um (virtualisierte) Lernarchitekturen, zukunftsweisende Lehr-Lernszenarien, heterogene Bildungsbiografien sowie die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf die Lebens- und Bildungswelt auf.  Mit der Kurzgeschichte möchten die Autorinnen Ulrike Günther und Dorit Günther diesen Themen ein menschliches Gesicht geben und die interessierte Community zur Diskussion über die Potenziale und Grenzen der Digitalisierung einladen.

So machst du mit: Schreibe auf deinem eigenen Blog einen Artikel oder einen Kommentar hier im Blog. Worüber du schreibst, steht dir frei  – lass dich von der Geschichte “Lernwelten 2030” inspirieren! Du kannst entweder in der Story bleiben und die Handlung weiterschreiben oder einen Text im Stil deiner Wahl schreiben (z.B. Essay, Gedicht, Collage). Wir freuen uns auf deinen Beitrag!

Hier ist die Parade unterwegs…

  • Den Anfang macht Sandra mit einer Fortsetzungs-Szene zu Kapitel 7, in der Fiona, Kibe und Micky über die Menschenkenntnis bei Menschen und K.I.’s diskutieren – wie unterschiedlich ist sie ausgeprägt, gehört Einfühlungsvermögen auch dazu und wie beeinflusst sie Verhalten und Entscheidungen?
  • Im Anschluss-Dialog zu Kapitel 7 von Elisa findet Fiona, dass die Einbeziehung von Emotionen, Handlungen und Denkweisen auf jeden Fall zur Menschenkenntnis dazu gehören. Kibe glaubt, dass eine K.I. in Zukunft den Menschen vielleicht doch übertreffen kann. Aber kann sie jemals unfehlbar sein?
  • Im dystopischen Zukunftszenario von Urs ermächtigt sich die K.I. Micky selbst, indem sie sich einen Namen gibt. Seine menschlichen Schöpfer verlieren sich in intellektuellen Debatten über diese Namenswahl, während sie von ihren selbst programmierten Drohnen zu Gefangenen gemacht werden. Kann die archaische Spielkonsole Atari die Menschen aus dieser digitalen Diktatur befreien?
  • Im utopischen Gegenentwurf von Miss Novice trifft Kibe Fiona im Sommer 2032 in einer bäuerlichen Kommune auf dem Lande wieder. Hier gibt es Hounderblütensirup mit Brunnenwasser und eine alternative Schule. Kein WLAN? Kein Problem. Auch Kibe ist Lehrer geworden – aber wen unterrichtet er und worin?
  • Auch Sabine entführt uns ins Jahr 2032, allerdings in ein Raumschiff in ferne Galaxien. Womit hat sich Micky wohl infiziert und wird er dadurch menschlicher?
  • Mo lädt uns in ihrer Collage in die Welten des digitalen Lernens und der virtuellen Begegnungen ein.
  • Anne nimmt uns mit ins Altenheim im Jahr 2030 zur lesebegeisterten Agathe, die vom Pflegeroboter Pingu betreut wird – ihre Gespräche kreisen natürlich um Bücher, was kuriose Nebenwirkungen hat…
  • Henning führt das Gespräch zwischen Kibe und Fiona fort – warum zeigt Fiona eigentlich so wenig Mitgefühl für die Enttäuschung von Kibe? Dann geht Kibe ein Licht auf…
  • Elisa hat eine aussdrucksstarke Collage gestaltet, inspiriert von der Learning Library mit dem K.I. Wizard (Kapitel 4)  :

“Seit dem Zusammenschluss aller deutschen Unis zu einer virtuellen Deutschlanduniversität vor zwei Jahren, sind alle Studierenden an der gleichen, da einzigen, Uni eingeschrieben. Die Universitätsleitung hat kürzlich beschlossen, die Klausurergebnisse für alle transparent ins Intranet zu stellen, um den sozialen Druck unter Kommilitonen zu erhöhen, um sie zu besseren Leistungen anzuspornen.”

  • Tim beschäftigt sich in seinem EssayDigital ist die Welt, leer sind die Köpfe” aus studentischer Sicht mit der Frage “Wie sieht die Zukunft der Bildung an Hochschulen im digitalen Zeitalter aus?” und plädiert hinsichtlich des Einsatzes digitaler Techniken für “Schritte der Entschleunigung, Reflexion und Reduktion auf das Wesentliche” und dass “weniger Digital(kultur)technik in der Bildung  mehr wäre”.

 

Wir Autorinnen haben uns mal angeschaut, welche Wörter ihr Leserinnen und Leser in euren sämtlichen Kommentaretexten zu “Lernwelten 2030” (im Zeitraum Januar bis 30. April 2020)  am häufigsten verwendet habt (dazu gibt es ein Textanalysetool). Hier sind die häufigsten “bedeutungsvollen” Begriffe in einer Word Cloud dargestellt:

 

Für weitere interessierte Mitschreiber*innen:

Schreibimpulse für ein Weiterschreiben der Handlung (siehe Kapitel 7)

  • Wie könnte das Gespräch zwischen Fiona, Kibe und Micky weitergehen?
  • Kibe telefoniert mit seiner Mutter über SkypeMAX. Gibt er zu, dass er enttäuscht ist oder hält er für sie das Bild der heilen Welt aufrecht? Hat er vielleicht Heimweh?
  • Was postet Fiona auf Instagram / InstaREAL?
  • Stellt Fiona ihren Vater zur Rede? Du könntest eine Szene in der Küche beim Abendessen schreiben, vielleicht ist Micky auch eingeladen…

Denkanstöße 

  • Welche menschlichen Bedürfnisse sind unveränderlich und welche Kommunikations- und Lernpraktiken werden sich durch das verstärkte Agieren in einer augmentierten und virtuellen Realität verändern?

  • Welche Lernarchitekturen bieten die Hochschulen der Zukunft für ein Zusammenspiel aus physischen und virtuellen Lernräumen und Werkzeugen?

  • Wie sehen ein innovatives Learning Center und eine Bibliothek der Zukunft aus?

  • Wodurch zeichnen sich die vielfältigen Bildungsbiografien der Zukunft aus? Welche (über)fachlichen Kompetenzen benötigen Studierende für den künftigen Arbeitsmarkt und wie stellen Hochschulen die Weichen?

  • Werden ethische und pädagogische Leitprinzipen (z. B. hinsichtlich einer Persönlichkeitsentwicklung) künftig eher Ballast oder „Rettungsanker“ sein?

  • Welche (bildungsbezogenen) Handlungsfelder des Menschen werden künftig am meisten von der Digitalisierung und K.I. verändert werden?

  • Wird sich die Unterscheidbarkeit zwischen realen und virtuellen (künstlich intelligenten) Dingen und Menschen künftig verstärkt auflösen? In welchen Kontexten ist die Abgrenzung zwischen „echt“ und „fake“ überhaupt wichtig? 

Titelbild von Gerd Altmann, frei nutzbar nach Pixabay Licence

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Blogparade #bks11: Digitale Einsamkeit – Papagena im Netz

Das Finale! Der BKS-Jahrgang 11 schließt sein Blog-Projekt mit einer Blogparade ab! In dem Beitrag werden alle Wörter eingebaut, die in der Wortwolke stehen. Die Blogparade startet ab sofort und endet am 11. Juni. Source: Blogparade #bks11: Digitale Einsamkeit

Papagena im Netz

Ich arme Spielerin

trage mein Herz in meinen Augen

gebannt auf schwarzem Bildschirm

mein Berührungsbildschirm

Horst-hot-hot-hot folgt dir jetzt

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scream

Folge mir, dann folge ich dir

post, klick, post, klick

ich zähle meine follower

Daumen hoch, Stimmungshoch

MiaMoon gefällt das

Du bist jetzt mit LMacBeth befreundet

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scream

Berühre mich, dann berühre ich dich

ein date im Schattenwald

mit Schattengestalten

im digitalen Dickicht

Vogelfänger1791 lädt dich ein, seine Seite mit „gefällt mir“ zu markieren

BigBang gefällt das

SPAM Postfach: 82 neue Nachrichten

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scream

Sei mein Spiegel, mein Spiegel sei du

Buchstaben sind meine Boten

saugen mich ein, saugen mich aus

shitstorm die große Schreibfreiheit

Tim011101 gefällt das

Sieh mich!

hör mich!

post, post, klick, post, post, klick

Herz im Schatten

berühre mich!

post, post, klick, post, post, klick

fang mich!

Datendarling

sei mein Echo nach dem escape button

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_________

 

Hier das Line-Up der BKS11-Parade (wird laufend ergänzt):

Das verlorene Spiegelbild“ von Mia.Nachtschreiberin

„Zwei Einsamkeiten“ von Hedda Lenz

„Planet Romeo (ein Prequel)“ von Urs Kuenzi

Zwischengang mit Abgesang – Elisabeth zu zweit im Netz“ von der Küchenmarie

„Was ist eine Blogparade?“ von Nikolaus W. Ledermann

„Seelenflucht“ von Feodora Blaubart

„Brennen, allein“ von Miss Amy Novice

„Netzraum“ im Raum in mir

„Gestrandet zwischen 0 &1“ bei Mo…Saiks Runen

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